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4:2 gegen Freiburg : Gladbach wieder Spitze

  • -Aktualisiert am

Obenauf: Patrick Herrmann und seine Borussen feiern die Wiedereroberung der Tabellenführung Bild: EPA

Gladbach stürmt in famoser Fohlen-Manier zurück an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Gegen den SC Freiburg wuchert die Borussia mit ihren Chancen und gewinnt dennoch 4:2.

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          Christian Streich hatte sich für diesen Sonntag eine Art „Begräbnis“ gewünscht. Seit 1993 spielt der SC Freiburg nun schon mit kleinen Unterbrechungen in der ersten Bundesliga, und noch nie hat der Klub auswärts bei einem aktuellen Tabellenführer gewonnen. „Ich hoffe, dass wir diese Statistik in Mönchengladbach begraben können“, hatte der Trainer vor dem Spiel beim Spitzenreiter der vergangenen sieben Wochen erklärt.

          Sein Wunsch blieb unerfüllt – 4:2 besiegte die Borussia den Sportclub in einem zwar von Fehlern durchsetzten, aber sehr unterhaltsamen Fußballspiel, das schon rasant begann. Nach sechs Minuten waren bereits zwei Tore gefallen.

          Bundesliga

          Zunächst ließ der Freiburger Torhüter Mark Flekken einen eigentlich harmlosen Kopfball von Rani Bensebaini fallen, Marcus Thuram stand richtig und schob den Ball zum 1:0 über die Linie (3.). Allerdings sind die Freiburger in dieser Erfolgssaison stabil genug, solche Rückschläge zu verkraften, ohne an Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zu verlieren. Sie spielten flott weiter, und es dauerte nicht lange, bis Jonathan Schmid einen schönen Freistoß aus 16 Metern zum 1:1 ins Gladbacher Tor zirkelte (6.).

          Die Freiburger waren mit der Option an den Niederrhein gereist, durch einen Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz in der Tabelle an der Borussia vorbei zu ziehen und den zweiten Tabellenplatz hinter RB Leipzig zu erklimmen. Doch insgesamt war das Spitzenteam des Trainers Marco Rose in diesem Heimspiel das reifere, das überlegene Team und hatte schnell gute Möglichkeiten, wieder in Führung zu gehen. Breel Embolo traf sogar zum 2:1, stand aber wenige Zentimeter im Abseits (21.), Thuram schoss an den Pfosten (25.). Irgendwann machte sich bei der Borussia dann eine gewisse Müdigkeit bemerkbar.

          Am Donnerstagabend hatten die Mannschaft noch in Graz beim Wolfsberger AC in der Europa League gespielt und 1:0 gewonnen. Zwar hatte Rose mit Embolo, Neuhaus, Elvedi, Herrmann und Jantschke fünf neue Spieler nominiert, doch diese Freiburger fanden eine fein ausgeklügelte Mischung aus Phasen mit intensivem Pressing und eigenem Ballbesitz. Aber sie machten zu viele Fehler, insbesondere in den Minuten nach der Pause.

          Zunächst traf der großartig aufgelegte Breel Embolo zum 2:1 (46.). Kurz darauf wurde der Schweizer von Dominik Heintz im Strafraum gefoult, schoss den fälligen Elfmeter aber an den Pfosten (49.). Und zwei weitere Minuten später bereitete er mit einem Querpass auf Herrmann das 3:1 vor (51.). Die Freiburger hatten die Anfangsphase der zweiten Hälfte verschlafen, gaben die Gegenwehr aber noch längst nicht auf. Streich stellte von Fünfer- auf Viererkette um, Lucas Höler verkürzte schnell per Kopf nach einem Freistoß auf 3:2 (58.), das Duell zweier auffällig mutiger Teams wogte hin und her. Wobei Robin Koch in der 71. Minute vielleicht etwas zu viel riskierte. Der Nationalspieler vertändelte den Ball im Spielaufbau, Embolo hatte freie Bahn und traf zum 4:2.

          Damit begrüßt die Borussia den FC Bayern am kommenden Samstag tatsächlich als Tabellenführer. Nach der Niederlage gegen Union Berlin in der Vorwoche sind sie zurück in der Erfolgsspur, gegen einen sehr unangenehmen Gegner haben sie gezeigt, wie stressresistent sie derzeit sind. Und die Freiburger haben nach dem schwachen Spiel in Leverkusen auch wieder einen Fußball gespielt, wie er zu einem Team aus der oberen Tabellenhälfte passt.

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