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4:1 gegen Werder : Leipzig schießt sich Bayern-Frust von der Seele

  • Aktualisiert am

Doppeltorschütze: Der Norweger Alexander Sörloth für RB Leipzig Bild: EPA

Das war deutlich. Leipzig schießt vier Tore bei den Bremern und setzt damit die Standards für das Wiedersehen im DFB-Pokalhalbfinale. Werder trifft nur vom Punkt.

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          RB Leipzig hält den Druck auf Spitzenreiter Bayern München hoch und bringt Werder Bremen in die Bredouille: Mit einem 4:1 (3:0)-Sieg im Weserstadion am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga gelang den Sachsen um Trainer Julian Nagelsmann eine prompte Reaktion auf die 0:1-Niederlage im Spitzenspiel gegen den deutschen Rekordmeister eine Woche zuvor. Der Rückstand beträgt nach dem Patzer der Münchner gegen Union Berlin nur noch fünf Punkte.

          „Ich glaube nach wie vor, dass der Vorsprung sehr groß ist. Das hat Bayern noch nie verspielt in der Historie. Wir haben es nicht in der eigenen Hand, aber wir versuchen, so erfolgreich wie möglich zu sein“, sagte Nagelsmann bei Sky.

          Dani Olmo (23. Minute) und Alexander Sörloth (32., 41.) brachten die Gäste schon in der ersten Hälfte nach teilweise beeindruckenden Kombinationen klar auf Kurs. Nach der Pause schaffte Werder per Handelfmeter von Milot Rashica den Anschlusstreffer (61.), doch der Konter von Marcel Sabitzer erfolgte fast im Gegenzug (63.).

          Bundesliga

          RB spielte in dem Duell, zu dem es auch am 30. April im Halbfinale des DFB-Pokals kommen wird, von Beginn an seine individuelle Überlegenheit aus und festigte Rang zwei. Es war der fünfte Liga-Auswärtssieg hintereinander des ersten Bayern-Verfolgers. Und der bringt Werder in Bedrängnis, denn Florian Kohfeldts Team ist weiter in Reichweite der Abstiegskandidaten.

          Nagelsmann, der vor fünf Jahren mit der TSG Hoffenheim in Bremen sein Debüt als Bundesliga-Trainer gefeiert hatte, erlebte eine enorm entspannte erste Hälfte. Seine Mannschaft kombinierte geduldig, bis sich die erste Lücke auftat. Zugleich ließ sie in der Defensive so gut wie nichts zu. Innenverteidiger Willi Orban, der gerade erst bis 2025 verlängert hat, nahm sich sogar den Freiraum und legte mustergültig per flacher Hereingabe das 3:0 vor.

          Kohfeldt musste dagegen nach den ersten 45 Minuten schwer enttäuscht sein. Seine personellen Umbaumaßnahmen drei Tage nach dem 1:0 im Pokal-Viertelfinale bei Jahn Regensburg mit dem Startelf-Debütanten Eren Dinkci im Sturm und Jean-Manuel Mbom im Mittelfeldzentrum gingen nicht auf. Außer bei einem letztlich ungefährlichen Schlenzer von Dinkci (21.) und einem Kopfball von Sturmpartner und ehemaligen Leipziger Davie Selke (26.) musste sich Leipzigs Keeper Peter Gulacsi kaum in Stellung bringen. „Die individuelle Klasse von Leipzig ist groß. Wir haben aber auch Fehler gemacht“, sagte Bremens Abwehrspieler Niklas Moisander.

          Hinten wackelig, vorne harmlos – Werder hatte viel zu korrigieren. Und Kohfeldt veränderte seine Mannschaft mit dem Seitenwechsel gleich auf drei Positionen. Er brachte Milos Veljkovic, Rashica und Kevin Möhwald, der sich gleich mit einem Freistoß anmeldete (52.). Die Hausherren wirkten nun deutlich stabiler und auch zielstrebiger. Doch Leipzig blieb konzentriert und geriet nicht mehr in Gefahr.

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