https://www.faz.net/-gtm-6lacb

4:1 gegen Mönchengladbach : Dortmund dominiert im Duell der Borussen

  • -Aktualisiert am

Wieder Kagawa: Der Japaner trifft für Dortmund gegen die Borussia aus Mönchengladbach Bild: dapd

Die meisten Tore und Punkte, die wenigsten Gegentore: Dortmund dominiert die Bundesliga. Im Borussen-Duell mit Gladbach gerät der BVB einmal aus dem Gleichgewicht. Dann sichern Subotic, Kagawa, Großkreutz und Barrios den Sieg.

          2 Min.

          Größer hätten die Unterschiede zwischen beiden Parteien vor diesem Fußballspiel nicht sein können. Der Erste kickte gegen den Letzten der Tabelle; der beste Angriff traf auf die schwächste Abwehr der Bundesliga. Nur der Vorname hatte etwas Verbindendes: Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach.

          So deutlich wie auf dem Papier waren die Unterschiede auf dem Rasen zunächst nicht, aber dank der Tore von Neven Subotic (45. Minute), Shinji Kagawa (52.), Kevin Großkreutz und Lucas Barrios (88.) behielten die seit dem zweiten Spieltag ungeschlagenen Dortmunder letztlich souverän die Oberhand. Marco Reus hatte den Außenseiter in Führung geschossen (33.).

          Nach dem 4:1 über Mönchengladbach benötigen die Dortmunder drei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde nur noch einen Sieg, um sich aus eigener Kraft die sogenannte Herbstmeisterschaft zu sichern. Die Fans des BVB gingen schon einen Schritt weiter. „Deutscher Meister wird nur der BVB!“, sangen sie.

          Der wichtige Ausgleich kurz vor der Halbzeit: Subotic köpft nach einer Ecke das 1:1
          Der wichtige Ausgleich kurz vor der Halbzeit: Subotic köpft nach einer Ecke das 1:1 : Bild: dapd

          BVB-Fans feiern schon nach einer Stunde

          Gegen ihre Gewohnheit waren die Gladbacher fast 45 Minuten lang als stabiler Abwehrblock aufgetreten. Bis kurz vor der Pause sah sich der Gladbacher Torwart Christofer Heimeroth nur zweimal ernsthaft gefordert: bei einem Direktschuss von Barrios und später bei einem Kopfstoß von Kagawa.

          Die Rheinländer trauten sich nur vereinzelt in die Nähe des gegnerischen Tores - und gingen dennoch in Führung. Mittelfeldspieler Marco Reus überraschte den BVB mit einem plazierten Distanzschuss und setzte so einen der „Nadelstiche“, die sein Trainer Michael Frontzeck angekündigt hatte. Igor de Camargo hätte sogar einen weiteren hinzufügen können, scheiterte aber an Torhüter Weidenfeller.

          Die Dortmunder übten sich in Geduld und schufen noch vor dem Seitenwechsel ausgeglichene Verhältnisse. Subotic verwertete Götzes Eckstoß mit dem Kopf - das Zeichen zum Aufbruch wenige Sekunden vor dem Ende der ersten Hälfte. „Nach dem 1:0 bestrafen wir uns wieder selber. Das reicht einfach nicht“, sagte Frontzeck.

          Im zweiten Durchgang verliehen sie ihrem Spiel zeitweise wieder diesen unwiderstehlichen Vortrieb, der sich seit Wochen auszeichnet. Das blieb nicht ohne Wirkung. Von einem Steilpass Götzes in Szene gesetzt, umkurvte Kagawa den herauseilenden Torhüter und schob den Ball ins Netz - eine sehenswerte Koproduktion der beiden besten Dortmunder an diesem Abend.

          Den Gladbachern fehlte es an Durchschlagskraft, um den Favoriten zu gefährden. Die BVB-Fans fingen schon nach knapp einer Stunde an zu feiern und bekamen von ihrer Lieblingsmannschaft noch zwei Zugaben. Der eingewechselte Großkreutz vollendete ein famoses Zuspiel von Barrios zum dritten Treffer für die bessere Borussia. Kurz vor Schluss setzte Barrios selbst den Schlusspunkt. „Im Moment fühlt man eher Erleichterung als unbändige Freude“, sagte der Dortmunder Trainer Klopp.

          Weitere Themen

          Die Dauerprobleme des BVB

          Trotz Bundesliga-Spektakel : Die Dauerprobleme des BVB

          Eine alte, aber immer noch offene Wunde: Borussia Dortmund zeigt in der Bundesliga zwar eine weitere beeindruckende Offensivleistung. Dennoch gibt es Kritik. Und die kommt vor allem aus den eigenen Reihen.

          Topmeldungen

          Im Streit mit der EU: Vor dem polnischen Verfassungsgericht am 22. September

          Polens Streit mit der EU : Aus politischen Gründen vertagt?

          Zum vierten Mal hat das polnische Verfassungsgericht die Entscheidung darüber aufgeschoben, ob nationales über EU-Recht steht. Dahinter stecke Kalkül, heißt es aus Brüssel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.