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4:1 gegen Mainz : Stuttgart bleibt auf Europa-Kurs

  • Aktualisiert am

Viel Grund zum Jubeln: Die VFB-Profis können vier Treffer feiern Bild: dpa

Die Schwaben sind nach dem 4:1 gegen Mainz seit sieben Spielen ungeschlagen und haben einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Europa League gemacht. Ibisevic trifft zweimal.

          Der VfB Stuttgart hat einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Europa League gemacht. Die Schwaben bezwangen den 1. FSV Mainz 05 in einer niveauvollen und abwechslungsreichen Partie mit 4:1 (1:1). Sie bleiben damit zum siebten Mal hintereinander in der Fußball-Bundesliga ungeschlagen. Tamas Hajnal (8. Minute), der zweimal erfolgreiche Vedad Ibisevic (49./85.) und Zdravko Kuzmanovic mit einem umstrittenen Elfmeter (65.) erzielten am Samstag die Tore für den VfB. Andreas Ivanschitz hatte die Rheinhessen vor 55 100 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena ebenfalls nach einem fragwürdigen Strafstoß früh in Führung gebracht (3.).

          Beim VfB kehrte Abwehrchef Sedar Tasci nach drei Wochen Pause ins Team zurück. Der Kapitän leistete sich aber viele Leichtsinnsfehler und wurde so mehrfach zum Unsicherheitsfaktor in der Viererkette. Mainz’ Trainer Thomas Tuchel brachte im Sturm Eric-Maxim Choupo-Moting, den zweifachen Torschützen vom 3:0-Sieg in Bremen, und Anthony Ujah. Beide sorgten häufig für Unruhe und Gefahr. Der Mainzer Führung ging jedoch ein Fehler von Georg Niedermeier voraus. Der VfB-Innenverteidiger trabte zu pomadig zurück und attackierte dann Ujah ziemlich stümperhaft. Die Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe kam dennoch überraschend. Ivanschitz verwandelte sicher.

          Verdienter Lohn für engagiertes Spiel

          Die Schwaben ließen sich durch diesen schnellen Rückstand nicht schockieren und ergriffen sofort die Initiative. Mit einer feinen Einzelleistung schaffte Hajnal früh den Ausgleich. Offensichtlich noch beflügelt von ihrem glänzenden Auftritt beim 4:4 in Dortmund griffen die Stuttgarter ständig an. Mit flüssigen Kombinationen und vielen Positionswechseln unterstrichen sie ihren jüngsten Aufwärtstrend. Allerdings hatten sie mehrfach Pech: Bei Martin Harniks Kopfball rettete Ivanschitz auf der Linie (29.). Fünf Minuten später traf der VfB-Angreifer nur die Unterkante der Latte.

          Mainzer Trainer Tuchel: Kein schöner Nachmittag

          Zudem erkannte Gräfe einen Treffer von Vedad Ibisevic wegen angeblicher Abseitsstellung nicht (42.) an. Aber auch die Rheinhessen kamen bei ihren Kontern zu guten Chancen. Ujah traf nur das Außennetz (16.). Und Choupo-Moting schob in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit völlig frei und unbedrängt den Ball am Tor vorbei (45.+1). Der VfB machte auch nach dem Seitenwechsel sofort enormen Druck.

          Verdienter Lohn für das engagierte und couragierte Spiel war die schnelle Führung: Mit einem spektakulären Flugkopfball nach präziser Flanke von Gotoku Sakai schloss Ibisevic eine glänzende Kombination perfekt ab. Kuzmanovic machte mit einem fragwürdigen Foulelfmeter vorzeitig alles klar. Harnik war über den am Boden liegenden Elkin Soto gefallen und Gräfe pfiff zum Entsetzen der Mainzer (64.). Die Mainzer steckten dennoch nicht auf, und Tuchel wechselte in Adam Szalai und Mohamed Zidan zwei weitere Stürmer ein. Beinahe wäre Choupo-Moting mit einem Heber der Anschluss gelungen (76.). Ibisevic krönte dann seine starke Leistung mit seinem insgesamt zwölften Saisontor, davon sieben für den VfB seit seinem Wechsel in der Winterpause, zum 4:1.

          VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 4:1 (1:1)

          VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist, Kuzmanovic (77. Gentner) - Harnik (86. Okazaki), Hajnal (83. Cacau), Schieber - Ibisevic

          FSV Mainz 05: Wetklo - Kirchhoff, Bungert (67. Pospech), Noveski, Zabavnik - Polanski, Baumgartlinger, Soto - Ivanschitz (67. Zidan) - Ujah (54. Szalai), Choupo-Moting

          Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) - Zuschauer: 55 100

          Tore: 0:1 Ivanschitz (3./Foulelfmeter), 1:1 Hajnal (7.), 2:1 Ibisevic (49.), 3:1 Kuzmanovic (65./Foulelfmeter), 4:1 Ibisevic (85.)

          Gelbe Karten: Okazaki (4) / Polanski (2)

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