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4:1 gegen Leverkusen : Wolfsburg hat die bessere Werksmannschaft

  • Aktualisiert am

Das nennt man wohl Torriecher: Aaron Hunt hat das Tor getroffen Bild: dpa

Im Duell zwischen VW und Bayer läuft es besser für die Wolfsburger. Leverkusen muss einen frühen Platzverweis hinnehmen und kommt mit zehn Mann nicht mehr richtig in die Schicht.

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          Geschockt und geschwächt durch einen frühen Platzverweis hat Bayer Leverkusen den Sturm an die Tabellenspitze verpasst. Nach der Roten Karte gegen Giulio Donati in der 7. Minute war Bayer im Werksklub-Duell der Fußball-Bundesliga ohne Siegchance und verlor am Sonntag beim VfL Wolfsburg mit 1:4 (1:2). Die bisher noch sieglosen Wolfsburger nutzten die lange Zeit in Überzahl zu Treffern von Ricardo Rodriguez (8./Foulelfmeter, 63.), Vieirinha (45.) und Aaron Hunt (81.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte vor 27.811 Zuschauern Josip Drmic (29.).

          Donati wusste sich nach einem Sturmlauf von Wolfsburgs Junior Malanda nicht anders zu helfen, als ihm von hinten in die Beine zu stochern. Rodriguez verwandelte den darauffolgenden Strafstoß souverän, es 1:0 stand für Wolfsburg (8.). Damit war das taktische Konzept von Bayer-Trainer Roger Schmidt schon früh dahin.

          Die Unschuld in Person: Giulio Donati sieht trotzdem Rot
          Die Unschuld in Person: Giulio Donati sieht trotzdem Rot : Bild: AFP

          Nach den beiden verlorenen Spielen in der Liga und Champions League hatte der Coach Aggressivität und Entschlossenheit von seinem Team gefordert. Durch den Platzverweis war für das aggressive Pressing, das Schmidt bei Leverkusen kultiviert hat, kein Raum mehr. Levin Öztunali musste als Rechtsverteidiger aushelfen und hatte damit auch reichlich zu tun, vor allem wenn Rodriguez über die linke VfL-Seite kam, Hakan Calhanoglu rückte aus dem Zentrum nach links.

          Auch der VfL Wolfsburg schob nach dem ernüchternden 1:4 in der Europa League beim FC Everton viel Frust, wirkte aber durch die frühe Führung schnell gefestigt und drängte auf das 2:0. Nur die Abschlusssouveränität ließ zunächst zu wünschen übrig. Kevin De Bruyne schoss hart an den linken Pfosten (22.), der Portugiese Vierinha verpasste eine Minute später aus spitzem Winkel ebenfalls nur knapp das Tor.

          Die Leverkusener, die engagiert immer wieder auf Entlastung aus waren, bestraften diese Nachlässigkeit: Nach einem weiten Abstoß von Keeper Bernd Leno, einer schönen Verlängerung per Kopf von Karim Bellarami und Fehlern von Robin Knoche und Rodriguez in der VfL-Abwehr setzte sich Drmic  entschlossen durch und machte sein erstes Pflichtspieltor für Leverkusen (29.). Der Angreifer begann für Torjäger Stefan Kießling, der nach den Strapazen in der Champions League geschont wurde und bis zur Halbzeit auf der Bank saß.

          Wolfsburg zeigte sich nur kurz irritiert und schlug noch vor dem Wechsel zurück. Vierinha vergab allein vor Leno (44.), aber nur Momente nach diesem Hochkaräter überlief Rodriguez auf der linken Seite Öztunali und flankte genau auf den Kopf des nur 1,72 Meter großen Vieirinha - und der veredelte per Kopf zum 2:1 (45.).

          Ähnlich überzeugend machte Wolfsburg nach dem Seitenwechsel weiter: Nach einer Ecke von De Bruyne, der nach der Everton-Niederlage die eigene Abwehr sehr deutlich kritisiert hatte, legte mit einem Eckball auf für Rodriguez - der Schweizer vollendete volley zum 3:1 (63.). Danach spielte der VfL die Partie mühelos zu Ende, der eingewechselte Hunt setzte den Schlusspunkt mit seinem Treffer zum 4:1 (81.).

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