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4:1 gegen Köln : Wolfsburg macht den Abstiegskampf spannend

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Wolfsburger Sieggarant: Mandzukic traf gleich doppelt gegen Köln Bild: dpa

Die Konkurrenz legt vor, Wolfsburg zieht nach: Durch einen 4:1-Sieg über Köln macht sich der VfL wieder Hoffnungen auf den direkten Klassenverbleib. Mandzukic und Dejagah sind die Doppel-Torschützen des Tages. Der FC muss mehr denn je zittern.

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          Mit dem ersten Sieg im fünften Spiel unter Trainer-Rückkehrer Felix Magath hat der VfL Wolfsburg den 1. FC Köln wieder mit in den Abstiegsstrudel gerissen. Durch das 4:1 (2:1) verschaffte sich Wolfsburg am Sonntag auf Relegationsplatz 16 etwas Luft vor dem St. Pauli und Mönchengladbach. Nach dem 31. Bundesliga-Spieltag liegen die Niedersachsen zudem nur noch drei Punkte hinter dem 1. FC Köln und zwei Zähler hinter dem 15., Eintracht Frankfurt.

          Mario Mandzukic brachte in der 14. und 39. Minute die klar überlegenen Gastgeber auf die Siegerstraße, Ashkan Dejagah (58./88.) sorgte vor 30.000 Zuschauern im ausverkauften Wolfsburger Fußballstadion für die Entscheidung. Sebastian Freis (40.) traf für Köln, das auswärts einmal mehr kaum etwas zustande brachte. Magath zeigte sich über den Sieg „riesig erleichtert. Das war ein Ergebnis, das wir unbedingt gebraucht haben.“

          Sein Kölner Kollege Frank Schaefer beklagte nach 15 Gegentoren in den vergangenen drei Auswärtsspielen das fehlerhafte Abwehrverhalten seines Teams. „Fakt ist, dass wir auswärts viel zu leichte Gegentore bekommen. Es ist momentan schwer zu erklären“, sagte er und rettete sich in Durchhalteparolen: „Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren. Wir haben noch alles selbst in der Hand.“

          Der eingewechselte Wolfsburger Dejagah sorgte für die Entscheidung

          Köln sorgt nur zu Beginn für einen Aufreger

          Die Rheinländer müssen angesichts ihres schweren Restprogramms mehr denn je um den Klassenverbleib zittern. Auch Sportdirektor Volker Finke war bedient: „Jeder wusste, was eine Niederlage in Wolfsburg bedeuten würde.“ Eine kurzfristige Trennung vom ohnehin zum Saisonende scheidenden Trainer schloss Finke indes aus. „Da denke ich momentan überhaupt nicht dran“, sagte Finke.

          Wolfsburg spielte nach einer unruhigen Woche mit der Drohung des VW-Mutterkonzerns und Vorwürfen der eigenen Fanclubs plötzlich befreit auf und schaffte den ersten Sieg seit zwei Monaten. Im Vergleich zum 2:2 gegen St. Pauli war der VfL nicht wiederzuerkennen, spielte von Beginn an offensiv und war klar überlegen. Ohne den gelbgesperrten Kapitän Lukas Podolski setzte Köln als schwächstes Auswärtsteam seine erfolglosen Vorstellungen auf des Gegners Plätzen fort und ist seit dem 21. November 2010 (1:0 beim VfB Stuttgart) in der Fremde sieglos. Nur zu Beginn sorgte Köln für einen echten Aufreger: Sebastian Freis traf frei stehend nach nicht einmal 120 Sekunden das rechte Lattenkreuz.

          Doch nach dieser Schrecksekunde spielte nur noch Wolfsburg: Grafites Treffer (7.) wurde wegen klarer Abseitsstellung nicht gegeben, doch dann verwertete Mandzukic aus kurzer Distanz eine Diego-Hereingabe zur Führung. Auch nach dem Rückstand war von Kölner Angriffsbemühungen nichts zu sehen, Gefahr für das Tor von Diego Benaglio entstand nur durch Arne Friedrichs verunglückte Rettungsaktion (25.). Vor allem das Kölner Abwehrverhalten war nicht erstligawürdig, individuelle Fehler durch Pedro Geromel und Youssef Mohamad begünstigten die Gegentreffer. Abermals Mandzukic köpfte mit seinem fünften Saisontreffer im vierten Heimspiel nacheinander zum 2:0 ein.

          Nur der Kölner Torwart Rensing erreicht Normalform

          FC-Torhüter Rensing sah dabei gegen die tief stehende Sonne ebenso unglücklich aus wie Sekunden später sein Wolfsburger Kollege Diego Benaglio, der beim Anschlusstreffer durch den eher harmlosen Schuss von Freis (40.) kräftig mithalf. Mandzukic hatte kurz darauf sogar die Chance zum 3:1, doch diesmal hielt Rensing („Jetzt müssen wir uns mal am Riemen reißen.“) überragend. Der FC-Keeper erreichte als einziger Kölner Normalform.

          Sekunden nach Wiederanpfiff entschärfte er mit einem Klasse-Reflex Jan Polaks Kopfball. Das katastrophale Kölner Abwehrverhalten setzte sich auch beim Wolfsburger 3:1 fort: Diego wurde im zentralen Mittelfeld völlig alleingelassen, der Treffer durch Dejagah nach Grafite-Zuspiel war nur noch Formsache. Danach gingen die Niedersachsen zu sorglos mit ihren Chancen um, doch Dejagah sorgte für den Endstand.

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