https://www.faz.net/-gtm-8y0w0

4:1 gegen Freiburg : Meisterliche Münchner Abschlussfeier für Lahm

Die Großkopferten verabschieden Philipp Lahm Bild: dpa

Der FC Bayern schlägt Freiburg 4:1, doch die Höhe des Sieges hat an diesem Nachmittag beim Abschied von Weltmeister-Kapitän Lahm nicht die höchste Bedeutung.

          Die Blumen gab es vorher, die Schale danach. Dazwischen lagen anderthalb Stunden munterer Sommerfußball mit dem passenden Ergebnis für den Abschied von Philipp Lahm. Nach dem 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg konnte er am Samstag in der Münchner Arena zum fünften Mal als Kapitän die Trophäe des deutschen Meisters entgegennehmen.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Zusammen mit den drei schon in jungen Jahren errungenen Titeln schloss Lahm als achtfacher Meister zu den alten Mitspielern Scholl, Kahn und Schweinsteiger auf und verabschiedete sich damit als Rekord-Champion in den Ruhestand. Es war eine der vielen schönen Beigaben am letzten Arbeitstag einer großen Karriere neben einer Golftasche vom Klubvorstand, großem Beifall von den Tribünen und den unvermeidlichen Weißbierduschen.

          Packender Pausenfüller: Anastacia singt Bilderstrecke

          Trainer Carlo Ancelotti hatte für das feuchte bayrische Ritual vorgebeugt und für seinen ersten Gewinn der deutschen Meisterschaft den feinen italienischen Zwirn, den er sonst trägt, im Schrank gelassen – wer weiß schon, ob man das Bieraroma je wieder rauskriegt?

          Im strapazierfähigen Trainingsanzug sah er, wie Xabi Alonso, der zweite Weltklassespieler, der am Samstag in Rente ging, mit einem seiner unvergleichlich präzisen Diagonalpässe Arjen Robben in Stellung gebrachte, worauf der Holländer in seiner typischen Art, diesmal aber auch unter Mithilfe eines Freiburger Fußes, der die Flugkurve abfälschte, das frühe 1:0 erzielte (4.).

          Vor allem Robert Lewandowski bemühte sich danach im Fernduell mit dem Dortmunder Aubameyang um die Torjägerkanone um weitere Treffer, scheiterte aber viermal in bester Position an Torwart Schwolow.

          Nach dem 2:0 durch Arturo Vidal (73.) konterten die im Laufe der Partie immer mutigeren und druckvolleren Freiburger rasch mit dem 2:1 durch den eingewechselten Nils Petersen (76.), kassierten aber in der Nachspielzeit noch zwei Treffer durch Franck Ribéry und Joshua Kimmich. Durch die Niederlage büßte der Aufsteiger Platz sechs und damit die direkte Europa-League-Qualifikation ein. Nun braucht der SC Freiburg dafür einen Dortmunder Sieg im Pokalfinale.

          Weitere Themen

          Noch ein Coup von Buchmann

          Tour de France : Noch ein Coup von Buchmann

          Platz vier am Tourmalet, abermals stark bei einer weiteren Kletterei in den Pyrenäen: Emanuel Buchmann nimmt bei der Tour de France Kurs auf eine absolute Top-Platzierung. Den Etappensieg sichert sich ein Brite.

          Große Aufregung bei der Schwimm-WM

          Protest von unten : Große Aufregung bei der Schwimm-WM

          Der vom Weltverband protegierte Chinese Sun Yang wird wieder Weltmeister. Doch der starke, stumme Protest des Australiers Horton spricht Bände über die Lage im Schwimmen. Er wird in die Geschichte eingehen.

          Topmeldungen

          Kandidatur für SPD-Vorsitz : Was will Stephan Weil?

          Noch hüllt er sich in Schweigen, aber bald wird sich Stephan Weil bekennen müssen: Tritt er für den SPD-Vorsitz an oder nicht? An der Entscheidung des Niedersachsen hängt viel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.