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4:1 gegen Duisburg : Leverkusen wahrt Heimnimbus

  • Aktualisiert am

Stefan Kießling (oben) freut sich mit Bayer-Torschütze Sergej Barbarez Bild: dpa

Bayer Leverkusen hat den Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Mannschaft von Michael Skibbe besiegte Aufsteiger MSV Duisburg 4:1 und festigte mit dem dritten Erfolg in Serie einen Uefa-Cup-Platz.

          Bayer 04 Leverkusen hat den Heimnimbus gegen den MSV Duisburg gewahrt. Mit einem 4:1 (0:1) gewann der viermalige deutsche Vizemeister bereits zum zehnten Mal hintereinander gegen den Westnachbarn in der BayArena. Vor 22.500 Zuschauern gingen allerdings die Duisburger durch Youssef Mokhtari (10. Minute) in Führung. Die Bayer-Treffer erzielten Sergej Barbarez (47.), Simon Rolfes (66.), Paul Freier per Foulelfmeter (74.) und Theofanis Gekas (81.). Für den MSV war es bereits die vierte Niederlage in Serie.

          „Ich bin froh, dass wir den MSV niederringen konnten. Aber wir konnten erst in der zweiten Halbzeit technisch guten Fußball am Boden zeigen“, meinte Bayer-Trainer Michael Skibbe. Nur mit den ersten 45 Minuten war sein Kollege Rudi Bommer zufrieden: „Wir hatten uns einiges vorgenommen und das Spiel ordentlich nach vorne getragen. Doch nach der Halbzeit fehlte die Konzentration - wie schon so oft.“

          Überraschender Duisburger Führungstreffer

          Die Leverkusener müssen mit der Vorstellung auf den Rasen gekommen sein, leichtes Spiel gegen den in der Abstiegszone rangierenden Lieblingsgegner der Fußball-Bundesliga zu haben. Und mit etwas mehr Glück wäre es wohl auch so gekommen, wenn Rolfes und Stefan Kießling in der 3. Minute nicht beide um Zentimeter an einem Querpass von Paul Freier vorbeigerutscht wären.

          Doch stattdessen kamen die Duisburger überraschend sieben Minuten später zum Führungstreffer durch Mokhtari: Er war von Manasseh Ishiaku, der sich nacheinander gegen Nationalverteidiger Manuel Friedrich und Karim Haggui durchsetzte, frei stehend angespielt worden. Danach war es um das Selbstbewusstsein der Gastgeber erst einmal geschehen.

          Krach in der Bayer-Kabine

          Statt wie gewohnt schnell zu kombinieren, häuften sich die Fehlpässe und technischen Fehler - man rannte kopflos auf das MSV-Tor zu. Doch allein in der 38. Minute hatte nach einer Flanke von Tranquillo Barnetta Bayer-Stürmer Kießling noch etwas für Gefahr gesorgt. Dabei war die Duisburger Defensive, in der die gesperrten Björn Schlicke und Mihai Tararache fehlten, alles andere als sattelfest. Das MSV-Team kompensierte so manche Schwäche durch kämpferischen Einsatz und viele Fouls. Deshalb war es für Leverkusens Mittelfeld-Ass Bernd Schneider die richtige Entscheidung, sein Comeback nach neunwöchiger Verletzungspause noch etwas zu vertagen.

          In der Bayer-Kabine muss es nach der desolaten Vorstellung in der ersten Hälfte wohl etwas lauter zugegangen sein, denn nach dem Wiederanpfiff wirkten die Platzherren wie ausgewechselt. In der 47. Minute sorgte Barbarez mit einem Kopfball zum 1:1 für die Schubkraft zur Wende. So konnte in der 66. Minute Rolfes nach einer mustergültigen Flanke von Vratislav Gresko das 2:1 für Bayer erzielen. Zwei Minuten später servierte erneut Gresko den Ball auf den Kopf von Haggui, doch der traf nur die Latte. Für die Vorentscheidung sorgte Freier mit seinem verwandelten Elfmeter, den Mohamadou Idrissou an Arturo Vidal verursacht hatte. Den Schlusspunkt setzte der zuletzt gescholtene Gekas (81.).

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