https://www.faz.net/-gtm-9flxf

4:0 gegen Mainz : Gladbach stürmt auf Platz zwei

  • Aktualisiert am

Gladbacher Torgala: Hazard erzielt den schönsten Treffer Bild: AP

Borussia Mönchengladbach deklassiert den FSV Mainz 05 mit 4:0 und erobert den zweiten Rang in der Bundesliga-Tabelle. Jonas Hofmann ist gleich dreimal erfolgreich.

          Mit erfrischendem Offensivfußball und einem Dreierpack von Jonas Hofmann hat Borussia Mönchengladbach erstmals seit vier Jahren wieder den zweiten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga erobert. Die Gladbacher gewannen am Sonntagabend auch ihr viertes Heimspiel mit 4:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 und übernahmen mit 17 Punkten Rang zwei hinter Borussia Dortmund.

          Bundesliga
          ANZEIGE

          Vor 51.123 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Hofmann (21./53./63.) und Thorgan Hazard (58.) die Treffer für die nun schon neunmal in Serie zu Hause unbesiegten Borussen. Die seit fünf Spielen sieglosen Mainzer bleiben seit 450 Minuten torlos.

          „Wir haben ein Superspiel gezeigt, haben gut kombiniert und von hinten heraus guten Fußball gespielt. Aber man erzielt nicht drei Tore ohne Mannschaft. Großes Lob an das Team“, meinte der überragende Matchwinner Hofmann bei Sky Sport HD. Als Meisterschaftskandidaten will er seine Mannschaft trotz der guten Serie aber nicht sehen: „Das ist unrealistisch. Die Fans träumen natürlich. Und Träumen ist erlaubt. Wir aber denken von Spiel zu Spiel und wollen unseren Weg weitergehen“, sagte Hofmann, der zugab auch von einem Einsatz in der Nationalmannschaft zu träumen.

          Gladbachs Trainer Dieter Hecking sprach von einer „fantastischen Momentaufnahme. „Das sieht alles sehr gut aus. Aber alles ist auch Produkt harter Arbeit“, so Hecking. Sein Team startete nach dem Erfolg gegen die Bayern mit nur einer Änderung in die Partie. Im zentralen defensiven Mittelfeld übernahm wieder Tobias Strobl für Christoph Kramer die Organisation, so hatte Borussia auch die ersten vier Partien bestritten. Bei den Rheinhessen kehrte Florian Müller nach Adduktorenprobleme ins Tor zurück und Daniel Brosinski spielte auf der Rechtsverteidigerposition.

          Die Gastgeber hätten gleich zu Beginn in Führung gehen können, doch nach einer Ecke von Hofmann traf Alassane Plea den Ball aus kurzer Entfernung nicht richtig und vergab die Chance ebenso wie Lars Stindl der kurz darauf aus zwölf Metern knapp verzog.

          Gladbacher Feiertag: Konterfußball vom Feinsten zu Hause gegen Mainz 05

          Die in der Defensive und im Aufbau gut organisierten Mainzer zeigten auch offensiv bessere Ansätze als ihre bisherige karge Ausbeute von vier Treffern vermuten ließ. Doch Jean-Philippe Mateta nutzte einen eklatanten Fehlpass von Nico Elvedi nach acht Minuten nicht und schob den Ball am Tor vorbei. Einen Kopfball von Jonathan Burkardt fing Borussias Keeper Yann Sommer sicher ab (14.).

          Der bis dahin schönste Gladbacher Angriff führte dann zum 1:0. Ein Zuspiel von Stindl nutzte Hazard zu einem Pass in die Tiefe auf Hofmann, der dann mit einem Schuss aus halbrechter Position traf. Der ehemalige Mainzer hatte dann acht Minuten später Pech mit einem Schlenzer, den Torhüter Müller spektakulär parieren konnte. In der 53. Minute war es dann wieder Stindl, der Hazard in Szene setzte und dessen Pass konnte Hofmann aus kurzer Distanz zum 2:0 verwerten.

          Sein Glückstag: Hofmann schießt drei Tore

          Hazard traf nach Pass von Plea zum 3:0, und Hofmann setzte mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt. Damit erzielten die Gladbacher auch im 14. Spiel in Serie mindestens einen Treffer - das ist die längste Torserie des Clubs seit 27 Jahren.

          Trotz der immer wieder gefährlichen Offensivaktionen der Gastgeber suchten die Mainzer ihre Chancen und forderten die Borussen-Abwehr und Torhüter Sommer immer wieder heraus. Doch die Torlos-Serie der Rheinhessen dauert nun schon fünf Spiele an.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Jeder hat sein Kreuz zu tragen: Matteo Salvini am Strand auf Sizilien.

          Italienische Regierung : Ohne den Segen des Papstes

          Italiens Innenminister Salvini gibt sich gerne als gläubiger Christ. Damit hat er den Zorn Franziskus’ auf sich gezogen – und am Ende auch den des scheidenden Ministerpräsidenten Conte.

          An Scholz’ Seite : Manchmal liegt das Glück ganz nah

          Das Rennen um den SPD-Vorsitz geht weiter: Wofür die Kandidatin an Scholz’ Seite steht – und wieso der erfolgsverwöhnte Niedersachse Stephan Weil plötzlich beschädigt ist.
          Der Charging Bull, eine Bronzestatue im Financial District in Manhattan, New York.

          Amerikas Wirtschaft : Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen?

          Amerikas Manager-Elite gibt sich neue Prinzipien: Sie will Aktionäre nicht mehr über alles andere stellen. Ihre eigene Vergütung dagegen ist bisher kein Thema.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.