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4:0 gegen Hannover : Vereinsrekorde für die Werkself

  • -Aktualisiert am

Lockerer Tag für die Rheinländer: Hannover ist kein Gegner für Kießling und Co. Bild: dpa

Mit seinem siebten Sieg in Serie und dem 14. Zu-Null-Spiel innerhalb einer Saison stellt Bayer Leverkusen gleich zwei Vereinsrekorde ein. Hannover 96 ist ein dankbarer Gegner.

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          Neben den meist dürftigen Leistungen in den vergangenen Wochen sprachen auch allerlei Statistiken von vornherein gegen Hannover 96, jene Fußballmannschaft, die zuletzt am 20. Dezember ein Bundesligaspiel gewonnen hatte. Manager Dirk Duffner riet seinem kickenden Personal deshalb, die Statistiken „einfach zu ignorieren“.

          Diese vermeintliche Strategie haben die Profis beim 0:4 in Leverkusen nicht beherzigt, man könnte auch sagen: Sie haben den Hinweis ihres Vorgesetzten ignoriert. Die Rheinländer hatten jederzeit leichtes Spiel mit den lustlosen Hannoveranern, die keinen Widerstand leisteten. So konnten Ömer Toprak (20. Minute), Julian Brandt (40.), Kyriakos Papadopoulos (49.) und Stefan Kießling (70.) für den Favoriten einen deutlichen Sieg herausschießen.

          Während die Niedersachsen, inzwischen seit dreizehn Runden ohne Sieg, um den Klassenverbleib bangen müssen, kam Bayer auf dem Weg in die Champions League einen weiteren Schritt voran, zog an Borussia Mönchengladbach vorbei und eroberte den dritten Platz. Mit dem siebten Sieg nacheinander stellte die Mannschaft einen Vereinsrekord ein. Auch das 14. Zu-Null-Spiel innerhalb einer Saison bedeutete die Einstellung einer Klub-Bestmarke.

          Klare Verhältnisse ohne großen Glanz

          Die Leverkusener brauchten keinen spielerischen Glanz zu verbreiten, um schon im ersten Durchgang eindeutige Verhältnisse zu schaffen. Anfangs ging die meiste Gefahr von Eckbällen und Freistößen aus, die Hakan Calhanoglu serienweise in Richtung des gegnerischen Tores plazierte. Auch der Führungstreffer fiel im Standardformat. Im Anschluss an einen der vielen Eckstöße sahen sich zwei Abwehrspieler außerstande, den Leverkusener Innenverteidiger Toprak am Kopfball zu hindern. Ron-Robert Zieler wirkte im Tor der Sechsundneunziger wie angewurzelt und schaute tatenlos zu, wie die Kugel im Netz landete.

          Mit der Führung im Rücken fiel es der Heimelf noch leichter, das Geschehen zu kontrollieren. Fünf Minuten vor der Pause gelang es Leverkusen sogar, einen Treffer herauszuspielen. Brandt nutzte Kießlings Vorlage und seine eigene exzellente Technik, um den Ball ins lange Eck zu befördern. Hannover unternahm so gut wie nichts, was Bayer hätte in Bedrängnis bringen können. Im Gegenteil: Indem die Niedersachsen eine Fülle von Freistößen und Eckbällen verursachten, ermöglichten sie es dem Gegner, ohne großen Aufwand zu Chancen zu kommen. Allein Verteidiger Papadopoulos boten sich bei Standards im ersten Durchgang drei Tormöglichkeiten.

          Kurz nach dem Seitenwechsel holte der Grieche das Versäumte nach und nutzte nach Kießlings Lattenschuss den Abpraller zum 3:0. Hannover hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst aufgegeben. Der Abstiegskandidat, bemitleidenswert harmlos, trat so auf, als wäre die Mannschaft die ganze Zeit über von der festen Überzeugung getragen gewesen, Leverkusen sei nicht das geeignete Terrain, um dort Punkte für den Klassenverbleib zu holen. Beim vierten Gegentor zeigten die Hannoveraner nochmals eindrucksvoll, wie gering an diesem Nachmittag ihre Bereitschaft war, sich gegen Leverkusen und gegen den Abstieg zu wehren.

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