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4:0 gegen Gladbach : Bremer Spaßfußball

  • -Aktualisiert am

Überforderte Gladbacher: Alvaro Dominguez und sein Team kassieren in Bremen eine 0:4-Pleite Bild: dpa

Werder Bremen besiegt im Samstagabendspiel der Fußball-Bundesliga Borussia Mönchengladbach mit 4:0. Während die Bremer durch feine Spielzüge phasenweise begeistern, sucht Gladbach weiter nach der Form der Vorsaison.

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          Die größten Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit sind erstmal verscheucht. Nach der schwachen Partie der Bremer beim 1:3 in Augsburg vor zwei Wochen hatte Werder ein paar ungemütliche Tage zu überstehen. Der Zauber der ersten Saisonspiele war verflogen, stattdessen stellte sich mancher die Frage, ob das junge, runderneuerte Werder vielleicht doch wieder im Abstiegskampf versinken würde wie im Vorjahr.

          Die Antwort nach den Eindrücken vom Samstagabend muss lauten: der SV Werder kann ein Aspirant für die Europa League sein, wenn er so überzeugend spielt wie beim 4:0 gegen Borussia  Mönchengladbach. Es gab etliche begeisternde Spielzüge; vor allem Eljero Elia, Aaron Hunt und Marko Arnautovic vermittelten an diesem Abend Freude am Fußball. Spielfreudig und kampfstark trat Trainer Thomas Schaafs Team vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion auf und kam dank der Treffer von Nils Petersen in der 37. Minute, Arnautovic in der 45. Minute, Niklas Füllkrug in der 76. Minute sowie Zlatko Junuzovic zum verdienten dritten Saisonsieg.

          Gladbach stand lange gut in der Abwehr, ohne selbst viele große Chancen herauszuarbeiten. Nach den beiden  Gegentreffern im ersten Durchgang berappelte sich Trainer Lucien Favres Team und bestimmte in der zweiten Halbzeit das Spiel. Doch Werder blieb bei Kontern gefährlich und passte dieses Mal auch hinten besser auf als zuletzt. Gladbach ist schon am Donnerstag wieder im Einsatz, wenn es am dritten Europa League-Spieltag gegen Olympique Marseille geht. Zunächst entsprach das Spielniveau ziemlich genau dem Tabellenstand beider Teams: Mittelfeld-Duell. Havard Nordtveits Schuss an die Bremer Latte in der  28. Minute schien Werder zu wecken. Die Mannschaft traute sich nun, mutiger nach vorn zu spielen und hatte nach Kevin De Bruynes Eckball Glück, dass der Gladbacher Torwart Marc-André Ter Stegen sich verschätzte und Nils Petersen am langen Pfosten an den Ball kam und sein zweites Saisontor erzielte (37. Minute).

          Feiner Lupfer über Ter Stegen

          Danach war Bremen richtig gut drin in der Partie und kam kurz vor dem Halbzeitpfiff nach Aaron Hunts Traumpass in Arnautovics Lauf durch dessen  feinen Lupfer über Ter Stegen hinweg zum 2:0. Nach der Pause entwickelte sich ein flottes Spiel, weil Gladbach anrannte und Werder konterte. Spannend blieb es, denn die Bremer verpassten einige Male das beruhigende dritte Tor, und Favre brachte in Mike Hanke den nächsten Offensivspieler. Der eingetauschte Füllkrug sorgte dann nach schöner Vorarbeit des starken Arnautovic für das 3:0. Zlatko Junuzovic erhöhte kurz vor Schluss auf 4:0.

          Hier geblieben: Bremens Lukimya versucht zur Not auf allen Vieren an den Ball zu kommen Bilderstrecke
          Hier geblieben: Bremens Lukimya versucht zur Not auf allen Vieren an den Ball zu kommen :

          Werder Bremen - Bor. Mönchengladbach 4:0 (2:0)

          Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Lukimya, Sokratis, Schmitz - Junuzovic - de Bruyne, Hunt (82. Bargfrede) - Arnautovic (84. Ekici), Petersen, Elia (74. Füllkrug)
          Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Daems - Marx, Nordtveit - Rupp (46. Herrmann), Xhaka (62. Hrgota), Arango (74. Hanke) - de Jong
          Schiedsrichter: Perl (Pullach)
          Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Petersen (37.), 2:0 Arnautovic (45.), 3:0 Füllkrug (76.), 4:0 Junuzovic (86.)
          Gelbe Karten: de Bruyne (1) / Jantschke (2), Nordtveit (2)

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