https://www.faz.net/-gtm-7w3ff

4:0 für Bayern München : Müller macht die Eintracht klein

  • -Aktualisiert am

Eine Fußspitze voran: Thomas Müller bekommen die Frankfurter nicht zu fassen Bild: dpa

Eine Nummer zu groß: beim lockeren 4:0 der Münchner Bayern in Frankfurt trifft Weltmeister Müller dreimal. Schaafs Team wehrt sich lange, rutscht dann aber weiter ab.

          2 Min.

          Auch an Tagen, an denen sie ihre Fähigkeiten nicht richtig ausspielen, sind die Bayern zu stark für die Konkurrenz aus dem mittleren Marktsegment der Bundesliga. Eine gute Stunde mühte sich der Rekordmeister gegen die Frankfurter Eintracht, bis dahin stand es nur 1:0 durch ein Tor von Thomas Müller. (22. Minute). Nach vier Pflichtspielniederlagen nacheinander hatten die Frankfurter ihr Herz in die Hand genommen und ärgerten ihren Gegner mit ihrer aggressiven Spielweise.

          Nach dem Champions-League-Wochenende und vor der Länderspielwoche wirkten die Bayern nicht ganz konzentriert, nahmen aber irgendwann den Kampf an, den 51.500 Zuschauer in der WM-Arena stimmungsvoll begleiteten. Und als die Beine der Frankfurter schwerer wurden, ihre Konzentration nachließ, schlugen die Bayern zu. Müller ließ in der 64. und 67. Minute zwei Treffer folgen, Shaquiri erhöhte in der 86. Minute zum ungefährdeten 4:0-Sieg.

          Es müllert in Frankfurt: Thomas Müller allein macht den Unterschied Bilderstrecke

          Mit seinen drei Toren holte er in der Münchner Offensiv-Rangliste kräftig auf, er hat nun wie Götze sechs Bundesligatore auf dem Konto - eines mehr als Lewandowski.

          Was wäre gewesen, wenn Thomas Müller nach 20 Sekunden den Ball einfach ins Tor geschossen hätte, anstatt ihn zu Robert Lewandowski weiterspielen zu wollen, was ihm misslang? Hätten die Bayern dann die Eintracht einfach aus ihrem Stadion geschossen? Der Beweis ist nicht anzutreten. So jedenfalls gab der Rekordmeister den Frankfurtern ohne die Belastung eines Rückstandes die Gelegenheit, gegen ihren Negativtrend und die damit verbundenen Selbstzweifel anzukämpfen.

          20 Minuten lang machte das die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf sehr gut. Mit einer kollektiven Vorneweg-Verteidigung hielten die Eintracht-Profis ihre Gegner meist weit weg vom eigenen Strafraum. Unterstützt von ihrer Vierer-Abwehrkette, die sich oft schon tief im Mittelfeld postierte und somit Abseitsstellungen der Bayern provozierte. Mit ihrem aggressiven Nachlaufspiel schafften es die Frankfurter, den Bayern-Kombinationsfluss zu unterbrechen, bevor er überhaupt begann. Nicht schön anzusehen, aber effektiv.

          Doch die Bayern besitzen eine so große Klasse, dass sie nur eine einzige brillante Aktion benötigen, um den ganzen Aufwand des Gegners der Vergeblichkeit preiszugeben. In der 22. Minute setzte sich Ribery gegen zwei Frankfurter am linken Flügel durch. Seine präzise Hereingabe nutzte Müller aus kurzer Distanz zum 1:0 für den Favoriten.

          Mit dem Rückstand ging den Frankfurtern erst Mal ein Teil ihrer Überzeugung und Zuversicht verloren. Es dauerte bis zur 40. Minute, dass Meiers Schuss in die Wolken, den er nach einer Minute abgefeuert hatte, eine zweite Bedrohung des Bayern-Tores folgte. Aber Seferovics Hereingabe fand im Fünfmeterraum keinen Mitspieler, sondern Boatengs Fuß.

          Doch diese Szene wirkte als Mutmacher für die Frankfurter bis in die zweite Halbzeit hinein. Die Eintracht schaffte es in dieser Phase, sich ein paar Mal in der Bayern-Spielhälfte festzusetzen und die Gegner zu Abwehr-Reaktionen zu nötigen. Am nächsten kam sie einem Treffer, als Meier den Ball dem Münchner Verteidiger Bernat an die Hand köpfte. Aber Schiedsrichter Meyer erkannte nicht auf Elfmeter.

          Nach einer Stunde forderte die immense Laufarbeit bei den Frankfurtern ihren Tribut. Sofort nutzten die Bayern den Raum. Als Lahm unbedrängt durch das Mittelfeld laufen und Ribery anspielen konnte, war die Ordnung erstmals völlig dahin. Des Franzosen Abspiel verwandelte Müller eiskalt. Die Eintracht sackte in sich zusammen. Nur drei Minuten später versetzte Müller den Frankfurtern den K.o.-Schlag, die Eintracht hatte nach einem gegnerischen Einwurf nicht mehr schnell genug reagieren können. Shaqiris 4:0 bildete dann der Schlusspunkt.

          Einen weiteren Höhepunkt hatte Torwart Manuel Neuer in der 73. Minute bereitet. Einen Rückpass spielte er mit der Hacke zu einem Feldspieler-Kollegen weiter. So viel Eleganz am Ball hatte kein Frankfurter zu bieten.

          Weitere Themen

          Die Eintracht begeistert wieder

          3:0 gegen Leverkusen : Die Eintracht begeistert wieder

          In einer mitreißenden Partie bezwingen die Frankfurter Leverkusen 3:0. Die Tore erzielen Paciencia und Dost. Rönnow hält den Sieg fest. Bayer verpasst die Tabellenführung.

          DEG und Adler überzeugen in DEL

          Eishockey : DEG und Adler überzeugen in DEL

          Die Düsseldorfer EG setzt ihre imponierende Erfolgsserie in der Deutschen Eishockey Liga fort. Auch die Adler Mannheim trumpfen auf. Dagegen gehen die Fischtown Pinguins baden.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson steht beim EU-Gipfel in Brüssel im Zentrum.

          Europäische Union : Britisches Parlament stimmt über Brexit-Vertrag ab

          Stimmt das britische Unterhaus heute für den Vertrag, den Premierminister Boris Johnson mit der EU ausgehandelt hat, wird Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union austreten. EU-Kommissar Günther Oettinger schließt weitere Verhandlungen aus, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.