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4:0 gegen Mainz : Hoffenheimer Werbung in eigener Sache

Gut gebrüllt: Hoffenheim und Terrazzino (Mitte) besiegen Mainz. Bild: EPA

In Sinsheim bleiben wieder viele Plätze frei. Dabei bietet die TSG ihren Fans in dieser Saison einiges. Beim 4:0-Sieg der Hoffenheimer trifft ein früherer Mainzer doppelt.

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          Julian Nagelsmann hat sich unter der Woche bemüßigt gesehen, die Menschen der sich so gerne als Metropolregion Rhein-Neckar bezeichnenden Gegend um Hoffenheim direkt anzusprechen. „Die Mannschaft und das Trainerteam würden sich sehr freuen, wenn die Hütte mal voll wäre“, sagte der 29 Jahre alte Trainer der TSG Hoffenheim.

          Seine Mannschaft habe schließlich durch die Entwicklung vom Abstiegskandidaten zum Europapokalanwärter genug Werbung in eigener Sache betrieben. Beim 4:0 gegen Mainz 05 nach Toren von Mark Uth (5. Minute), Marco Terrazzino (80.) und Adam Szalai (86./90+1.) waren jedoch abermals viele Plätze im 30.000 Zuschauer fassenden Stadion frei. Die Besucher die gekommen waren, sahen wie so oft in Sinsheim ein ansehnliches, kultiviertes Fußballspiel gänzlich ohne Nickligkeiten, zu dem beide Teams mit gepflegtem Passspiel und zahlreichen Torgelegenheiten beitrugen.

          Jhon Córdoba spielte für die Mainzer nach seiner Rotsperre wieder von Beginn an. Die ersten Minuten gehörten aber einem Stürmer auf der anderen Seite. Bilderstrecke

          In der ersten Szene des Spiels bewies Jhon Córdoba seine Bedeutung fürs Mainzer Offensivspiel, was den Rheinhessen während seiner Drei-Spiele-Sperre zuletzt so arg abging: Der Kolumbianer setzte sich gegen den alles andere als schmächtigen Niklas Süle mit einem kräftigen Körperkontakt durch und besaß dann freie Schussbahn. Er verfehlte das von Oliver Baumann gehütete Hoffenheimer Tor allerdings klar. Die auf der einen Seite mangelnde Abschlussgenauigkeit besaß nur eine Minute später auf der anderen Mark Uth: In Abwesenheit des gesperrten TSG-Torjägers Sandro Wagner sprang er in die Bresche und schloss nach mustergültigem Pass von Kapitän Sebastian Rudy mit einem plazierten Schuss ins Eck ab.

          Bei den Mainzern ließ Trainer Martin Schmidt seinen prominenten Neuzugang Bojan Krkic, mit Barcelona zweimal Gewinner der Champions League, überraschend bis zur 75. Minute auf der Bank. Der Spanier konnte dann keinen Einfluss mehr aufs Spiel nehmen, stattdessen entschied Terrazzino die Partie, als er nach einem Freistoß von Kerem Demirbay den Lattenabpraller im Nachsetzen mit dem Kopf über die Linie drückte. Der wie Terrazzino spät eingewechselte Szalai, ehedem drei Jahre Goalgetter in Mainz, durfte sich zum Schluss noch über zwei Treffer gegen seinen ehemaligen Klub freuen.

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