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Bundesliga-Titelrennen : Deutsche glauben kaum noch an FC Bayern

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Wird das noch was für Thomas Müller und den FC Bayern mit dem Meistertitel? Bild: dpa

Die Bundesliga-Klubs beginnen nach dem Jahreswechsel mit der Vorbereitung. Dem Meister aus München wird nicht mehr so viel zugetraut. Kuriose Probleme beim Weg ins Trainingslager hat Hannover.

          Leistungstests, erste Trainingseinheiten, Abflug ins Trainingslager – die Fußball-Bundesliga legt wieder los. Gleich acht Klubs haben am Donnerstag die Arbeit aufgenommen. An diesem Freitag startet der FC Bayern direkt nach Doha in Qatar und Bayer Leverkusen die Vorbereitung unter seinem neuen Trainer Peter Bosz. Auch wenn jeder Verein erstmal seine eigene Sorgen und Hoffnungen hat, eine Frage beschäftigt doch alle: Fangen die Münchner noch Herbstmeister Borussia Dortmund ab? Nur knapp ein Drittel der Deutschen glaubt noch an den Meistertitel für den deutschen Rekordchampion.

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          In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur trauen nur 32 Prozent der Befragten dem Titelverteidiger zu, den Sechs-Punkte-Rückstand auf den BVB aufzuholen. 36 Prozent sind dagegen nicht vom abermaligen Triumph der Münchner überzeugt, der Rest wollte sich kein Urteil erlauben. Der FC Bayern hatte zuletzt sechs Mal in Serie die Meisterschaft gewonnen, enttäuschte aber öfter in der Hinrunde und lag zwischenzeitlich sogar neun Punkte hinter den Dortmundern. Am 18. Januar eröffnet die Mannschaft von Niko Kovac mit dem Freitagsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim die Rückrunde.

          In Dortmund standen bei Kapitän Marco Reus und Co. erstmal Laktat- und andere Tests an, bevor es nach Marbella geht. Die wichtigste Frage wird sein: Kann das Team von Chefcoach Lucien Favre den kräftezehrenden und dennoch kontrollierten Hurra-Fußball beibehalten?

          Die Kellerkinder von Hannover 96 beschäftigen da ganz andere Dinge. Nach einer verkorksten Hinrunde ging es für den Tabellenvorletzten am Donnerstag mit deutlicher Verspätung ins Trainingslager nach Marbella. Der Abflug war für 7.00 Uhr am Morgen geplant, wegen eines „Fehlers am Bremssystem“ des Flugzeugs wurde daraus jedoch nichts. Noch im Laufe des Vormittags wurden die Niedersachsen auf einen Flug über München umgebucht, der einen rund vierstündigen Aufenthalt am dortigen Flughafen beinhaltete. Die geplante Ankunft in Málaga sollte sich damit um rund sechs Stunden verzögern. Dabei hatte André Breitenreiter die erste Übungseinheit bereits am 28. Dezember angesetzt. Verzögerungen im Betriebsablauf kann der umstrittene Trainer nicht gebrauchen, da sich sowieso alle fragen: Bekommt der 45-Jährige noch die Biege beim Abstiegskandidaten?

          Derweil ist Werder Bremen planmäßig in Südafrika angekommen. In Stuttgart beschäftigt Fans und Experten: Wie kriegt der VfB die Kurve? Markus Weinzierl reist ohne Weltmeister Benjamin Pavard (Muskelbündelriss im Oberschenkel) nach La Manga in Spanien, will und muss die Zeit dort aber unbedingt nutzen: In den zehn Spielen unter dem neuen Chefcoach kassierten die Schwaben sieben Niederlagen und zeigten dabei auch deutlich, dass sie körperliche Defizite aufholen müssen. Mit Alexander Esswein (Hertha BSC) ist der erste Neue da, weitere Zugänge sollen im Abstiegskampf helfen.

          Mit der Last von nur elf Punkten startete das Schlusslicht 1. FC Nürnberg in die Vorbereitung und ins zweite Halbjahr. „Wir müssen große Mühen und Anstrengungen aufwenden, um in der Rückrunde verlorenen Boden wieder gut zu machen“, sagte Sportvorstand Andreas Bornemann bei der Jahresabschluss-Pressekonferenz. „Wir fangen doch jetzt nicht an zu kapitulieren. Das wird das Letzte sein, was wir tun werden.“

          Wesentlich entspannter begann das Fußball-Jahr für Fortuna Düsseldorf: Mit neun Punkten aus den abschließenden drei Hinrundenbegegnungen hatte beim Aufsteiger kaum jemand gerechnet. Und der 65-jährige Trainer-Routinier Friedhelm Funkel lässt sich ohnehin selten aus der Ruhe bringen. Ziemlich beruhigt hat auch der VfL Wolfsburg die Vorbereitung begonnen, nachdem das Team von Bruno Labbadia weitgehend unbemerkt auf Platz fünf vorgedrungen ist. In den vergangenen Jahren hatte der VW-Club in der Winterpause oft noch groß eingekauft, dieses Mal ist das nicht vorgesehen.

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