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3:2 in Wolfsburg : Kluges Entscheidung hilft Nürnberg

  • -Aktualisiert am

Nürnberg steht Kopf: 3:2 bei Meister Wolfsburg Bild: dpa

Paukenschlag beim Meister: In der Nachspielzeit trifft der Nürnberger Peer Kluge zum verdienten 3:2-Sieg beim VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen machen nur durch Treffer von Ashkan Dejagah und Grafite auf sich aufmerksam.

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          In der Nachspielzeit hat Peer Kluge dem 1. FC Nürnberg den ersten Auswärtssieg der Saison beschert. Er nutzte einen Konter zum 3:2-Sieg des Aufsteigers beim deutschen Meister VfL Wolfsburg. Es war ein verdienter Sieg für die Nürnberger, die mutig nach vorn spielten und die bessere Spielanlage besaßen als der VfL. Bunjaku hatte den „Club“ zweimal in Führung geschossen. Für den VfL trafen in diesem schnellen, intensiven und jederzeit ansehnlichen Spiel Dejagah und Grafite. Dem VfL misslang es, nach dem Sieg in Hoffenheim gen Spitze durchzustarten.

          Chancen über Chancen hatte der „Club“ schon in den ersten 45 Minuten. Christian Eigler hätte sich zum Helden von Wolfsburg schießen können: der Nürnberger Stürmer wirkte in jeder Szene frischer als sein jeweiliger Gegenspieler beim VfL, war dann aber entweder zu hektisch oder im Pech - keine seiner großen Möglichkeiten in der 15., 19. und 22. Minute endete in einem Torerfolg

          Vor allem die Chance nach feiner Vorarbeit über Kluge und Gygax nach einer Viertelstunde hätte Eigler verwerten und den FCN in Führung schießen müssen. Das wäre vollauf verdient gewesen, denn Kluge, Gygax und der schnelle und selbstbewusste Albert Bunjaku spielten Katz und Maus mit der behäbigen Verteidigung des deutschen Meisters.

          Grafite trifft um 2:2-Ausgleich, am Ende jubelt der „Club”
          Grafite trifft um 2:2-Ausgleich, am Ende jubelt der „Club” : Bild: ddp

          Katz-und-Maus-Spiel mit den Wolfsburgern

          Allein, das Tor fehlte, weil auch Bunjakus Kopfbälle in der 9. und 14. Minute entweder vorbeigingen oder von Benaglio im Wolfsburger Tor gehalten wurden. Wann war eine Gastmannschaft zuletzt so überlegen in der VfL-Arena? Der „Club“ ist bekannt dafür, viele, viele Chancen zu benötigen, um zum Tor zu kommen.

          Vom VfL kann man das eigentlich nicht sagen, aber als sei Vehs Mannschaft vom Nürnberger Virus angesteckt, machte sich Edin Dzeko Mitte der zweiten Halbzeit daran, es Eigler nachzutun - in der 23., 24. und 30. Minute vergab Dzeko Chancen, die er in der Vorsaison alle verwandelt hätte. Vor allem der Volleyschuss nach der herrlichen Kombination über Misimovic und Gentner nach einer halben Stunde landete überraschenderweise nicht im Nürnberger Tor.

          So viele Möglichkeiten für den Gegner, keine Tore für den VfL - zur Halbzeit gab es Pfiffe. Für den neutralen Betrachter war es eine sehr interessante Spielhälfte. Und genauso ging es weiter. Wolfsburg schenkte Nürnberg Raum und Zeit, um gepflegten Fußball zu zeigen - die Belohnung in Form des Führungstreffers ließ nicht lange auf sich warten: Kluges Heber nahm Bunjaku auf und traf überlegt zum 1:0 für den „Club“ (56.).

          Nürnberg nach dem Ausgleich unbeeindruckt

          Überraschend kam Wolfsburg drei Minuten später zum Ausgleich, als der eingewechselte Dejagah den Querpass Dzekos verwertete. Nürnberg blieb aber unbeeindruckt und spielte weiter mutig nach vorn. Der abermalige Lohn für eine gute Leistung war Bunjakus zweiter Treffer (Saisontor Nummer sechs) - er kam vor Madlung an den Ball und traf per Kopf zum 2:1 (64.).

          Wolfsburg rannte nun an und schaffte durch Grafites Elfmeter (Judt war Dejagah in die Hacken gelaufen) den Ausgleich (79.) Doch nach einem Eckball, als alle Wolfsburger aufgerückt waren, kam der Ball zu Kluge, der im Strafraum die Nerven behielt und zum 3:2 traf. „Es ist sehr ärgerlich, dass wir so viele Chancen zugelassen haben und dann auch noch in einen dummen Konter laufen“, sagte Wolfsburgs Trainer Armin Veh. Sein Nürnberger Kollege Michael Oenning sagte: „Angesichts der Chancen auf beiden Seiten hätte die Begegnung wahrscheinlich keinen Sieger verdient gehabt.“

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