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3:2 in Augsburg : Borussia Dortmund zurück in der Spur

Bissig: Marco Reus erzielte die Führung Bild: AFP

Angeführt von Marco Reus demonstriert Borussia Dortmund beim FC Augsburg große fußballerische Klasse, gewinnt aber wegen schwacher Chancenverwertung nur knapp mit 3:2.

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          Erst der zweite Spieltag, und schon schwebte das hässliche Szenario eines Fehlstarts über den Dortmunder Ambitionen in der Bundesliga. Das aber hat die Borussia schnell wieder vertrieben – nach dem 3:2-Auswärtssieg in Augsburg ist der formverbesserte BVB zwar wieder zurück in der Spur, brachte sich nach einer lange überlegen geführten Partie trotz einer 3:0-Führung am Ende aber noch in einige Schwierigkeiten.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Eine kleine Chance hatte Markus Weinzierl vor der Partie ausgemacht. „Die Borussia ist noch nicht eingespielt“, hatte der Augsburger Trainer gesagt – aber wenn sich darauf die Hoffnungen auf eine Überraschung gründeten, waren sie schon vor dem Anpfiff dahin. Offenbar hatte Jürgen Klopp das nämlich nach der 0:2-Heimniederlage zum Auftakt gegen Bayer Leverkusen genauso gesehen und hatte all seine Neuzugänge auf die Bank gesetzt.

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          Der Blick darauf machte deutlich, wie groß die Dortmunder Variationsmöglichkeiten in dieser Saison sind. Trotz der verletzt fehlenden Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Ilkay Gündogan, Nuri Sahin und Jakub Blaszczykowsi saß dort immer noch eine illustre Gesellschaft. Neben den deutschen Nationalspielern Sven Bender und Matthias Ginter durften auch der italienische Auswahlspieler Ciro Immobile und der kolumbianische WM-Fahrer Ramos dort Platz nehmen.

          Kagawa vor der Rückkehr zum BVB

          Und allem Anschein nach wird der Konkurrenzkampf weiter zunehmen – bis Montag soll ein weiterer Spieler verpflichtet werden, der vermutlich nicht viel Eingewöhnungszeit benötigen würde. Die Borussia soll sich einig mit dem früheren Publikumsliebling Shinji Kagawa und dessen Verein Manchester United über eine Rückkehr des japanischen Nationalspielers sein, der mit dem BVB zweimal deutscher Meister geworden war, danach aber in seinen zwei Jahren in England nie so recht glücklich wurde.

          Das Umschaltspiel war damals die große Stärke der Westfalen gewesen, und dass sie das immer noch beherrschen, sollte sich schnell zeigen. Als Mchitarjan nach zwölf Minuten den Ball im Mittelfeld erkämpfte, war alles ziemlich fix gegangen – zu fix für die Augsburger Abwehr, die den folgenden Doppelpass von Reus und Großkreutz staunend betrachtete und danach keine Möglichkeit mehr hatte, das Dortmunder Führungstor durch Reus zu verhindern.

          Wie vor einer Woche in Hoffenheim, als der FC Augsburg innerhalb von knapp drei Minuten beide Gegentreffer beim 0:2 hatte hinnehmen müssen, kam auch diesmal ein Unglück nicht alleine, blieb es nicht bei diesem einen Patzer. Nur knapp zwei Minuten später nutzte BVB-Innenverteidiger Sokratis bei einem Eckball von Reus die ihm eigene Dynamik und ließ sich durch nichts und niemanden bei seinem Kopfball zum 0:2 aufhalten.

          Großartig stören konnte der FC Augsburg die Dortmunder Kombinationen in der Folge nicht mehr, doch als das dritte Gegentor nur noch eine Frage der Zeit schien, wäre beinahe der Anschlusstreffer gefallen, Feulner hatte eine Lücke in Dortmunds Abwehr gefunden und geschickt zu Djurdjic durchgesteckt, doch der ehemalige Fürther schob den Ball nach 37 Minuten am ins BVB-Tor zurückgekehrten Roman Weidenfeller, aber auch am Gehäuse vorbei.

          An ihrer spielerischen Überlegenheit berauschten sich die Dortmunder in der zweiten Halbzeit ein wenig – zumindest ließen sie es bei ihren vielen Chancen an der nötigen Konsequenz fehlen und erhielten so die Hoffnung der emsig kämpfenden Augsburger, dem BVB mit einem Anschlusstreffer noch einmal ins Wanken zu bringen. Die vage Möglichkeit aber schien nach 78 Minuten auch dahin, als Ramos nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung zum 0:3 traf.

          Bobadilla, ebenfalls eingewechselt, verkürzte aber schnell auf 1:3 (82.), und danach wurde es hektisch. Schiedsrichter Kircher verweigerte den Dortmundern nach einem Foul an Aubameyang (89.) einen Elfmeter – im Gegenzug traf Matavz per Kopf zum 2:3 und machte eine längst entschieden geglaubte Partie in der dreiminütigen Nachspielzeit noch einmal spannend.

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