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3:2 gegen Schalke : Da wackelt die Hamburger Bude

  • -Aktualisiert am

Deutscher Meister HSV? Nein, nur nicht mehr Letzter! Bild: dpa

Hunt fasst sich ein Herz und erzielt kurz vor Schluss den Siegtreffer gegen Schalke. Damit verlässt der HSV den letzten Platz und hat wieder einmal den Relegationsrang in Sicht.

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          Ein wenig Hoffnung ist zurück im Volksparkstadion. Das beste Spiel seit Monaten brachte dem Hamburger SV den ersten Sieg seit Ende November 2017. Mit 3:2 Toren bezwang der HSV am Samstagabend den schwachen FC Schalke 04. Da jubelte der neue Trainer Christian Titz.

          Bundesliga

          Seit er da ist, wird hier wieder Fußball gespielt. Ob es zu spät ist? Es sieht ganz so aus. Doch für den Moment wurde in Hamburg mal wieder gejubelt. Als großer Sieger des Abends durfte sich Aaron Hunt fühlen – sein schönes Tor in der 84. Minute war der Siegtreffer. Schalke enttäuschte auf ganzer Linie und war ein guter Aufbaugegner.

          Es war wie vor zwei Wochen gegen die Hertha: Der HSV war die bessere Mannschaft, diejenige, die Fußball spielte, gekonnt hinten raus, unter Einbeziehung des Torwarts Julian Pollersbeck, der bei Titz Libero ist, wenn das Team den Ball hat. Es sah gut aus, die Fans applaudieren. Spielte hier der Tabellenletzte? Ja, es war der HSV, der mit einem 1:1 in die Pause ging.

          Dabei hätte der Schalker Führungstreffer annulliert werden müssen, denn Naldo nahm die Hand zu Hilfe, als er den Ball in der neunten Minute nach Caligiuris Freistoßflanke ins Tor beförderte. Als Naldo merkte, dass er mit dem Kopf nicht hinkam, schob er die Hand vor. Jeder im Stadion konnte das in der Wiederholung auf dem Smartphone sehen. Es bleibt ein Rätsel, warum sich der Videoschiedsrichter in Köln nicht einschaltete und Schiedsrichter Christian Dingert zur Überprüfung in die Video-Area beorderte.

          Hunt sorgt für Hoffnung beim HSV Bilderstrecke

          Wie auch immer: Der Tabellenzweite aus Gelsenkirchen führte, auch, weil Pollersbeck wieder einmal Probleme in der Strafraumbeherrschung hatte. Unbeeindruckt machte der HSV gegen fahrige, fehlerhafte, lasche Schalker weiter, erspielte sich Feldvorteile mit dem neuen Flachpass-Spiel und kam durch Filip Kostics fünftes Saisontor zum Ausgleich: Den langen Einwurf von Douglas Santos ließ die königsblaue Abwehr durch den ganzen Strafraum fliegen, Naldo griff nicht ein, Caligiuri ließ Kostic gewähren, und auch Ralf Fährmann im Tor sah schlecht aus (17. Minute). Der HSV hatte ausgeglichen und vergab durch Holtby und Waldschmidt in der 29. und 37. Minute große Möglichkeiten.

          Der Schalke Trainer Domenico Tedesco reagierte und brachte in Franco Di Santo und Weston McKennie frisches Personal. Breel Embolo und Max Meyer blieben in der Kabine. Es verbesserte sich zunächst wenig. Im Gegenteil: Tatsuya Ito spielte Schalke über links schwindelig, in der Mitte war Holtby gedankenschneller als Nastasic und kam erst mit der Hacke, dann mit dem Kopf an den Ball und zum 2:1 (52. Minute). Acht Minuten später vergab Waldschmidt die große Chance aufs 3:1.

          Schalke wachte auf. Guido Burgstaller schoss in der 63. Minute den Ausgleich, als die HSV-Abwehr zu unsortiert war. Der HSV machte weiter das Spiel, und Aaron Hunt gelang gegen passive Schalker aus 20 Metern das Tor zum Sieg in der 84. Minute. Da wackelte die Bude.

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