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3:2 gegen Hertha : Gladbach gewinnt endlich wieder

  • -Aktualisiert am

Mit schönen Grüßen in die Hauptstadt: Gladbachs Raffael Bild: AP

Borussia beendet seine Durststrecke. Der Brasilianer Raffael führt die Gladbacher gegen seinen früheren Klub Hertha BSC Berlin nach drei Niederlagen in Serie zu einem verdienten 3:2-Erfolg.

          2 Min.

          War es nach drei Niederlagen in Serie angebracht, bei Borussia Mönchengladbach von einer Krise zu sprechen? Christoph Kramer, der Fußball-Weltmeister unter den aktiven Borussen, gab eine klare Antwort: Nein. „Wenn ich die Tabelle sehe, fällt es mir schwer, von Krise zu sprechen“, sagte der Mittelfeldspieler vor der Partie gegen Hertha BSC Berlin.

          Beim 3:2 gegen Berlin wussten die Gladbacher zwar nur phasenweise zu überzeugen, doch die Tore von Tony Jantschke (9. Minute), Raffael (53.) und Thorgan Hazard (83.) reichten, um die Niederlagenserie zu beenden und die Position in der Spitzengruppe zu festigen. Julian Schieber hatte für Hertha zwischendurch ausgeglichen (45.). Das Elfmetertor von Kalou in der Nachspielzeit kam zu spät, um Gladbach noch in Bedrängnis zu bringen.

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          Endlich wieder was zum Feiern: Gladbach beendet seine Durststrecke :

          Nach zuletzt schwächeren Leistungen hatte Lucien Favre seine Spieler dazu aufgefordert, nach den Stärken zu suchen, die ihnen zuletzt abhanden gekommen waren. „Wir müssen die letzten fünfzehn Prozent finden, die uns momentan fehlen“, sagte der Gladbacher Trainer.

          Zunächst sah es so, als sollten die in weiß gewandeten Profis der Borussia rasch fündig werden. Sie übernahmen sofort die Initiative und gingen früh in Führung. Mittelfeldspieler Hazard einer von drei Neuen in Favres stets rotierender Elf, schickte einen Freistoß aus dem Mittelfeld vertikal in den Berliner Strafraum und fand dort in Jantschke einen dankbaren Abnehmer. Der Innenverteidiger, der den weiterhin verletzten Stranzl als Kapitän vertrat, köpfte die Kugel beinahe unbehelligt ins Tor. Gladbach schien den Gegner im Griff zu haben, arbeitete aber nicht zielstrebig genug darauf hin, den Vorsprung zeitig auszubauen. Vor der Pause bot sich den Borussen nur noch eine (Doppel-)Chance: Erst wehrte Hertha-Torhüter Thomas Kraft einen wuchtigen Schuss von Raffael ab, dann parierte er auch den Nachschuss von Max Kruse. Die Berliner kamen vorübergehend ein wenig besser ins Spiel, blieben aber harmlos – bis sie unmittelbar vor der Pause plötzlich einen Treffer setzten. Schieber verwertete eine Flanke von Ben-Hatira mit dem Kopf zum Ausgleich.

          Die Borussen mussten sich also wieder auf die Suche nach den Prozenten machen, die in Favres Rechnung fehlten. Und wie im ersten Durchgang wurden sie auch nach dem Seitenwechsel früh fündig. Diesmal brauchten sie keine Standardsituation, um die Abwehr zu überwinden, das zweite Tor war das Produkt einer ansehnlichen Kombination, wie es sie in dieser Partie bis dahin kaum gegeben hatte. Von Hosogai aus den Augen gelassen, nutzte Raffael, einst Künstler im Hertha-Ensemble, die Vorlage von Alvaro Dominguez und drückte die Kugel aus kurzer Entfernung ins über die Linie. Doch wieder gelang es den Gladbachern zunächst nicht, klare Verhältnisse zu schaffen. Es fehlte ihren Angriffen an Präzision und Durchschlagskraft.

          Traore und Jantschke verpassten es zunächst, den Vorsprung auszubauen. Doch in der Schlussphase beendete der stark spielende Hazard das Zittern und sorgte dafür, dass die Mehrheit unter den 50.000 Zuschauern das Ende der Gladbacher Durststrecke bejubeln konnte. Das Anschlusstor in der Nachspielzeit änderte nichts mehr daran.

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