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3:2 gegen Dortmund : Hamburg im siebten Himmel

  • -Aktualisiert am

Hamburger Glückskinder: Trainer Fink bedankt sich beim Doppeltorschützen Son Bild: dpa

Der HSV gewinnt 3:2 und zeigt Meister Dortmund nach 31 Partien ohne Niederlage mal wieder, wie es sich anfühlt, zu verlieren. Heung Min Son trifft doppelt.

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          Solch ein Heimspieldebüt dürfte sich Rafael van der Vaart erträumt haben. Der niederländische Rückkehrer bereitete zwei Treffer beim 3:2-Sieg des Hamburger SV gegen Borussia Dortmund vor, war immer anspielbar und gab den zuletzt so verunsicherten Hamburgern Halt. Meister Dortmund blieb vor allen in der ersten Halbzeit blass, scheiterte am Ende aber vor allem am Hamburger Torwart René Adler.

          Für Dortmund war es die erste Niederlage nach 31 Spielen. Der HSV ergatterte hingegen den ersten Saisonsieg. Für die Hamburger trafen Heung Min Son (2./59.Minute) und Ivo Ilicevic (55.). Beim BVB gelangen Ivan Perisic beide Tore (46. und 60. Minute).

          Zur Pause war Jürgen Klopp in die Kabine gelaufen, als wolle er keine Sekunde der Halbzeitpause verlieren. Sicher wird der Dortmunder Trainer einiges zu sagen gehabt haben, denn seine Mannschaft bot in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung.

          Es wirkte, als wolle Dortmund die Station Hamburg inmitten all dieser englischen Wochen mit übersichtlichem Engagement hinter sich bringen. Uninspiriert und mit vielen kleinen Fehlern im Aufbauspiel traten die Dortmunder auf. Von den zuletzt formstarken Nationalspielern Marco Reus und Mario Götze war wenig zu sehen. Am auffälligsten spielte noch Moritz Leitner.

          Nicht amüsiert: Dortmunds Trainer Klopp
          Nicht amüsiert: Dortmunds Trainer Klopp : Bild: dpa

          Dabei hätte es genügend Anlass gegeben, schon gleich zu Beginn mehr Willen und Einsatz zu zeigen, als es der BVB tat, denn der HSV führte schon nach zwei Minuten 1:0. Son hatte eine genaue Flanke van der Vaarts ins Tor genickt. Schon mit diesem ersten Heimtreffer der Saison erfüllte sich ein Teil der Erwartungen, die sich an van der Vaart richten, dank seine Zuspiele sollen auch die bislang notorisch ungefährlichen HSV-Offensivspieler endlich erfolgreicher werden.

          Hamburg bekam durch die frühe Führung enormen Rückenwind, kämpfte um jeden Ball, stand auch im defensiven Mittelfeld viel besser als zuletzt. Nur ein paar wenige Dortmunder Chancen ließ das Team zu. Michael Manciennes Kopfball in Richtung des eigenen Tores wischte Torwart René Adler über die Latte (12. Minute). Nach längerer Durststrecke kam der BVB erst sieben Minuten vor der Pause zur nächsten guten Tormöglichkeit, als Adler den Schuss von Robert Lewandowski um den Pfosten drehte. Der HSV ließ sich weit in die eigene Hälfte hineindrängen, schlug manche Bälle in Bedrängnis planlos weg und verzichtete auf fußballerische Feinkost. Gegen kompliziert spielende Dortmunder genügte das vollkommen, um mit einer 1:0-Führung in die Pause zu gehen.

          Hamburger Hoffnungsbringer: Heung-Min Son
          Hamburger Hoffnungsbringer: Heung-Min Son : Bild: dpa

          Dass Perisic dann gleich nach dem Wechsel den Ausgleich erzielen würde, war nicht zu erwarten, denn er hatte kaum eine gute Aktion im ersten Durchgang gehabt. Seine abgerutschte Flanke in der 46. Minute wurde aber lang und länger, so dass Adler keine Chance hatte, an den Ball zu kommen.

          Der HSV allerdings ließ nicht nach, die Mannschaft schien zu merken, dass gegen diese Dortmunder ein Sieg möglich war. Wieder tat sich van der Vaart als Passgeber hervor, als er den Ball Ilicevic an der Grenze zum Abseits in den Lauf schob und der mit sattem Linksschuss zum 2:1 traf. Sons Traumtor vier Minuten später versetzte die Fans in der Hamburger Arena in den siebten Himmel – gegen vier schläfrige Dortmunder kam Son frei zum Schuss und drehte den Ball ins lange Eck. Im nun offenen Schlagabtausch kam Dortmund im Gegenzug durch Perisic zum 3:2 (60.). Zu mehr reichte es nicht – auch weil der HSV in ein paar Szenen Glück hatte.

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          Hamburger SV - Borussia Dortmund 3:2 (1:0)

          Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj, Arslan - Son, van der Vaart (87. Sala), Ilicevic (69. Beister) - Rudnevs (77. Berg)
          Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner, Kehl (63. Blaszczykowski) - Perisic, Götze, Reus (63. Schieber) - Lewandowski
          Schiedsrichter: Perl (Pullach)
          Zuschauer: 57 000 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Son (2.), 1:1 Perisic (46.), 2:1 Ilicevic (55.), 3:1 Son (59.), 3:2 Perisic (60.)
          Gelbe Karten: Badelj (1), van der Vaart (1) / Schmelzer (2)

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