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3:2 gegen Bremen : Hannover auf dem Weg zur besten Nordmannschaft

  • -Aktualisiert am

Treffsicherer Norweger: Mohammed Abdellaoue Bild: dpa

Hannover und Bremen liefern sich eine der aufregendsten und besten Begegnungen in dieser noch recht jungen Saison. Am Ende siegt 96 mit 3:2, weil Abdellaoue drei Tore schießt - und Arnautovic seiner Elf einen Bärendienst erweist.

          Fünf Tore, eine Rote Karte und ein verdienter Sieg für Hannover 96 in einem hitzigen und hochklassigen Nordderby über den SV Werder Bremen. 3:1 gewann der Tabellenfünfte am Sonntag über den Zweiten der Fußball-Bundesliga und kam damit seinem Ziel ein Stück näher, auch in dieser Saison wieder die beste Mannschaft aus dem Norden zu sein. Spieler des Tages war auch ein „Roter“: Mohammed Abdellaoue, der alle drei Treffer für 96 erzielte (2., 38. und 59. Minute).

          Werder, das stürmisch, aber zu oft fehlerhaft dagegenhielt, war durch Arnautovic (45.+2) und Pizarro (83.) erfolgreich. Die Bremer schafften den Ausgleich aber nicht mehr, vielleicht auch, weil ihnen Arnautovic, dem nach einem von Schiedsrichter Winkmann so bewerteten groben Foul an Pinto die Rote Karte vorgehalten wurde, einen Bärendienst erwiesen hatte (78.).

          49.000 Zuschauer in der ausverkauften Hannoveraner Arena waren jedenfalls Augenzeugen einer der aufregendsten und besten Begegnungen in dieser noch recht jungen Saison. Wohl aus dem frischen Ärger über die Niederlage ließ Werders Trainer Thomas Schaaf kein gutes Haar an seiner Mannschaft. „Wir haben heute eins ehr schlechtes Spiel gezeigt“, sagte der nach fröhlicheren Wochen mal wieder brummige Fußballlehrer, „und waren waren in keiner Phase so, wie wir uns das vorgestellt hatten.“

          Die frühe Führung: Abdellaoue trifft aus elf Metern für Hannover Bilderstrecke

          Ganz anders lautete das Fazit des Hannoveraner Trainers Mirko Slomka. „Wir sind unglaublich glücklich“, sagte er nach dem aufregenden Duell, „dass wir das Spiel gewonnen haben und auch froh, dass wir diese Woche so gut überstanden haben.“ Die Bremer hätten am Sonntag bei einem Sieg nach Punkten mit Tabellenführer Bayern München gleichziehen und dazu ihren Anspruch untermauern können, derzeit die eindeutige Nummer eins im Norden zu sein.

          Sie verfehlten beide Ziele, weil 96 mit seinem Konterfußball schlauer und auch eine Spur leidenschaftlicher agierte. Werder, in der vergangenen Spielzeit nur Dreizehnter der Fußball-Bundesliga, hatte sich von der strapaziösen Reise der Niedersachsen zum ukrainischen Europa-League-Gegner Poltawa sportliche Vorteile erhofft. Doch Mirko Slomka, der Trainer von 96, setzte drei Tage nach dem Dienstausflug gen Osten, auf rasche Regeneration seiner Profis, die zudem mit einem 2:1-Sieg von der strapaziösen Tour heimgekommen waren.

          Überraschenderweise mutete 96 meist ausgeschlafener an als die Grün-Weißen. Einen verwertbaren Beleg hierfür lieferte diese temperamentvolle Partie schon nach einer Minute und 16 Sekunden. Bargfrede hatte, kaum dass die Partie begonnen hatte, Stindl im eigenen Strafraum stümperhaft zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß nutzte Abdellaoue zum 1:0 für die „Roten“.

          Blitzartige Konterattacken von Hannover

          Ein kleiner Schock für die Bremer, die sich in der Folge vor allem im Abwehrzentrum und im defensiven Mittelfeld unsicher zeigten. Prödl dilettierte allzu oft, der erfahrene Wolf verbreitete keinerlei Abgeklärtheit, und davor verlor Bargfrede immer wieder den Überblick. So kam es, dass 96 mit seinen blitzartigen Konterattacken immer wieder Gefahr heraufbeschwor.

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