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3:2 bei Hertha : Werder siegt weiter

  • Aktualisiert am

Führung für Werder: Marin (l.) und Pizarro gratulieren Torschütze Özil Bild: AP

Werder Bremen gewinnt das vierte Pflichtspiel in Folge: Nach den Siegen in Bundes- und Europaliga musste dieses Mal Hertha BSC dran glauben. Özil, Borowski und Naldo erzielten die Tore für Bremen.

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          Werder Bremen hat sich in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Nach dem 3:2-Auswärtssieg bei Hertha BSC Berlin am Sonntagnachmittag machten die Norddeutschen einen Satz auf Platz drei der Tabelle. Özil (57. Minute), Borowski (74.) und Naldo (83.) schossen die Treffer zum verdienten Sieg in einer vor allem nach der Pause guten Bundesliga-Begegnung. Der Hertha, vorerst auf Platz 16 im Tabellenkeller, gelangen zwei letztlich wertlose Treffer durch Piszczek (77.) und Ebert (90. +1). Der Elf von Trainer Lucien Favre fehlte ein durchschlagskräftiger Stürmer. Der Verein will an diesem Montag zur Schließung der Transferliste nachbessern und einen neuen Mann vorstellen.

          Munter, aber nicht ereignisreich: So ging es in den ersten 45 Minuten vor 40.000 Zuschauern im Olympiastadion zu. Die größeren Chancen in diesem Duell auf gehobenem Durchschnittsniveau besaßen die Bremer, bei denen Nationalspieler Marko Marin seinen bisher besten Auftritt im Werder-Trikot hatte.

          Hertha in Halbzeit zwei besser

          Die Hertha erweckte zwar einen gut organisierten, aber für den Gegner nicht gerade bedrohlichen Eindruck. Daran konnte auch Gojko Kacar nichts ändern - der serbische Mittelfeldspieler, den Trainer Lucien Favre neben Artur Wichniarek im Angriff aufgeboten hatte. Eine sinnvolle Maßnahme, hatte doch Stürmer Kacar am Donnerstag mit zwei Kopfballtoren die Wende zum 3:1-Erfolg der Berliner im Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Bröndby Kopenhagen herbeigeführt und darüber hinaus die bisher einzigen Hertha-Treffer in dieser Bundesliga-Spielzeit geschossen.

          Jubeltrio: Marin, Torschütze Özil und Pizarro freuen sich über den 3:2-Auswärtssieg in Berlin

          Aufregender wurde es erst in der zweiten Hälfte, weil nun die Hertha erkennbar auf einen Treffer aus war. Doch zum einen versagte Schiedsrichter Kinhöfer den Berlinern nach dem Zusammenprall Wichniareks mit Wiese zu Recht einen Strafstoß (47.), zum anderen parierte der exzellente Bremer Schlussmann einen Gewaltschuss von Kacar (53.). Wiese, der sich später bei der Klärung eines Berliner Eckballs einen Bluterguss an der Wade zuzog, musste nach rund einer Stunde von Vander abgelöst werden. Da führte Werder schon 1:0 nach einem Konter, den Marin eingeleitet und Özil mit einem Linkschuss an Drobny vorbei cool vollendet hatte (57.).

          Der auf dem linken Flügel überaus quirlige Marin leitete auch das 2:0 für die Bremer ein. Seine Flanke konnte Drobny nur unzureichend mit dem Fuß abwehren, so dass der mitgelaufene Borowski den Ball ins Tor stocherte (74.). Piszczek konterte drei Minuten später nach Kacars Vorarbeit zum 1:2 und ließ die Hertha noch einmal hoffen. Dann aber war Naldo gegen eine konfuse Berliner Abwehr zur Stelle und stellte mit seinem Tor zum 3:1 (83.) den alten Abstand wieder her. Eberts Tor zum 2:3 in der Schlussminute verhinderte den Bremer Sieg nicht mehr.

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