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3:1 in Frankfurt : Die Bayern siegen im Stile eines Meisters

  • Aktualisiert am

Treffen wie die Weltmeister: Schweinsteiger lässt Toni hochleben Bild: ddp

So dramatisch wie in Getafe war es nicht, aber auch in Frankfurt drehte der FC Bayern ein Spiel. Köhler hatte die Eintracht in Führung gebracht, van Buyten ausgeglichen. Dann folgte der große Auftritt von Luca Toni, der die Partie für die Münchner entschied.

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          Im Stile eines Champions hat Bayern München mit einer 1B-Auswahl drei Punkte auf dem Weg zum Titel eingefahren und eine erfolgreiche Generalprobe für das DFB-Pokalfinale am Samstag gegen Borussia Dortmund gefeiert. Der Spitzenreiter kam am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga dank einer deutlichen Steigerung nach der Pause zu einem 3:1 (0:1)-Sieg bei Eintracht Frankfurt und behauptete den Zehn-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen.

          Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena brachte Benjamin Köhler die Eintracht in der 29. Minute in Führung, die Daniel van Buyten (60.) ausglich. Luca Toni (74./85.) stellte mit einem Doppelpack den Sieg sicher. „Jetzt werden wir auch deutscher Meister. Wann, ist mir ziemlich egal“, frohlockte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Er gestand ein, dass sein Team diesmal auch das Glück auf seiner Seite hatte. „Wenn man einen Lauf hat wie wir, dann gewinnt man eben auch solche Spiele.“

          Hitzfeld wirft die Rotationsmaschine an

          Frankfurts Stürmer Ioannis Amanatidis war bedient und befand: „Wir waren über 60 Minuten gegen ein europäisches Spitzenteam die bessere Mannschaft und wurden dann bestraft. Die haben uns zweimal ausgekontert und gewinnen hier völlig unverdient.“ Allerdings ließen die Bayern 45 Minuten lang jegliche Spielfreude vermissen.

          So jubelt ein kommender deutscher Meister: Die Bayern siegten 3:1 in Frankfurt

          Dies lag auch daran, dass Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld drei Tage vor dem Endspiel gegen den BVB wie erwartet die Rotationsmaschine angeworfen hatte und mit Martin Demichelis, Lukas Podolski und Philipp Lahm gleich drei Stammspielern zunächst eine Pause gönnte. Zudem fehlten der gesperrte Ze Roberto sowie die angeschlagenen Oliver Kahn, Marcell Jansen, Mark van Bommel und Miroslav Klose. Dafür konnte Mittelfeldstar Franck Ribery von Beginn an mitwirken.

          Köhler hat keine Mühe zum 1:0 einzuköpfen

          Den besseren Start in die Partie erwischten jedoch die Hausherren. Schon nach drei Minuten hatte Ioannis Amanatidis die Führung auf dem Fuß, als er den Ball an Kahn-Vertreter Michael Rensing vorbei spitzelte, Lucio den Ball aber noch von der Linie schlagen konnte. Die Münchner, die in der Anfangsphase unkonzentriert wirkten, fanden im ersten Durchgang nie ihren Rhythmus.

          Lediglich bei einem Schuss von Toni Kroos an das Außennetz (16.) und einem Versuch von Toni (18.), der an Eintracht-Torwart Markus Pröll scheiterte, versprühten die ansonsten enttäuschenden Gäste etwas Gefahr. Die spielerisch ebenfalls biederen Frankfurter agierten clever aus einer sicheren Abwehr heraus und wurden für ihren Einsatz nach einer knappen halben Stunde belohnt. Der stark agierende Rechtsverteidiger Patrick Ochs flankte an den langen Pfosten, wo Köhler per Kopf keine Mühe hatte, zum 1:0 zu vollenden.

          Wieder einmal entscheidet Toni die Partie

          Wer nun eine Reaktion der Bayern erwartet hatte, sah sich getäuscht. Pomadig und ohne Inspiration spulte der Rekordmeister sein Pensum herunter und wäre dafür Sekunden vor der Pause fast ein zweites Mal bestraft worden. Martin Fenin umkurvte Rensing, passte von der Grundlinie auf den frei stehenden Amanatidis zurück, doch der Eintracht-Kapitän setzte den Ball aus fünf Metern weit am leeren Tor vorbei.

          Erst nach dem Wechsel wachten die Bayern, bei denen Podolski als zweiter Stürmer an die Seite von Toni rückte, auf. Ribery (49.) und Christian Lell (54.) vergaben erste Möglichkeiten zum Ausgleich, den dann van Buyten per Kopf nach einem Eckball von Bastian Schweinsteiger besorgte. 60 Sekunden zuvor hatten die Gäste allerdings Glück, als Rensing einen Schuss von Geburtstagskind Fenin (21) per Fuß an die Latte lenkte, von wo der Ball ins Feld zurück sprang. Ein Tor von Amanatidis (65.) fand wegen Abseits keine Anerkennung. So entschied wieder einmal Toni die Partie.

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