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3:1 in Bremen : Neue Hoffnung für Karlsruhe

  • -Aktualisiert am

Au backe, Baumann: Werder verliert gegen den Letzten Bild: ddp

Die Hoffnung trägt beim Karlsruher SC einen Namen: Sie heißt Lars Stindl. Der 20-Jährige erzielte zwei Tore beim Auswärtssieg in Bremen. Werder war offenbar in Gedanken schon beim Uefa-Cup-Finale gegen Donezk.

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          Die Hoffnung trägt beim Karlsruher SC einen Namen: Sie heißt Lars Stindl. Man war sich beim KSC immer sicher, dass der talentierte Mittelfeldspieler einer der Wenigen ist, um den herum man in der zweiten Liga eine neue Mannschaft aufbauen kann. Der 20-Jährige ist ein feiner Techniker. Eigentlich war er vor der Saison nur als Ergänzungsspieler zum Kader gestoßen. Seit Mitte der Hinrunde gehört er aber zu den wenigen positiven Karlsruher Erscheinungen dieser Saison.

          Seit Samstag bekommt das Wort Hoffnung im Zusammenhang mit Stindl eine neue Dimension. Er erzielte zwei Tore zum 3:1-Sieg der Karlsruher bei Werder Bremen. Dadurch kann der Tabellenletzte den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga doch noch schaffen. Dank der parallelen Niederlagen von Cottbus und Bielefeld beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt. Nun lebt die Hoffnung noch mindestens eine Woche weiter - bis zum Heimspiel am letzten Spieltag gegen Hertha BSC.

          Werder in Gedanken schon beim Uefa-Cup-Finale gegen Donezk

          Eine halbe Stunde war das Spiel symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf der Karlsruher. Sie spielten gefällig, aber erschreckend harmlos. In der dritten Minute trat Lars Stindl zum ersten Mal in Erscheinung: Er konnte von Sebastian Prödl im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Beim Strafstoß scheiterte Marco Engelhardt an Tim Wiese. Die schlechte Chancenverwertung des KSC setzte sich zunächst fort, Sebastian Freis vergab nach 17 Minuten die nächste große Möglichkeit. Dann folgte aber der große Auftritt von Stindl. In der 28. Minute verwertete er per Kopf eine Flanke von Freis. In der 38. Minute traf er mit einem Schuss aus 18 Metern zum 2:0. In der zweiten Halbzeit geriet der Sieg des KSC nicht mehr in Gefahr. Iashvili erhöhte sogar auf 3:0 (54.), Almeidas Anschlusstor fiel zu spät (73.).

          Werder spielte sich zwar einige gute Chancen heraus, ging aber insbesondere in der Defensive nachlässig zu Werke. In Gedanken ist man in Bremen schon beim Mittwoch: beim Uefa-Cup-Finale gegen Donezk. Mit Blick darauf schonte Trainer Thomas Schaaf auch Özil, Fritz und Boenisch. Dazu fehlten die verletzten Mertesacker, Naldo, Pizarro, Rosenberg und Jensen. Immerhin war Diego nur eine Woche nach seinem Muskelfaserriss wieder dabei. Er war eine halbe Stunde lang der auffälligste Bremer, dann passte er sich dem phlegmatischen Spiel seiner Kollegen an. Es war ein trauriger Nachmittag für ihn. Angesichts seines bevorstehenden Wechsels zu Juventus Turin dürfte es sein letztes Spiel im Weserstadion gewesen sein. Und dann stahl ihm auch noch Lars Stindl die Show.

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