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3:1 in Augsburg : Stuttgart auf dem Weg nach Europa

  • Aktualisiert am

Winter-Neuzugang Ibisevic bejubelt sein Tor zum 3:1-Endstand für den VfB Bild: dpa

Die Stuttgarter sind die besseren Schwaben: Der VfB gewinnt auch in Augsburg. Dabei hatte das Spiel für den FCA so gut begonnen. Dann aber kommen die Gäste ins Rollen - und ihrem Ziel ein gutes Stück näher.

          Sie treffen, wie sie wollen. Die Mannschaft von VfB-Trainer Bruno Labbadia ist nach dem Sieg im „Schwaben-Derby“ bereits seit acht Spielen ungeschlagen. Für den Aufsteiger aus Bayern wird es nach der ersten Heimniederlage seit mehr als fünf Monaten im Kampf gegen den Abstieg noch einmal eng.

          Der FC Augsburg hat die Erfolgsserie des VfB Stuttgart nicht beenden können und muss weiter um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga zittern. Nando Rafael hatte den Liga-Neuling, der weiter auf dem fünfzehnten Tabellenplatz liegt, nach fünf Minuten per Foulelfmeter in Führung geschossen. Serdar Tasci (24. Minute), Martin Harnik (34.) und Vedad Ibisevic (84.) drehten die Partie zugunsten der Gäste.

          Der VfB nutzt seine Chancen

          „Das ist bitter für uns. Stuttgart hat vier Mal aufs Tor geschossen und drei Mal getroffen“, klagte FCA-Keeper Simon Jentzsch. „Das ist der große Unterschied. Wir lassen unsere Chancen liegen und Stuttgart macht sie rein.“ Die wie bei den letzten Heim-Auftritten couragiert aufspielenden Aufsteiger hatten einen starken Start erwischt. Die erste Einschusschance hatte Daniel Baier nach drei Spielminuten aus vierzehn Metern.

          Serdar Tasci hatte nach einem Eckball per Kopf den Ausgleich für den VfB erzielt

          Nur wenig später war es soweit: Nachdem VfB-Keeper Sven Ulreich Augsburgs Marcel Ndjeng im Strafraum von den Beinen geholt hatte, verwandelte Nando Rafael den Foulelfmeter sicher zur Führung der Hausherren. Von den zuletzt hoch gelobten Stuttgartern war anfangs kaum etwas zu sehen.

          Umso effektiver verwerteten die Fußballspieler mit dem roten Brustring ihre wenigen Torchancen. Erst scheiterte Tamas Hajnal zwar aus spitzem Winkel an Jentzsch (23.). Doch nach der folgenden Ecke schraubte sich Kapitän Serdar Tasci am Elfmeterpunkt hoch und köpfte gegen die unaufmerksame Abwehr der Hausherren zum Ausgleich ein.

          Mehr als nur auf Augenhöhe: Augsburg bestimmte über weite Strecken das Spielgeschehen

          Stuttgart war aufgewacht. Hinten stand der VfB sicherer, nach vorne kam das Angriffsspiel immer besser in Schwung. Vor allem der starke Spielmacher Hajnal wurde immer mehr zu einem Unruheherd für die Ausgburger Defensive. Der Ungar war es auch, der mit einem feinen Pass in die Schnittstelle der Augsburger Abwehr seinen Teamkollegen Harnik perfekt in Szene setzte. Der Österreicher war zu schnell für die Augsburger Abwehr und schoss abgebrüht zur VfB-Führung ein.

          Ibisevic sorgt für den Endstand

          Nach dem Wechsel stemmte sich Augsburg gegen die Heimpleite, wurde jedoch nicht belohnt. Ndjeng scheiterte erst mit einem Freistoß (51.) an Ulreich, dann wurde er aus kurzer Distanz erst in letzter Sekunde von VfB-Profi Christian Molinaro am Ausgleich gehindert (60.). Stuttgart machte es besser: Ibisevic sorgte kurz vor Spielende für den Endstand.

          Bilderstrecke

          FC Augsburg - VfB Stuttgart 1:3 (1:2)

          FC Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Sankoh, Langkamp, Ostrzolek (85. Werner) - Hosogai - Ndjeng (68. Callsen-Bracker), Koo, Baier, Bellinghausen - Rafael (76. Mölders)
          VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka (46. Molinaro) - Kvist, Kuzmanovic (58. Gentner) - Harnik, Hajnal (76. Cacau), Schieber - Ibisevic
          Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
          Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Rafael (5./Foulelfmeter), 1:1 Tasci (24.), 1:2 Harnik (34.), 1:3 Ibisevic (84.)
          Gelbe Karten: Amsif (1), Ostrzolek (2) / Kuzmanovic (5), Niedermeier (2), Sakai (1)

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