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3:1 gegen Wolfsburg : Stuttgarter Werbebotschaften

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Eckfahnentänzer des Abends: Daniel Didavi schießt zwei Tore für den VfB Bild: dpa

Dank einer couragierten Leistung gegen den VfL Wolfsburg verlassen die Schwaben am letzten Vorrunden-Spieltag den letzten Tabellenplatz. Übergangstrainer Kramny empfiehlt sich für Weiterbeschätigung.

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          Das letzte Heimspiel dieses Jahres sollte zur doppelten Werbebotschaft verziert werden. So hatten sie sich das beim VfB Stuttgart gewünscht, als es galt, dem letzten Tabellenplatz vorerst zu entkommen und dem Nachfolger des entlassenen Trainer-Dogmatikers Alexander Zorniger einen großen Gefallen zu tun. Ein überzeugender Sieg, so der Vorsatz der schwäbischen Profis, und aus dem Interimscoach würde der Cheftrainer Jürgen Kramny werden.

          Ein Plan, der gegen den VfL Wolfsburg, Zweiter und Pokalgewinner der vorigen Saison, vermeintlich schwer in die Tat umzusetzen war und am Ende nach einem 3:1-Erfolg vor 47.000 begeisterten Zuschauern doch mit Glanz und Gloria aufging. Nach dem rauschenden Fußballfest und Kramnys erstem Bundesligasieg als Trainer durch die Treffer von Didavi (22./47. Minute) und Kostic (31.) bei einem Gegentor von Arnold (14.) dürfte der Fußballlehrer, der zuvor die zweite Mannschaft des VfB betreut hat, vor dem Karrieresprung stehen, während seine Mannschaft auf dem Nichtabstiegsplatz 15 überwintert.

          Zur Weiterbeschäftigung empfohlen: Übergangstrainer Jürgen Kramny Bilderstrecke
          Zur Weiterbeschäftigung empfohlen: Übergangstrainer Jürgen Kramny :

          Die Schwaben waren am Samstagabend eine ganze Ecke klüger als die Niedersachsen, die den auf Konter lauernden Stuttgartern derart fahrlässig offen begegneten, dass der VfB bei Halbzeit deutlicher als 2:1 durch die Treffer von Didavi (22. Minute) und Kostic (31.) hätte führen müssen. Stuttgart wirbelte wie aufgedreht, als erst einmal der frühe Rückstand durch Arnolds Tor (14.) wettgemacht war.

          Der VfL dagegen, zurückgefallen auf Platz sechs, lief seinen hohen Ansprüchen weit hinterher. Die außer Rand und Band anmutenden Wolfsburger ließen sich ein ums andere Mal von den schwäbischen Gegenstößen durcheinander rütteln. Die personell ob einer Reihe verletzter Stammkräfte geschwächte Mannschaft von Trainer Dieter Hecking präsentierte sich 45 Minuten lang in Geberlaune. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, schien das Wolfsburger Motto am Vorabend das vierten Advents zu lauten.

          Fortsetzung folgt? Und wie! Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff fackelte der von einer Hüftverletzung genesene Didavi, dessen erster Treffer schon ein Traumtor war, nicht lange und knallte den Ball mit links ins linke obere Toreck. Mag sein, dass auch darin eine verdeckte Werbebotschaft zu erkennen war, wollen doch die Wolfsburger den dann ablösefreien VfB-Spielmacher zur nächsten Spielzeit verpflichten.

          Am Samstag war Didavi Stuttgarter durch und durch bei einem Schwabenstreich, der den Wolfsburgern sehr weh tat, auch weil sie das Spiel nach der Gelb-Roten Karte gegen den Stuttgarter Innenverteidiger Sunjic (70.) nicht mehr drehen konnten.

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