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3:1 gegen Stuttgart : Hamburger Sieg auf dem Silbertablett serviert

  • -Aktualisiert am

Hamburger Jungtalent: Jann-Fiete Arp (links), 17 Jahre, Stürmer, Torschütze Bild: dpa

Der HSV profitiert beim 3:1 über den VfB Stuttgart erst von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters und dann von einem Pannentor des Stuttgarter Torwarts.

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          Dieser Sieg wurde auf dem Silbertablett serviert. 80 Minuten spielte der Hamburger SV gegen zehn Stuttgarter. Die Überzahl und ein Fehler Ron-Robert Zielers waren die Wegmarken zu einem 3:1-Sieg, der die größte Hamburger Not lindert. Nach der Führung durch Hunt kam Stuttgart mit einem Treffer von Ginczek zum Ausgleich, ehe Kostic und Arp die Fans im Volksparkstadion zum Jubeln brachten. Nach acht Spielen ohne Sieg hat der HSV den Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt. Der personell geschwächte VfB beklagte derweil den unberechtigten Platzverweis.

          Bundesliga

          Der Bubi-Sturm sollte es richten. Fiete Arp spielte ab 15.30 Uhr mit, ebenso Tatsuya Ito. Bobby Wood, seit Monaten außer Form, und Andre Hahn, an seinem Schusspech verzweifelnd, saßen auf der Bank. Die millionenschweren Angriffs-Stars draußen, während es Arp, Jahrgang 2000, und Ito, drei Jahre älter, erzwingen sollten – beim HSV wird schon Anfang November vieles versucht, der Saison noch eine positive Wende zu geben.

          Zunächst vergab Daniel Ginczek nach drei Minuten die Stuttgarter Führung. Er lief allein auf Christian Mathenia zu; der HSV-Torwart lenkte den Ball über die Latte. Zehn Minuten später leistete sich Schiedsrichter Guido Winkmanns eine Fehlentscheidung: Stuttgarts Dzenis Burnic hatte früh eine Gelbe Karte nach einem hohen Bein gegen Arp gesehen, ehe er Aaron Hunt in einen Zweikampf verwickelte. Vielleicht war es ein Foul, vielleicht nicht. Dass der Unparteiische diese Aktion mit der „Ampelkarte“ bestrafte, war überraschend. Burnic ging geknickt duschen.

          Das Spiel war ein anderes, und dann kam noch das zweite Geschenk: Wie Zieler in der 24. Minute Hunts Freistoß ins eigene Tor lenkte, dürfte Teil aller Jahresrückblicke werden: Erst vergriffen, dann vom Pfosten und dem Schienbein ins Tor gesprungen, dieses 0:1 wird Zieler so schnell nicht vergessen.

          Danach vergaben die sonst chancenarmen HSV-Profis viele gute Möglichkeiten. Dennis Diekmeiers Handspiel im Strafraum führte (nach Videobeweis) zum Strafstoß für Stuttgart, den Ginczek (55. Minute) zum 1:1 verwandelte. Hamburg rannte aber weiter an, Diekmeier verlor nicht den Mut und flankte auf Kostics Stirn: das 2:1 in der 65. Minute. Arp setzte nach Diekmeiers Zuspiel drei Minuten später trocken den Schlusspunkt

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