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3:1 gegen Stuttgart : Dortmund gewinnt mit Ach und Krach

  • -Aktualisiert am

Dem Himmel sei Dank: Paco Alcacer nach seinem erlösenden Tor zum 2:1 Bild: AFP

Der Regentanz von Trainer Favre zeigt Wirkung: Borussia Dortmund gewinnt dank später Tore mit einiger Mühe gegen den VfB Stuttgart – und verliert doch die Tabellenführung.

          Es war eine Art Regentanz, den Lucien Favre an der Seitenlinie aufführte, als es längst aus Kübeln schüttete. Das Wetter war dem Trainer von Borussia Dortmund egal an diesem nasskalten Frühlingstag, Favre sehnte etwas anderes herbei: Tore.

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          Das junge Team des Schweizer Trainers rannte, kombinierte, dribbelte und passte, während Favre sprang, fuchtelte und hüpfte, der BVB brauchte den Videobeweis und ein Elfmetertor durch Marco Reus, um den Bann zu brechen (61. Minute). Am Ende gewannen die Dortmunder gegen den VfB Stuttgart 3:1, aber es war ein mühsamer Akt.

          Favre schien zu verzweifeln

          In den meisten Phasen der Partie brach die Mannschaft immer wieder bis auf die Grundlinie durch, aber der letzte Pass, die zündende Idee fehlte. Nach 20 Minuten deutlicher Überlegenheit lautete das Torschussverhältnis 2:3, und als es dann zum ersten mal richtig gefährlich wurde, lag nicht die Dortmunder Führung in der Luft. Nach einem schlauen Pass von Steven Zuber kam Nicolas Gonzales zum Abschluss, doch der Ball des Stuttgarter Angreifers kullerte wenige Zentimeter am Pfosten vorbei (31.).

          Favre schien zu verzweifeln, er hatte seine Mannschaft noch risikofreudiger aufgestellt unter der Woche beim 0:1 gegen Tottenham Hotspur. Mit Achraf Hakimi und Marius Wolf spielten äußerst offensive Außenverteidiger, Axel Witsel war der einzige defensive Mittelfeldspieler, davor wirbelten nur noch Angreifer. Am gefährlichsten blieben vor der Pause jedoch Fernschüsse von Jadon Sancho (37.) und Raphael Guerreiro (42.), alle anderen Aktionen blieben harmlos, glücklos, vergeblich.

          Erst mit Hilfe des Videobeweises kam die Borussia zu einem Treffer, Gonzalo Castro war Sancho im Strafraum auf den Fuß getreten, Reus verwandelte den Strafstoß zum 1:0 (61.). Dem bis dahin so glücklosen Paco Alcácer bot sich eine wunderbare Chance zum 2:0 (69.), er scheiterte aber mit einem Lupfer an VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler, und dann kam der Schock, als die Defensive mal wieder bei einem Freistoß schlief: Marc-Oliver Kempf traf nach einer Castro-Hereingabe zum 1:1 (71.).

          Aber die Dortmunder wehrten sich, und tatsächlich stocherte Alcácer in der Schlussphase doch noch den Ball zum 2:1 ins Tor (84.), bevor Christian Pulisic nach einer hübschen Kombination in der Nachspielzeit das 3:1 nachlegte. Aber die Tabellenführung ist trotzdem erstmal weg.

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