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3:1 gegen Köln : Nürnberg darf vom ruhigen Frühjahr träumen

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Ein Trio für drei Punkte: Frantz, Gündogan und Hegeler bejubeln das 2:1 Bild: dpa

Der 1. FC Nürnberg legt mit einem erfolgreichen Herbst den Grundstein für eine möglicherweise abstiegssorgenfreie Saison. Gegen Köln gerät Heckings Team kaum in Gefahr - auch weil Novakovic und Podolski im Kölner Sturm schwach bleiben.

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          Der 1. FC Köln hat im dritten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Frank Schaefer die erste Niederlage hinnehmen müssen. Der dreimalige deutsche Meister unterlag beim 1. FC Nürnberg trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 1:3 (1:2) und steckt weiter in der Abstiegszone. Der Club darf nach dem siebten Heimsieg gegen Köln in Folge mit nun 18 Punkten nach elf Spielen von einer ruhigen Saison träumen.

          Jens Hegeler hatte den 1. FCN mit seinem zweiten Saisontor früh in Führung gebracht (11.), doch Pedro Geromel glich mit seinem ersten Treffer in dieser Spielzeit aus (16.). Ilkay Gündogans viertes Saisontor brachte die Vorentscheidung zugunsten des Altmeisters (43.), ehe Julian Schieber in der 90. Minute endgültig alles klar machte. Vor 41.789 Zuschauern war Nürnberg in der ersten Hälfte die klar bessere Elf und überzeugte mit kluger Taktik und Spielkultur. Die Gäste hatten nur nach dem Ausgleich einige starke Minuten und leisteten sich ansonsten viele Ballverluste im Spielaufbau.

          Im Angriff zeigten Milivoje Novakovic und Lukas Podolski kaum das von Schaefer geforderte Laufpensum - entsprechend selten brachten sie den Club in Gefahr. Nach der Pause zog sich Nürnberg etwas zurück, Köln war jetzt zumindest ebenbürtig. Hegeler, der das Fußballspielen übrigens in Köln-Porz gelernt hat, belohnte den guten Beginn der Hausherren früh mit der Führung. Nach Zuspiel von Javier Pinola wurde Hegeler auf der halblinken Seite nicht angegriffen und konnte sich so den Ball seelenruhig zu einem wunderbaren Schlenzer in die rechte obere Torecke zurechtlegen. Für Miro Varvodic im Kölner Tor war da nichts zu halten.

          Kurze Freude: Die Kölner feiern den Ausgleich mit ihrem torschützen Geromel (2.v.l.)

          Hegeler war für Almog Cohen ins Team gerückt, spielte jedoch nicht wie zuletzt gewohnt im rechten, sondern im defensiven Mittelfeld - und dort gut. Für den FC war der frühe Rückstand indes nichts Ungewohntes: Es war bereits das sechste Gegentor in der Anfangsviertelstunde - das ist „Ligaspitze“. Und so brauchte Köln auch nicht lange, um sich davon zu erholen: Nach einer Ecke von Podolski konnte Juri Judt den Kopfball von Martin Lanig auf der Linie noch zu einer weiteren Ecke abwehren - die aber brachte das 1:1. Christian Clemens trat sie von links und Torwart Raphael Schäfer klatschte einen Kopfball von Geromel nur ab. Geromel setzte nach und drückte den Ball ins Tor.

          Nürnberg übernahm aber bald wieder das Kommando. Mehmet Ekici, Gündogan und zweimal Mike Frantz vergaben gute Möglichkeiten, ehe Gündogan nach einer Flanke von Frantz von links per Kopf zur Stelle war und für die erneute Club-Führung sorgte. Hegeler hätte fast noch vor der Pause für die Vorentscheidung gesorgt, doch Clemens kratzte seinen Schuss von der Linie. Köln kam engagierter aus der Kabine, und nach einer weiteren Podolski-Ecke war auch Novakovic erstmals gefährlich. Schäfer parierte seinen Kopfball stark. Wenige Minuten später war Schäfer bei einem Schuss von Fabrice Ehret erneut zur Stelle. Auf der anderen Seite rettete Varvodic gegen Pinola.

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