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3:1 gegen Hannover : Eintracht bleibt den Bayern auf den Fersen

  • -Aktualisiert am

Breite Brust: Der Frankfurter Adler steigt höher und höher Bild: Wonge Bergmann

Mit spektakulärem Offensiv-Fußball sichern sich die Frankfurter den sechsten Sieg im achten Spiel. Beim 3:1 gegen Hannover kombiniert die Eintracht effektiver als die 96er.

          1 Min.

          Im Duell des Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt gegen den Fünften Hannover 96 haben die Hessen durch ein 3:1 ihre Position gefestigt und bleiben den Bayern so nah auf den Fersen wie keine andere Mannschaft der Liga. Karim Matmour (5. Minute), Sebastian Jung (19.), Mohammed Abdelaoue (43.) und Alexander Meier (83.) sorgten für die Treffer in einer durch und durch unterhaltsamen Partie mit einem verdienten Sieger.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dass der Frankfurter Trainer Armin Veh ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung seiner Mannschaft hatte, zeigte sich früh, als Matmour nach einer ersten Konfusion im Strafraum der 96er per Kopf die Führung erzielte - jener Spieler also, der garantiert auf der Bank gesessen hätte, wäre die Stammkraft Olivier Occean nicht über Nacht an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt. Die Kollegen fühlten sich davon so beflügelt, dass sie dem Gegner mit hohem Tempo mächtig zu schaffen machten. Das schlug sich sehr schnell auch im Ergebnis nieder, denn der Frankfurter U-21-Nationalsieler Jung stand nach einer faszinierend flotten Kurpasskombination am Strafraum der Hannoveraner plötzlich frei auf halbrechts, nutzte dieses Privileg und traf zum 2:0.

          Anschlusstreffer vor der Pause

          Das hatte etwas von deutscher Nationalmannschaft in der ersten Halbzeit gegen Schweden, so spielstark und effektiv präsentierten sich die Frankfurter in dieser Phase. Allerdings reagierte Hannover etwas schneller als die Skandinavier unter der Woche, denn sie kamen noch vor der Pause zum Anschlusstreffer, als Abdellaoue eine flache Rechtsflanke aus kurzer Distanz ins Tor der Eintracht schob. Das war zu diesem Zeitpunkt keine Überraschung mehr, verlief das Spiel doch schon zuvor deutlich ausgeglichener als am Anfang.

          „Ich war’s“: Torschütze Sebastian Jung nach dem 2:0
          „Ich war’s“: Torschütze Sebastian Jung nach dem 2:0 : Bild: Wonge Bergmann

          Die Frankfurter blieben in der zweiten Halbzeit trotzdem in der angenehmeren Lage, denn während Hannover noch mehr die Initiative ergreifen musste, konnten sie etwas abwartender spielen. An Entschlossenheit im Offensivspiel ließen es beide Mannschaften aber so oder so nicht mangeln, was zu weiteren Chancen auf beiden Seiten sorgte - die besten davon vergaben zunächst Eintracht-Dribbler Takashi Inui (69.) und danach der Hannoveraner Didier Ya Konan. (71.), die jeweils aus kurzer Distanz am Torwart scheiterten.

          Meier machte es kurz vor dem Ende der Partie besser, er schloss einen rasanten Konter der Eintracht per Kopf zum 3:1 ab. Die beiden Teams, die schon seit längerem (Hannover) und seit dem Aufstieg im Sommer (Frankfurt) für mutigen Tempofußball stehen, blieben bis zum Schluss ihrer Linie treu - allerdings tat es die überlegene Eintracht erfolgreicher.

          Eintracht Frankfurt - Hannover 96 3:1 (2:1)

          Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Zambrano, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner (82. Lanig), Meier, Inui (73. Celozzi) - Matmour (89. Hoffer)

          Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Rausch - Stindl, da Silva Pinto (77. Pander) - Schlaudraff (30. Sobiech), Huszti - Ya Konan, Abdellaoue (64. Diouf)

          Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)

          Zuschauer: 50.500 Tore: 1:0 Matmour (5.), 2:0 Jung (18.), 2:1 Abdellaoue (43.), 3:1 Meier (83.)

          Gelbe Karten: Schwegler (3), Zambrano (3) / Diouf (1), Huszti (1), Ya Konan (2), da Silva Pinto (2)

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