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3:1 gegen Gladbach : St. Pauli nähert sich den Landungsbrücken

  • -Aktualisiert am

Sieg für Pauli: Asamoah trifft zum 2:1 Bild: dapd

Ein ganz wichtiger Sieg für St. Pauli: Im Duell der Kellerkinder halten die Hamburger Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach auf Distanz und nähert sich dem rettenden Ufer. Der Gladbacher De Camargo leitet die Niederlager mit einer Roten Karte ein.

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          Borussia Mönchengladbach ist dem Abstieg wieder etwas näher gerückt. Nach dem frühen Platzverweis gegen Igor De Camargo war der Tabellenletzte chancenlos am Millerntor und unterlag dem FC St. Pauli 1:3. Nach Gladbachs Führungstreffer durch eben jenen De Camargo drehte St. Pauli das Spiel in Überzahl und gewann durch die Treffer von Kruse, Asamoah und Lehmann. Während St. Pauli seine gute Rückrunde fortsetzt, fällt Gladbach eine Woche nach dem bitteren 2:3 gegen Stuttgart fast aussichtslos zurück - die Diskussionen um Trainer Michael Frontzeck dürften an Schärfe gewinnen.

          In der neunten Minute war es ein schwerer Fehler von Moritz Volz, der Gladbach die Führung ermöglichte. Volz vertrat auf der ungewohnten Position des linken Verteidigers den verletzten Oczipka, und in dieser Szene sah man, warum sich Rechtsfuß Volz auf der anderen Seite wohler fühlt - unbedrängt wollte er den Ball zu Torwart Kessler zurückspielen, doch der Pass geriet viel zu kurz, und der Gladbacher Wintereinkauf Hanke spielte im Strafraum zu de Camargo. De Camargo hatte keine Mühe, die Gladbacher Führung zu erzielen.

          In der 21. Minute wandelte sich Gladbachs Brasilianer mit belgischem Pass vom Helden zum Deppen: nachdem St. Paulis Lehmann ihn sehr energisch umgrätschte, wollte sich de Camargo beschweren und stand Kopf an Kopf mit Lehmann - ein Zucken de Camargos, ein theatralischer Sturz Lehmanns, der die Hände vors Gesicht hielt, und Schiedsrichter Stark hielt de Camargo die Rote Karte vor. „So ein Geschenk nehme ich dankend an“, bekannt das „Opfer“ Lehmann. „Ich wäre ja dumm, wenn ich das nicht machen würde. Klar hat er mich berührt. Ich bleibe ja nicht
          stehen, wenn wir 0:1 zurückliegen.“ Vielleicht war der Platzverweis etwas zu hart. Wie auch immer, zu zehnt versuchte der Tabellenletzte nichts mehr als den Vorsprung zu halten: das konstruktive Spiel stellte Gladbach ein.

          Rote Karte für De Camargo: St. Pauli spielt in Überzahl

          Asamoahs Qualitäten

          St. Pauli machte Druck, befand sich nur noch in Gladbachs Hälfte, doch es fehlten die zündenden Einfälle. Vor allem Regisseur Charles Takyi spielte schwach. So war es an Gerald Asamoah und Matthias Lehmann, die Hamburger anzutreiben. Mit Erfolg: Asamoahs Flanke in der 38. Minute erreichte Max Kruse, der den Ball volley ins Tor schoss.

          St. Pauli machte nach der Pause druckvoll weiter und profitierte von den Qualitäten seines Kapitäns Asamoah, als er nach schönem Doppelpass aus zwei Metern das 2:1 erzielte (53. Minute). Gladbach ergab sich und ließ nach einem Konter fünf Minuten später noch das 3:1 durch Lehmann zu. „Wir präsentieren uns derzeit in einer herausragenden Verfassung“, sagte Pauli-Trainer Holger Stanislwaski. „Ich glaube, dass wir in der Situation, in der wir uns derzeit präsentieren, nur schwer zu schlagen sind. Egal von wem.“

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