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3:1 gegen Freiburg : Szalais Doppelschlag bringt Hoffenheims Sieg

  • Aktualisiert am

Zwei Tore für die TSG: Adam Szalai Bild: dpa

Adam Szalai bewahrt 1899 Hoffenheim vor einem Saison-Fehlstart in der Fußball-Bundesliga. Mit einem Doppelschlag gegen den SC Freiburg avanciert er zum Matchwinner.

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          Adam Szalai hat die TSG 1899 Hoffenheim vor einem Saison-Fehlstart in der Fußball-Bundesliga bewahrt. Mit einem Doppelschlag in der 50. und 63. Minute avancierte der Ungar am Samstag beim 3:1 (0:1) im Baden-Derby gegen den SC Freiburg zum Matchwinner beim Champions-League-Teilnehmer, für den Andrej Kramaric (90.+4) den Schlusspunkt setzte. Dominique Heintz (36.) hatte die weiter punktlosen Gäste, bei denen Cheftrainer Christian Streich wegen akuter Rückenprobleme erneut nicht auf der Bank saß, vor 28.619 Zuschauern in Führung gebracht.

          Bundesliga

          Die Hausherren begannen forsch und bejubelten schon in der 6. Minute die vermeintliche Führung durch Leonardo Bittencourt. Doch nach Ansicht der Videobilder gab Schiedsrichter Robert Hartmann den Treffer wegen einer Abseitsstellung des Schützen nicht. Nur drei Minuten später lief Bittencourt frei durch, scheiterte aber an SC-Torwart Alexander Schwolow. Und auch Nico Schulz, der von Bundestrainer Joachim Löw ins DFB-Aufgebot für die Länderspiele in der kommenden Woche gegen Frankreich und Peru berufen wurde, verpasste mit einer Direktabnahme (24.) das 1:0.

          Die Freiburger waren nach der Auftaktpleite gegen Eintracht Frankfurt zuvorderst auf die Absicherung des eigenen Tores bedacht. Nach vorne entwickelten die Breisgauer kaum Initiative - und wenn doch, fehlte es an der nötigen Präzision. Umso überraschender fiel die Gäste-Führung. Nach einem unglücklichen Rettungsversuch von Kevin Akpoguma, der schon nach 19 Minuten den verletzten Ermin Bicakcic in der Hoffenheimer Innenverteidigung ersetzte, schob Heintz den Ball aus Nahdistanz an TSG-Schlussmann Oliver Baumann vorbei ins Netz.

          Der Treffer verunsicherte den Vorjahresdritten, der kurz vor der Pause in Kasim Adams den nächsten verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen hatte. Für den Neuzugang kam Kroatiens WM-Spieler Kramaric zu seinem Saisondebüt. In der üppigen Nachspielzeit von sechs Minuten wurde es noch einmal turbulent. Zunächst hätte Freiburg das Ergebnis auf 2:0 stellen können, doch der frei durchlaufende Florian Niederlechner scheiterte an Baumann. Auf der Gegenseite vereitelte Schwolow mit einer Riesenparade gegen einen Kopfball von Szalai den Ausgleich.

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          Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb Akpoguma angeschlagen in der Kabine, für ihn kam Havard Nordtveit. Kurz nach Wiederbeginn durfte die TSG dann aber doch das erste Mal jubeln. Nach einer weiten Flanke köpfte Lukas Höler den Ball unglücklich vor die Füße von Szalai, der nur noch einzuschieben brauchte. Die Freiburger zeigten sich von dem Missgeschick jedoch nicht beeindruckt. Nur drei Minuten später waren die Gäste ganz nah dran am zweiten Tor, doch Baumann fischte einen direkten Freistoß von Jerôme Gondorf aus dem Eck.

          Die Gastgeber waren wenig später effizienter: Schulz flankte von links nach innen, wo Szalai vollendete. 17 Minuten vor Schluss geriet der TSG-Sieg aber noch einmal in Gefahr, doch Nils Petersen traf per Kopf nur die Latte.

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