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3:1 gegen Dortmund : Bayern nutzt die Steilvorlage

  • Aktualisiert am

Matchwinner: Miroslav Klose schießt Bayern auf Rang zwei Bild: ddp

Die Münchner Bayern nutzen die Gunst der Stunde und machen Boden gut im Kampf um die deutsche Meisterschaft. DankMiroslav Kloses Doppelpack gewinnen die Titelverteidiger mit 3:1 gegen Dortmund. Für zusätzliche Aufregung sorgte Franz Beckenbauer - zum Ärger von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp.

          Nationalstürmer Miroslav Klose und ein überragender Franck Ribery haben die Daueroffensive von Meister Bayern München belohnt und zugleich die Patzer der Konkurrenz bestraft. Klose (87. und 90+1.) traf mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten zum 3:1 (1:1)-Sieg der Bayern gegen die „Remiskönige“ von Borussia Dortmund. Damit machte München den missglückten Rückrundenstart beim 0:1 gegen den Hamburger SV vergessen, konnte als einziges der fünf Spitzenteams am 19. Spieltag dreifach punkten und versserte sich auf den zweiten Tabellenplatz.

          „Uns ist bewusst, dass die Konkurrenz für uns gespielt hat. Das müssen wir nutzen, denn wir haben in den nächsten vier Monaten viel vor“, hatte Trainer Jürgen Klinsmann unmittelbar vor dem Spiel gesagt.

          Dortmunds frühe Führung

          Nach nur 83 Sekunden waren die schönen Pläne nach dem 0:1 durch den überraschend aufgebotenen Nelson Valdez jedoch zunächst Makulatur. Bayern-Verteidiger Martin Demichelis war nach einem Pass von Borussia-Spielmacher Tamas Hajnal auf dem glatten Geläuf ausgerutscht und Valdez erzielte aus 16 Metern überlegt seinen dritten Saisontreffer. Es folgten wütende Angriffe der Bayern, die vor allem über links mit dem überragenden Franck Ribery die Gäste-Abwehr regelrecht schwindlig spielten.

          Nelson Valdez jubelt: 1:0

          Dabei sprang wie schon zuletzt in Hamburg trotz teilweise lehrbuchreifer Spielzüge aber nicht genug Zählbares heraus. Nationalspieler Philipp Lahm (7.) und Luca Toni (15./22) vergaben beste Chancen, der nach überstandener Innenbandreizung im Knie aufgebotene Nationalstürmer Miroslav Klose scheiterte zweimal am glänzend ragierenden Gäste-Keeper Roman Weidenfeller (18./21.).

          Ze Roberto staubt ab

          Ausgerechnet der ebenfalls starke Brasilianer Ze Roberto brach dann den Bann, als er abseitsverdächtiger Position nach einem Schuss von Franck Ribery ins bester Abstaubermanier den Ausgleich markierte. Danach verschenkten Toni (26.) und Klose (27.) klarste Gelegenheiten zur Führung. Für Aufregung sorgte dann eine Szene, als der Dortmunder Kevin Boateng offenbar absichtlich Klose aufs Knie trat. „Das ist eine Schweinerei. Er wollte Klose verletzen. Ich weiß nicht, was in solch einem jungen Mann vorgeht“, schimpfte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, einst Expertenkollege von Beckenbauer beim ZDF, wies die Anschuldigungen des „Kaisers“ brüsk zurück. „Das war eine ganz normale Abwehraktion, bei der Klose unglücklich und schmerzhaft getroffen wurde“, sagte Klopp. „Ich hoffe aber, dass das nun nicht zu einer riesigen Diskussion führt, nur weil Franz Beckenbauer etwas gesagt hat und Kevin etwas wilder aussieht.“

          Nach der Pause konnte sich das Gäste-Team von Trainer Jürgen Klopp, das in zuvor 18 Spielen neunmal Remis gespielt hatten, vom Dauerdruck befreien. Der für den zur Pause verletzt ausgewechselten Tinga ins Spiel gekommene Nuri Sahin zwang Bayern-Keeper Michael Rensing zu seiner ersten Parade im ganzen Spiel (51.). Kapitän Florian Kringe vergab wenig später per Kopf eine sogenannte hundertprozentige (62.).

          Die Bayern, bei den für den rotgesperrten Massimo Oddo erneut Christian Lell spielte und Lukas Podolski nicht einmal im Kader stand, mussten dem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen. Nur Ribery sorgte mit tollen Soloaktionen ständig für Gefahr und wurde von den 69.000 Fans im ausverkauften Stadion mit Sprechchören gefeiert. Dann traf Klose aber doch noch.

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