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3:1 bei Schalke : Mainz sichert die Europa-League-Teilnahme

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Mainz spielt in der Europa League - aber ohne die Torschützen Schürrle und Holtby Bild: dpa

Mainz 05 qualifiziert sich zum zweiten Mal in der Klubgeschichte für den Europapokal. Durch ein 3:1 „auf“ Schalke sichert sich die Elf von Tuchel mindestens Platz fünf. Schürrle, Holtby und Noveski machen den Erfolg nach einem Rückstand perfekt.

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          Der FSV Mainz 05 hat sich dank eines Doppelpacks in den Schlussminuten zum zweiten Mal in seiner Klubgeschichte für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert. Mit dem 3:1 (0:0) beim FC Schalke 04 sicherte sich das Team von Trainer Thomas Tuchel am vorletzten Bundesliga-Spieltag vorzeitig den fünften Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. „Die Mannschaft hat wieder unheimlich viel investiert und ist nach dem Rückstand zurückgekommen“, sagte Tuchel, der den Erfolg noch gar nicht so richtig realisieren konnte. „Aber ich bin sehr glücklich und stolz auf die Mannschaft.“

          60.309 Zuschauer in der Veltins-Arena sahen über weite Strecken eine langweilige Partie, in der kein Team den Sieg verdient hatte. Die Führung des eingewechselten Klaas-Jan Huntelaar (47.) glich André Schürrle (52.) aus, ehe Schalke-Leihgabe Lewis Holtby (81.) und Nikolce Noveski (85.) den ersten Mainzer Sieg auf Schalke doch noch perfekt machten.

          Der von Bayern München umworbene Nationaltorhüter Manuel Neuer, der seit 20 Jahren für den Revierklub spielt, bot in seinem womöglich letzten Heimspiel eine souveräne Leistung, wurde aber wenig geprüft. Neuer wird den Klub am Ende des Saison - ein Jahr vor Vertragsende - wohl verlassen. Allerdings muss sich der Verein noch mit den Bayern über die Ablösesumme einigen.

          Holtby und Noveski sichern den Sieg

          Mit einigen Plakaten bedankten sich die Fans bei ihrem Liebling: „Danke für 20 Jahre auf Schalke“, stand auf einem. Aber auch kritische Töne waren zu lesen: „1000 Freunde im Stich gelassen für emotionslose Titel und oberflächliche Lackaffen?“ Drei Tage nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League bei Manchester United bedankte sich auch die Elf bei ihren Anhängern. „Saison mit Höhen und Tiefen. Aber ihr seid die Besten! Danke!“, stand auf einem Spruchband, das die Spieler vor dem Anpfiff präsentierten. „Die Frage, ob es mein letztes Heimspiel war, kann ich nicht beantworten. Darum ging es auch nicht. Und ich denke nicht, dass die Pfiffe nur mir gegolten haben“, sagte der Kapitän enttäuscht.

          Die Rheinhessen traten nach dem 3:0 gegen Frankfurt nur mit einer Veränderung an. Für Jan Kirchhoff rückte Noveski in die Abwehr. Bei Schalke spielten Joel Matip und Edu für Julian Draxler und Alexander Baumjohann. Bei sommerlichen Temperaturen kamen alle Akteure schwer in die Gänge. Weil es beide Teams an Ideen und Engagement mangelte, blieben Torchancen lange Mangelware. Einen Schuss von Raul (10.) wehrte 05-Keeper Christian Wetklo ab.

          Im Gegenzug trat Florian Heller zwar ins Schalker Tor, doch Schiedsrichter Babak Rafati gab den Treffer wegen angeblichen Abseits nicht. Erst nach dem Wechsel kam mehr Schwung in die Partie. Huntelaar beendete seine 1003 Bundesliga-Minuten währende Torflaute, als er nach einer von Raúl verlängerten Farfán-Ecke den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Zuletzt hatte der Niederländer in der Liga am 13. November in Wolfsburg getroffen.

          Doch die Freude währte nur kurz: Schürrle gelang mit seinem 14. Saisontor nach einem tollen Pass von Holtby der verdiente Ausgleich. Schalke versäumte es mit dem sechsten Pflichtspiel ohne Sieg, Selbstvertrauen für das DFB-Pokalfinale in zwei Wochen gegen den MSV Duisburg zu tanken. Am Ende gelang Mainz dank Holtby und Noveski der zweite Einzug nach Europa. Für die Saison 2005/2006 im Uefa-Cup hatte sich der FSV über die Fairplay-Wertung qualifiziert.

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