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3:0 in Wolfsburg : Erster Sieg für Leverkusen mit Bosz

  • -Aktualisiert am

Erfolgreiche Leverkusener in Wolfsburg: Havertz (links) und Brandt. Bild: dpa

Sein Debüt als Trainer von Leverkusen im neuen Jahr missglückte – eine Woche später in Wolfsburg gelingt der erhoffte Sieg. Nebenbei stellen die drei Torschützen einen gemeinsamen Rekord auf.

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          War das wirklich kein Foul? Warum bloß war Stürmer Wout Weghorst zu Boden gegangen? Der VfL Wolfsburg wurde auf schmerzliche Weise daran erinnert, dass es fürs Hadern und Lamentieren im Profifußball keine Belohnung gibt.

          Bundesliga

          Während Weghorst noch im Matsch lag, fiel im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen das erste Tor. Kevin Volland stellte in der 62.Minute eindrucksvoll unter Beweis, dass wuchtige Schüsse mehr bewirken als nervende Diskussionen.

          Sein Treffer, ein kurz vor der Halbzeitpause verwandelter Foulelfmeter von Kai Havertz und ein Tor von Julian Brandt bescherten Leverkusen einen verdienten 3:0-Erfolg in Wolfsburg. Damit ist Bayer der erste Sieg unter der Regie des neuen Trainers Peter Bosz gelungen, während der VfL im neuen Jahr noch keinen Punkt gewinnen konnte. Außerdem stellte die Werkself durch die Treffer von Nationalspieler Kai Havertz (44., Foulelfmeter), Kevin Volland (62.) und Julian Brandt (88.) einen Bundesligarekord auf. Bayer hat in seinen letzten 33 Duellen gegen Wolfsburg immer mindestens ein Tor erzielt – eine solche Serie gegen einen anderen Klub ist im deutschen Fußball-Oberhaus einmalig.

          Dass Wolfsburg nicht von der Stelle kommt, lässt sich mit Blick in den Rückspiegel eigentlich verkraften. Nach zwei Jahren mitten im Abstiegskampf ist für den Verein selbst ein erfolgloser 19.Spieltag besser als das in den Vorjahren Erlebte. Aber es fühlt sich eben auch nicht schön an, wenn der Wolfsburger Aufschwung in dieser Saison an Grenzen stößt und nur bedingt Anklang findet. Leverkusen ist als zweiter Werksverein der Liga nicht bekannt dafür, die Stadien des Gegners mit mitgereisten Fans zu füllen. Dass insgesamt nur 21.700 Zuschauer den Weg in die Arena des VfL gefunden hatten, war ein trister Rahmen für ein wirklich flottes Spiel.

          Das muntere Tricksen, Flanken und Schießen ließ sich vor allem deshalb schön ansehen, weil sich die Elf von Bayer Leverkusen Chancen im Minutentakt erspielte. Es machte sich bezahlt, dass Kapitän Lars Bender und Kollegen im Zweifelsfall lieber eine vorwärts gerichtete Aktion als einen Rückpass versuchten – genau so, wie es dem Niederländer Bosz gefällt. Wolfsburg dagegen blieb seiner Linie unter Trainer Bruno Labbadia treu.

          Bis auf wenige Ausnahmen, die dem in der ersten Halbzeit eingewechselten Offensivspieler Yunus Malli zu verdanken waren, wurde das Risiko gemieden und dabei das Tempo verschleppt. Während sich der VfL von Schiedsrichter Felix Zwayer schlecht behandelt fühlte, konnten die Leverkusener ihren Ärger darauf beschränken, warum der Sieg nicht noch höher ausgefallen war.

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