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3:0 gegen Wolfsburg : Leichtes Spiel für Leverkusen

  • -Aktualisiert am

Keine Hürde für Leverkusens Kießling: Wolfsburgs Torwart Benaglio Bild: dapd

Bayer Leverkusen gewinnt 3:0 gegen den harmlosen VfL Wolfsburg, der nun in arge Abstiegsnot gerät, und hat die Champions League im Blick. Und das, obwohl es neuen Ärger um Michael Ballack gibt.

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          Bayer Leverkusen ist am Samstagabend in der Bundesliga wieder auf Platz zwei vorgerückt, die notorisch auswärtsschwachen Wolfsburger bleiben akut abstiegsgefährdet. Das sind die Fakten eines einseitigen Spiels, an dem die Zuschauer beim 3:0-Sieg des Heimteams die Tore von Sven Bender (21. Minute), Renato Augusto (29.) und Stefan Kießling (45.) bejubeln durften. Interpretationsspielraum und reichlich Irritation hinterließ dagegen die neueste Episode im Verhältnis von Michael Ballack und Bayer Leverkusen. „In einem Gespräch mit Trainer Jupp Heynckes hat Michael Ballack gebeten, ihn aus dem Kader zu streichen“, teilte ein Vereinssprecher vor dem Anpfiff mit.

          Was war geschehen? Schon unter der Woche war durch Heynckes' Aussagen absehbar geworden, dass es der Mittelfeldstar, der bislang bei Bayer nicht über eine Reservistenrolle hinausgekommen war, auch gegen Wolfsburg nicht in der ersten Elf stehen würde. In dem Gespräch, das auf die Vermittlung der Bayer-Chefs Rudi Völler und Wolfgang Holzhäuser hin zustande gekommen war, bat Ballack dann um die Freistellung. Der Kapitän der Nationalelf legte stattdessen am Spieltag eine Sondertrainingseinheit ein, um „seine Defizite“ (Heynckes) weiter aufzuarbeiten. Ballack habe geäußert, dass er sich „als Einwechselspieler nicht so einbringen kann“, sagte Heynckes. „Die Atmosphäre“ zwischen ihnen, beteuerte der Coach, sei „normal“. Zusätzliches Gewicht bekam die Entscheidung aufgrund der Tatsache, dass Bayer mit Vidal und Balitsch gegen Wolfsburg sowieso schon auf zwei zentrale Mittelfeldspieler verzichten musste. Heynckes, der mit 66 Jahren älteste Trainer im Bundesligagewerbe, bekräftigte vor dem Spiel, dass es für Ballack keine Sonderbehandlung gebe. „Natürlich zählt das Leistungskriterium. Wenn drei, vier andere Mittelfeldspieler einen besseren Leistungsstand haben, komme ich nicht an denen vorbei.“

          Sieben Punkte Vorsprung vor Bayern München

          Einer von diesen war Lars Bender, der gegen harmlose „Wölfe“ neben Simon Rolfes im zentralen defensiven Mittelfeld zum Zuge kam. Und nach 21 Spielminuten auch erfolgreich zum Schuss. Benders Versuch, der gleichzeitig der Abschluss von Bayers erstem durchdachten Angriff war, landete präzise im langen Eck und bedeutete die Führung für Bayer. Die Wolfsburger hatten das Spiel bis dahin offen halten können und hatten durch Riether (13.) eine aussichtsreiche Einschussgelegenheit. Doch gegen die Effizienz der Rheinländer hatte der beim Umschalten von Angriff auf Abwehr zu behäbige VfL an diesem Abend keine Chance. Scheiterte Castro (24.) noch an dem nach seiner Verletzung ins Wolfsburger Tor zurückgekehrten Benaglio, machte es der starke Renato Augusto besser als sein Schuss zum 2:0 im langen Toreck landete. Spätestens durch den 3:0-Treffer von Kießling, der Benaglio Sekunden vor dem Pausenpfiff mit einem Heber überwand, war die Partie entschieden.

          Leichtes Spiel für Leverkusen: Kießling (r.) und Co schlagen Wolfsburg 3:0
          Leichtes Spiel für Leverkusen: Kießling (r.) und Co schlagen Wolfsburg 3:0 : Bild: dapd

          Den „Wölfen“, die die gesamte Spielzeit über so wirkten, als ob sie von ihrem Tun nicht sonderlich überzeugt waren, kann man zugute halten, dass sie in der zweiten Hälfte nicht auseinanderbrachen. Sie kamen durch Hasebe (57.) und den für den schwachen Helmes eingewechselten Mbokani (70.) zu Torchancen. Das änderte nichts daran, dass Bayer leichtes Spiel hatte mit den Grün-Weißen und auch deutlich höher hätte gewinnen können. Renato Augusto (58.) und Sam (67.) vergaben nach der Pause die besten Chancen für die Leverkusener, deren Fans sich gesanglich schon auf die weiteren Karnevalstage vorbereiten durften. Und sich dabei über nunmehr sieben Punkte Vorsprung vor Bayern München freuten.

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