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3:0 gegen Mainz : Freiburger Spätzünder

  • -Aktualisiert am

Lucas Höler löst die Torbremse mit seinem Treffer zum 1:0 für Freiburg Bild: dpa

Lange müssen der designierte DFB-Präsident Fritz Keller und die anderen Zuschauer im Freiburger Dreisamstadion auf Tore warten, doch in der Schlussphase wird es munter gegen Mainz 05.

          Allzu oft wird Fritz Keller nicht mehr auf der Tribüne des Dreisamstadions sitzen und einen Lolli lutschen, wie er es am Samstagnachmittag getan hat. Jedenfalls nicht in seiner Funktion als Präsident des SC Freiburg. Schließlich soll der Winzer und Hotelbesitzer DFB-Präsident werden. Ob Lollis mit der Würde des künftigen Amtes vereinbar sind, muss sich weisen. Am ersten Spieltag der neuen Bundesligasaison schmeckte ihm nicht nur die Süßigkeit, sondern auch das Geschehen auf dem Rasen: Mit dem 3:0 gegen den FSV Mainz 05 gelang seinem Klub ein perfekter Auftakt.

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          Dass sie lange auf ihre Tore warten mussten, störte die Freiburger genauso wenig wie die Tatsache, dass dieses Ergebnis nicht viel mit dem Spielverlauf und den Kräfteverhältnissen zu tun hatte. Lucas Höler in der 82. Minute, Jonathan Schmid in der 84. und Luca Waldschmidt per Foulelfmeter in der 86. Minute schossen den Sieg in der Nachspielzeit binnen kürzester Zeit heraus.

          Die Aufstellung, für die 05-Trainer Sandro Schwarz sich entschieden hatte, durfte man als Ausdruck seines Vertrauens gegenüber jenen Akteuren werten, die das Pokalspiel in Kaiserslautern verloren hatten – oder als zweite Chance: Abgesehen von Stefan Bell schickte der Mainzer Trainer exakt die gleiche Formation aufs Feld wie vor einer Woche auf dem Betzenberg; anstelle des verletzten Innenverteidigers lief Neuzugang Jeremiah St. Juste auf.

          „Das Spiel von voriger Woche abhaken und ganz schnell umschalten“, hatte Sportvorstand Rouven Schröder als Maxime ausgegeben. Und die Mannschaft erweckte von Beginn an den Eindruck, verstanden zu haben. Die Mainzer spielten mutig, verteidigten hoch und kamen in der zweiten Minute zur ersten Torchance: Danny Latza schoss aus 18 Metern durch Nico Schlotterbecks Beine, Torwart Alexander Schwolow sah den Ball spät, war aber noch rechtzeitig unten.

          Es war der Auftakt eines munteren Kicks zweier Mannschaften, die beide auf Treffer aus waren, was sich schon vor der Pause in zehn Freiburger und neun Mainzer Torschüssen niederschlug; ein Verhältnis, das die Mainzer im zweiten Durchgang umkehrten. Dass es dennoch beim 0:0 blieb, lag nicht zuletzt an den Schlussleuten. Florian Müller beispielsweise verhinderte mit einer Flugeinlage, dass Waldschmidt die Breisgauer per Volleyabnahme aus 18 Metern in Führung brachte (10.). In der Schlussphase aber war der Mainzer Keeper dreimal machtlos.

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