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3:0 gegen Mainz : Effektive Schalker siegen

  • -Aktualisiert am

Schalke kann doch Elfmeter: Jefferson Farfan traut sich und wird belohnt Bild: REUTERS

Der Schalker Heimsieg über Mainz fällt weitaus mühsamer aus, als es das Ergebnis von 3:0 vermuten lässt. Farfan, Holtby und Pukki nutzen die wenigen Chancen zu drei Treffern bei nur 43 Prozent Ballbesitz.

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          Huub Stevens wollte den Fans des FC Schalke 04 mit aller Macht zeigen, „was wir wirklich drauf haben“. Gegen den FC Bayern München hatten die Gelsenkirchener am Samstag zu Hause verloren, in der zweiten Hälfte sogar sang- und klanglos. Drei Tage später jedoch gelang gegen den 1. FSV Mainz 05 ein Heimsieg, der weitaus mühsamer ausfiel, als das Ergebnis von 3:0 vermuten lässt.

          „Es war kein gutes Spiel von uns, trotzdem haben wir 3:0 gewonnen“, sagte Benedikt Höwedes, der Mannschaftskapitän des FC Schalke 04. Die Treffer für den Favoriten, der lange Zeit nicht als solcher erschien, erzielten Jefferson Farfan (21. Minute), Lewis Holtby (81.) und Teemu Pukki (90.). Eine Ausbeute, die bei nur 43 Prozent Ballbesitz als optimal gelten darf. Schalke stand am Ende besser da, als die Mannschaftsleistung hätte vermuten lassen.

          Die Heimniederlage gegen Bayern München hatte den Schalkern manche Illusion geraubt, vor allem die, dem Rekordmeister auf Augenhöhe zu begegnen. Da kam die Partie gegen Mainz 05, drei Tage später, gerade recht, um wieder in den Alltag zu finden.

          Andererseits sind Punktgewinne auf Schalke den Rheinhessen durchaus geläufig. Und die Mainzer hatten von Anfang an das Gefühl, auch diesmal wieder etwas mitnehmen zu können. Zuletzt hatten sich beide Mannschaften unentschieden getrennt, davor gewann Mainz in der königsblauen Arena.

          Der Peruaner tritt zur Problemdisziplin der vergangenen Tage an und trifft
          Der Peruaner tritt zur Problemdisziplin der vergangenen Tage an und trifft : Bild: dpa

          Dennoch: Schalke gilt als Favorit unter den Mannschaften, die sich um die besten Plätze hinter München und Dortmund bewerben, während Mainz eher als Abstiegskandidat mit gewissen Ambitionen gehandelt wird. Die mutigen Mainzer versteckten sich nicht, sondern boten Schalke einen Schlagabtausch.

          Unmittelbar nachdem sie selbst einen vielversprechenden Angriff gestartet hatten, schlug Schalke zu. Zunächst stellte Ibrahim Afellay, die Leihgabe vom FC Barcelona, FSV-Torwart Wetklo auf die Probe. Der Abpraller landete bei Benedikt Höwedes, dem Schalker Kapitän, den nur ein Foul zu bremsen vermochte. Farfan nutzte den Elfmeter zum Führungstreffer.

          Der Mainzer Torwart Christian Wetklo ahnt zwar die Ecke, erreicht den Ball aber nicht
          Der Mainzer Torwart Christian Wetklo ahnt zwar die Ecke, erreicht den Ball aber nicht : Bild: REUTERS

          Afellay gehörte wie Uchida und Höger zu den Kräften, die Schalke neu aufgeboten hat, um auf eine Führung hinzuarbeiten, die zur Halbzeit aber nur als schmeichelhaft durchging. Nach der Pause versuchten die Mainzer weiterhin, sich zu behaupten. Vergeblich: Das Durchsetzungsvermögen stieg nämlich nicht, und Schalke gewann wieder die Kontrolle über die Partie.

          Die Westfalen taten sich aber auch im zweiten Durchgang schwer. Je länger die Partie dauerte, desto größer schien deshalb die Mainzer Chance zu werden, abermals aus Gelsenkirchen einen Punkt mitzunehmen. Doch die Rheinhessen zeigten sich zu unentschlossen. Sie störten die Kreise des FC Schalke zwar, aber ohne den Gegner empfindlich zu treffen.

          Die Mainzer fielen nicht weiter auf - und standen sich bisweilen selbst im Weg
          Die Mainzer fielen nicht weiter auf - und standen sich bisweilen selbst im Weg : Bild: dpa

          Kaum wurde es im Publikum in der Schlussphase wegen der knappen Führung unruhig, schlug wieder die Stunde der Heimmannschaft. Außenverteidiger Christian Fuchs flankte, und Lewis Holtby, nicht gerade als Kopfballriese bekannt, vollendete mit dem Kopf – schon zum zweiten Mal in dieser Saison.

          Mainz hatte viel Ballbesitz, blieb aber harmlos gegen eine Schalker Elf, die in einer Partie auf mäßigem Niveau alles richtig machte, sobald sich eine Torchance bot. So auch kurz vor Schluss, als Einwechselspieler Pukki die formidable Vorarbeit von Julian Draxler zum 3:0 nutzte.

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          FC Schalke 04 - FSV Mainz 05 3:0 (1:0)

          FC Schalke 04: Unnerstall - Uchida, Papadopoulos, Höwedes, Fuchs - Höger, Neustädter - Farfán (69. Draxler), Holtby, Afellay (69. Barnetta) - Huntelaar (85. Pukki)
          FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Díaz - Baumgartlinger - Polanski, Soto - Ivanschitz (64. Nicolai Müller) - Rukavytsya (59. Choupo-Moting), Szalai (75. Klasnic)
          Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)
          Zuschauer: 59.116
          Tore: 1:0 Farfán (21./Foulelfmeter), 2:0 Holtby (81.), 3:0 Pukki (89.)
          Gelbe Karten: Draxler (3), Neustädter (1) / Polanski (1), Wetklo (1)

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