https://www.faz.net/-gtm-73xhn

3:0 gegen Hoffenheim : Mainz wie es trifft und lacht

Wie aufgezogen: Mainz-Stürmer Adam Szalai trifft dreifach gegen Hoffenheim Bild: dpa

Hoffenheim bestätigt den Ruf als schlechteste Defensive der Liga. Auch in Mainz kassiert die TSG drei Gegentore. Stürmer Szalai schießt die Gäste im Alleingang ab - und seine Mannschaft vorerst auf den fünften Platz.

          1 Min.

          Vor wenigen Wochen hatte sich Adam Szalai einmal zu seiner sportlichen Situation geäußert. Der Ungar in Diensten des Bundesligaklubs FSV Mainz 05 bekundete damals, dass er sich nicht mehr allzu viele Gedanken machen wolle über seine eigene Torquote, die in der Vergangenheit für einen Mittelstürmer nicht allzu berauschend ausgefallen war.

          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ich habe viele andere, auch defensive Aufgaben in einem Spiel. Nur wenn ich die erledige, dann treffe ich auch vorne“, sagte der Ungar. Die Herangehensweise scheint die richtige zu sein. Beim 3:0-Heimsieg seiner Mainzer gegen die TSG Hoffenheim gelangen Szalai erstmals in seiner Bundesliga-Laufbahn gleich drei Tore in einem Spiel (21./46./64.).

          Szalai, dem in den vergangenen Spielzeiten noch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor abging, erhöhte sein Torkonto somit auf sieben Treffer. Damit zog er zumindest bis zum Sonntagsspiel der Münchner Bayern gegen Leverkusen (17.30 Uhr / Live im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) mit dem bisherigen Top-Torschützen Mario Mandzukic gleich.

          Bemerkenswert war im Spiel gegen enttäuschende Hoffenheimer vor allem die Effizienz der einzigen Mainzer Spitze: Nach einer wenig spektakulären Anfangsphase nutzte Szalai in der 21. Minute die erste gute Torgelegenheit nach einer Flanke von Linksverteidiger Junior Diaz per Kopfstoß zum Führungstreffer. Die Hoffenheimer hatten danach zwar durch Usami (27.) und Volland (37.) gute Gelegenheiten zum Ausgleich, vergaben sie aber kläglich.

          Bilderstrecke
          9. Bundesliga-Spieltag : Vieles neu sortiert

          Nach Wiederanpfiff wurden die Badener stattdessen ihrem Ruf als schlechteste Defensive der Liga mit den meisten Gegentreffern gerecht. Vom Anstoß weg durften sich die Mainzer ungehindert in den Strafraum kombinieren, wo Szalai nach Vorlage von Elkin Soto zum 2:0 einschießen durfte.

          In der 62. Minute war der treffsichere Ungar schließlich nach einem Eckstoß von Nicolai Müller abermals per Kopf zur Stelle. Die Mainzer festigen mit 14 Punkten ihren Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle. Die TSG Hoffenheim wartet unterdessen nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg.

          Bei Hoffenheim landeten nicht nur die Bälle der Mainzer im Netz
          Bei Hoffenheim landeten nicht nur die Bälle der Mainzer im Netz : Bild: dpa

          FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim 3:0 (1:0)

          FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Júnior Díaz - Caligiuri, Baumgartlinger, Rukavytsya (62. Kirchhoff), Soto - Szalai (89. Parker), Nicolai Müller (82. Risse)
          1899 Hoffenheim: Wiese - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Williams, Rudy (87. Grifo) - Roberto Firmino (60. Derdiyok), Volland, Usami - Joselu (77. Streker)
          Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
          Zuschauer: 28.067
          Tore: 1:0 Szalai (21.), 2:0 Szalai (46.), 3:0 Szalai (64.)
          Gelbe Karten: Baumgartlinger (4) / Rudy (2), Williams (6)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Frauen demonstrieren kurz nach Donald Trumps Amtseinführung im Januar 2017 in Washington

          Entscheidende Wählergruppe : Trumps Frauen-Problem

          Frauen in den Vorstädten könnten über den Sieg bei der amerikanischen Präsidentenwahl entscheiden. Donald Trump umwirbt diese Wählergruppe intensiv. Nicht alle der Angesprochenen finden sein Vorgehen gut.
          Niemand weiß, was die Zukunft bringt – auch die Banker nicht.

          Kosten der Anlageverwaltung : Friede den Aktien, Krieg den Gebühren!

          In Sachen Geldanlage sind nur zwei Dinge sicher: die Vergangenheit und die Kosten. An den Gebühren verdienen Banken, die die Zukunft ebenso wenig kennen wie der Anleger. Ein Plädoyer für den Mut, das Vermögen selbst zu verwalten.
          Christian Lüth (Mitte) auf dem 8. Bundesparteitag der AfD im Congresszentrum in Hannover am 02. Dezember 2017.

          Pro-Sieben-Doku über Rechte : Das ist kein „Vogelschiss“

          Auf die Pro-Sieben-Doku „Rechts. Deutsch. Radikal“ reagiert die AfD schnell. Den einstigen Sprecher Christian Lüth, der meinte, man könne Migranten „erschießen“ oder „vergasen“, setzt sie vor die Tür. Der Reporter Thilo Mischke hat aber nicht nur deshalb Großes geleistet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.