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3:0 gegen Hannover : Luca Toni hält die Bayern auf Titelkurs

  • Aktualisiert am

Italienischer Wirbelwind in Hannover: Luca Toni Bild: ddp

Wohl dem, der so einen eiskalten Torjäger hat: Der FC bayern versprühte in Hannover kein fußballerisches Feuerwerk, siegte aber dennoch souverän mit 3:0 - dank Luca Toni. Der Italiener traf in Hälfte zwei gleich drei Mal.

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          Mit seinem ersten Hattrick in der Bundesliga hat Torgarant Luca Toni die alleinige Tabellenführung des FC Bayern München fast im Alleingang verteidigt. Mit seinen Saisontreffern elf bis 13 sorgte der Italiener am Sonntag für das 3:0 (0:0) des deutschen Rekordmeisters bei Hannover 96. Durch den Erfolg behielten die Münchener mit nun 43 Zählern ihren Drei-Punkte- Vorsprung vor dem SV Werder Bremen.

          Nach einer zerfahrenen Partie in der erste Halbzeit setzten sich die Bayern vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften AWD-Arena nach der Pause dank ihrer Cleverness und des überragenden Toni durch. Der Stürmer traf in der 58. Minute auf Vorarbeit von Mark van Bommel. Sechs Minuten später war er wieder zur Stelle und ließ nach Pass von Bastian Schweinsteiger 96-Torwart Robert Enke keine Chance. In der 83. Minute machte Toni seinen Dreipack perfekt.

          Kein Bayer-Glanz gegen ängstliche Hannoveraner

          Trotz ihres Sieges versprühten die Bayern, die am kommenden Sonntag den zweitschärfsten Verfolger Hamburger SV (37 Punkte) empfangen, gegen die über weite Strecken ängstlichen Niedersachsen selten Glanz. Das Fehlen des Spielgestalters Franck Ribery und dessen Ideen war deutlich zu merken. Immerhin kamen die Münchener zu ihrem ersten Erfolg im dritten Pflichtspiel seit der Verletzung des Franzosen. Hannover 96 blieb indes im vierten Spiel hintereinander ohne Sieg und muss um seine Europapokal-Ambitionen bangen.

          „Wenn jemand drei Tore erzielt, ist das auch ein verdienst der Mannschaft. Bayern München hat viel Geld für mich ausgegeben, und ich versuche das, mit Toren zurückzugeben“, meinte Toni, der nun auch die Bundesliga-Torschützenliste anführt. „Luca ist ein Wettkampfspieler, der sich steigern kann. Er hat den Killerinstinkt“, lobte Trainer Ottmar Hitzfeld seinen Weltmeister.

          Erstmals können die Bayern Riberys Ausfall verkraften

          Der Coach war aber auch insgesamt mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Ab der 20. Minute war es von uns ein gutes Spiel. Wir waren heute sehr entschlossen und hätten schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen.“ Doch so richtig Glanz versprühte seine Mannschaft, die am kommenden Sonntag ihren zweiten Verfolger Hamburger SV (37 Punkte) empfängt, gegen die über weite Strecken ängstlichen Niedersachsen nur selten.

          Das Fehlen des Spielgestalters Franck Ribery und dessen Ideen war deutlich zu merken, obwohl Hitzfeld Ribery-Ersatz Schweinsteiger, der zwei Treffer vorbereitete, ausdrücklich lobte: „Ich bin froh, dass er in der Form ist, die wir von ihm erwarten.“ Immerhin kamen die Münchener zu ihrem ersten Erfolg im dritten Pflichtspiel seit der Verletzung des Franzosen.

          „Trotz des 0:3 genieße ich diesen Tag“

          Hitzfelds 96-Kollege Dieter Hecking stellte sein Team im Vergleich zum 2:2 gegen den Karlsruher SC in der Vorwoche gleich auf vier Positionen um. Wichtigste Personalie: In der Innenverteidigung kam Wintereinkauf Valérien Ismael ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub zu seinem Pflichtspiel-Debüt für Hannover.

          Für den Franzosen war es nach über anderthalbjähriger Leidenszeit das erste Bundesliga-Spiel seit Mai 2006 von Beginn an. Doch schon zur Pause musste der 32-Jährige wegen Adduktorenproblemen in der Kabine bleiben. „Trotz des 0:3 genieße ich diesen Tag“, meinte Ismael. Hannover bemühte sich in den ersten 20 Minuten, das Spiel an sich zu reißen. Die Bayern ließen die Gastgeber gewähren.

          Philipp Lahm bringt Oliver Kahn in Verlegenheit

          Trotz Feldvorteilen reichten aber die Mittel der Niedersachsen nicht, um zu Chancen zu kommen. Einzige nennenswerte Situation war eine Kopfball-Rückgabe von Philipp Lahm, der Bayern-Torwart Oliver Kahn in Verlegenheit brachte. Erst allmählich fanden die Bayern zu ihrem Spiel, ohne aber zu überzeugen. Hamit Altintop (27.) mit einem Schuss aus zwölf Metern und van Bommel (40.) hatten die ersten Möglichkeiten für die Gäste.

          Nach dem Wechsel wurde das Spiel endlich lebhafter. Zwar prüfte Mike Hanke (50.) das einzige Mal Bayern-Schlussmann Kahn, doch danach begann die große Toni-Show mit seinem ersten Hattrick. Die Treffer durfte 96-Trainer Hecking nur von der Tribüne aus sehen. Er war in der 55. Minute von Schiedsrichter Markus Merk wegen Reklamierens verwiesen worden.

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