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3:0 gegen Cottbus : Werder siegt mit Diego und Geduld

  • -Aktualisiert am

Ein Eckchen aufgemacht: die Bremer Jensen, Diego und Frings lassen Energie-Ervin Skela laufen Bild: ddp

Zwei Traumtore in der letzten Viertelstunde von Diego und Torsten Frings haben Werder Bremen vor einem Fehlstart in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den ersten Saisonsieg des Vize-Meisters unter Dach und Fach gebracht.

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          Ein Traumtor von Diego hat Werder Bremen den Weg zum ersten Sieg in dieser Bundesliga-Saison bereitet. Beim 3:0 gegen Energie Cottbus traf er aus 20 Metern in den rechten Torwinkel. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits die 75. Spielminute.

          Vorher war Werder unermüdlich, geduldig, aber auch erfolglos angerannt gegen einen zehnköpfigen, weit hinter der Mittellinie wartenden Abwehrriegel der Lausitzer. Danach gelang auf einmal alles. Frings traf in der 80., Sanogo in der 83. Minute. 38.700 Zuschauer im Weserstadion hatten lange zittern müssen. Am Ende verabschiedeten sie die Bremer mit Applaus. „Dieser Sieg war ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

          Diego, Mertesacker, Frings: alle waren dabei

          Die Bremer hätten nervös werden können nach ihrem Fehlstart und dem daraus folgenden Gegrummel in der Stadt. Sie wirkten aber wie angespornt und schlugen Cottbus am Ende mit viel Tempo, Kombinationssicherheit und hohem Engagement. Während Werders Sieglosserie dadurch riss, blieb die der Lausitzer am Leben: Cottbus ist in dieser Saison weiter tor- und erfolglos. „Lange Zeit haben wir sehr gut gestanden und dem Gegner Probleme bereitet“, sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar. „Letztlich ist die Entscheidung erst nach zwei Distanzschüssen gefallen.“

          Das Bremer Stehvermögen an diesem Tag war unter den gegebenen Umständen nicht zu erwarten gewesen: Denn Werder spielte mit Diego, der am Mittwochnacht noch in Südamerika mit der brasilianischen Nationalmannschaft am Ball war, mit Torsten Frings, dessen Nasenbeinbruch noch nicht ganz ausgeheilt ist, und mit Per Mertesacker, der sein Comeback nach siebenwöchiger Verletzungspause feierte. „Es geht bei mir immer relativ schnell, bis ich wieder drin bin“, sagte der Nationalspieler nach nur einer Trainingswoche mit der Mannschaft. „Aber selbst nach dieser kurzen Zeit hat es schon gejuckt, wieder mitzuspielen.“

          Bremen ließ viele gute Chancen ungenutzt

          Mertesacker machte in der Defensive keine Fehler, wurde aber auch kaum gefordert. Diego erweckte schon vor seinem Tor den Eindruck, als hätte auch er eine Woche lang in Bremen trainiert. Werder spielte von Beginn an so, wie es sich empfiehlt gegen einen so destruktiven Gegner: Sie machten viel Druck, verloren aber nie die Geduld.

          Nur die Chancenverwertung ließ lange Zeit zu wünschen übrig. Rosenberg (7., 33. und 49. Minute), Pizarro (14.), Naldo (37.) und Özil (66.) vergaben eine Reihe guter Möglichkeiten, ehe die Tore im Schlussspurt doch noch fielen. „Wir haben gut nachgesetzt und nie den Mut verloren“, lobte Werder-Trainer Schaaf.

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