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3:0 gegen Cottbus : Dortmund atmet dank Klimowicz tief durch

  • Aktualisiert am

Einsamer Torjubel: BVB-Profi Kringe Bild: ddp

Die Borussia hat doch noch die Kurve bekommen. Nach zwei deutlichen Niederlagen siegte Dortmund gegen Cottbus mit 3:0. Kringe und zweimal Klimowicz trafen für die Hausherren. Energie enttäuschte dagegen sehr.

          Nach dem katastrophalen Saisonstart mit zwei Derby-Niederlagen gegen den MSV Duisburg und beim FC Schalke 04 ist Borussia Dortmund der ersehnte Befreiungsschlag in der Fußball- Bundesliga gelungen. Die Borussia besiegte am Samstag vor 64.100 Zuschauern im Signal-Iduna-Park Energie Cottbus hochverdient mit 3:0 (1:0).

          Florian Kringe (44. Minute) und der eingewechselte Diego Klimowicz (70./84.) mit seinen ersten beiden Toren im BVB-Dress sorgten für den wichtigen ersten Saisonsieg der spielerisch und kämpferisch stark verbesserten Dortmunder. Während Cottbus noch auf den ersten „Dreier“ warten muss, kann die Mannschaft von Trainer Thomas Doll die kommenden Wochen etwas gelassener angehen.

          Petrik Sander: „Wir müssen uns erheblich steigern“

          „Wir hatten uns vorgenommen, wieder als Mannschaft aufzutreten. Heute hat sich jeder eingebracht. So hat man auch wieder Spaß am Fußball“, sagte Kringe. Auch der Argentinier Klimowicz freute sich über seine Joker-Treffer: „Ich bin sehr zufrieden, aber wichtig waren heute allein die drei Punkte.“ Energie-Trainer Petrik Sander haderte mit der Leistung seiner Schützlinge. „Bis zum Strafraum war das gar nicht so schlecht, aber insgesamt zu wenig. Wir müssen uns erheblich steigern, wenn wir in der Bundesliga bestehen wollen.“

          Die Dortmunder Mannschaft war gegenüber dem 1:4-Debakel auf Schalke kaum wieder zu erkennen. Und dies nicht nur, weil Doll seine Startelf gleich auf fünf Positionen veränderte. Für die gesperrten Roman Weidenfeller und Marc-André Kruska sowie Robert Kovac, Delron Buckley und Klimowicz rückten Torhüter Marc Ziegler sowie Markus Brzenska, Giovanni Federico, Nelson Valdez und Philipp Degen ins BVB-Team.

          Dortmund mit Riesen-Möglichkeiten im Minutentakt

          Brzenska, der der Abwehr Stabilität verlieh, hatte bereits in der dritten Spielminute die erste Möglichkeit für die von Beginn an stürmischen Borussen. Es folgten Riesen-Möglichkeiten fast im Minutentakt. Die Cottbuser Abwehr fand kaum Zeit zum Durchatmen, hielt jedoch lange stand. Bei einem Distanzschuss von Mladen Petric (8.) hatte Energie-Torhüter Tomislav Piplica allerdings viel Glück, denn der Ball prallte vom Innenpfosten zurück.

          Der stark auftrumpfende Jakub Blaszczykowski, der an fast jedem Angriff beteiligt war, verzog aus aussichtsreicher Position nur knapp (12.). Degen, Federico und Valdez hatten weitere gute Chancen, doch stets war ein Cottbuser Abwehrbein dazwischen. Als der Brasilianer Dede (37.) mit einem Heber aus gut 35 Metern nur knapp über das Tor zielte, hatten die BVB-Fans schon den Torschrei auf den Lippen.

          Diego Klimowicz per „Doppelpack“ zum Endstand

          Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff wurden sie dann endlich erlöst: Kringe ließ mit einem Drehschuss aus gut 25 Metern Piplica schlecht aussehen. Die Lausitzer, die mit Dimitar Rangelow für Efstathios Aloneftis antraten, lockerten nach dem Rückstand ein wenig ihr Abwehrbollwerk. Dennoch konnten sie sich kaum eine nennenswerte Torchance herausspielen. So blieb der Distanzschuss von Kapitän Timo Rost aus der ersten Spielminute der einzig gefährliche Torschuss.

          Auf der Gegenseite hatte der BVB durch zwei Freistöße von Dede (53.) und den hinter den Spitzen agierenden Federico (65.) durchaus die Möglichkeit, die Vorentscheidung herbeizuführen. Die gelang dann dem eingewechselten Klimowicz, der mit seinem ersten Bundesliga-„Doppelpack“ für Dortmund den hochverdienten 3:0-Endstand herstellte.

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