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3:0 gegen Bochum : Hamburg stoppt die „schwarze Serie“

  • Aktualisiert am

Hamburgs Torschütze Olic wird von den Bochumern ordentlich bearbeitet Bild: dpa

Den „Angstgegner“ besiegt, die „schwarze Serie“ beendet: Hamburg jubelt über das 3:0 gegen Bochum. Olic und zwei Mal Jarolim trafen für die Hanseaten, die als Dritter Kontakt zum Spitzenduo München und Bremen halten.

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          Der Hamburger SV hat seine „schwarze Serie“ gestoppt und sich mit einem verdienten 3:0 (1:0)-Sieg gegen Angstgegner VfL Bochum an das Führungsduo der Bundesliga herangepirscht. Nach fünf sieglosen Liga-Partien bejubelten die Hanseaten am Sonntagabend wieder einmal drei Punkte und rückten mit nunmehr 37 Zählern vom fünften auf den dritten Tabellenrang vor.

          Der überragende Ivica Olic (40. Minute) mit seinem neunten Saisontreffer und David Jarolim (64./71.) mit seinem Doppelpack besiegelten vor 50.069 Zuschauern in der Nordbank-Arena den zehnten Saisonsieg des HSV, der die letzten vier Heimspiele gegen Bochum verloren hatte. Das Team aus dem Ruhrpott blieb mit 23 Punkten Tabellen-13.

          „Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen“

          „Wir waren 90 Minuten lang das bessere Team. Ein großes Kompliment an die ganze Mannschaft, wie sie heute die Qualität eines Rafael van der Vaart ersetzt hat“, lobte HSV-Trainer Huub Stevens und dachte schon an das Top-Duell in einer Woche beim Tabellenführer Bayern München: „Wir gehen am nächsten Sonntag nicht nach München, um dort Punkte zu verschenken.“

          Bochums Abwehrchef Marcel Maltritz war dagegen unzufrieden. „Das darf nicht passieren, dass wir uns in der zweiten Halbzeit so auskontern lassen - da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir hatten die Möglichkeit zum Ausgleich.“ Blumen und Beifall gab es sogar schon vor der Partie - aber nur für Ägyptens Afrika-Cup-Sieger Mohamed Zidan, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste.

          Olic vollendet eine Traumkombination zur Führung

          Der erste HSV-Heimerfolg gegen den VfL seit fast genau sieben Jahren war der gerechte Lohn für eine deutliche Steigerung nach der Pause. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens begann sehr verhalten und konnten aus den vielen durchschaubaren Aktionen zunächst kein Kapital schlagen. Olic und Piotr Trochowski, der den verletzten Regisseur Rafael van der Vaart (Bänderanriss) auf dessen Mittelfeld-Position vertrat, waren zwar sehr engagiert.

          Doch drei Tage nach dem Uefa-Cup-Sieg des HSV in Zürich blieb bis zum 1:0 vieles Stückwerk. Die Gäste-Mannschaft von Trainer Marcel Koller brachte in der tempoarmen und langweiligen ersten Halbzeit gerade mal eine „halbe“ Torchance durch Benjamin Auer (19.) zustande. Dafür stand die VfL-Abwehr um Marcel Maltritz sicher - bis zur 40. Minute, als Olic eine Traumkombination über Paolo Guerrero nach Querpass von Trochowski freistehend abschloss. Drei Minuten später scheiterte Olic mit einem Freistoß.

          Jarolim sorgt für die Entscheidung für den HSV

          Die mögliche Vorentscheidung vergab Guerrero (58.), dessen Kopfball genau in den Armen von Gäste-Torhüter Jan Lastuvka landete, dem vor dem 2:0 der einzige Patzer unterlief: Einen 20-Meter-Schuss von Vincent Kompany ließ er abprallen, und Jarolim staubte ab. Sieben Minuten später machte der Tscheche alles klar.

          Auch ohne Torjäger van der Vaart (10 Saisontreffer) konnten sich die Norddeutschen gegen den Tabellen-13. der Liga viel Selbstvertrauen für das Top-Duell in einer Woche bei Tabellenführer Bayern München holen. Der VfL, der zum dritten Mal in dieser Saison die gleiche Startelf aufbot, kassierte die erste Niederlage in der Rückrunde.

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