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3:0 gegen Bielefeld : Warmspielen für den Meister

  • -Aktualisiert am

Der Aufsteiger gewinnt immer weiter: TSG 1899 Hoffenheim bleibt vorne Bild: dpa

Die TSG Hoffenheim stimmte sich mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Bielefeld auf den Hit in München ein. Ibisevic und Carlos Eduardo hatten das Spiel nach elf Minuten entschieden.

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          Das Beste zu Beginn: Mit zwei Treffern in den ersten elf Minuten entschied Aufsteiger und Tabellenführer 1899 Hoffenheim am Samstag das Bundesligaspiel gegen Arminia Bielefeld sehr früh zu seinen Gunsten. Ibisevic (5. Minute) und Carlos Eduardo (11.) öffneten am Samstag vor 26000 Zuschauern im Mannheimer Carl-Benz-Stadion die Tore zum letztlich ungefährdeten 3:0-Erfolg, den Copado mit einem Foulelfmeter zum 3:0 in der 89. Minute abrundete. Er habe „selten einen verdienteren Sieg gesehen“, sagte Arminia-Profi Thorben Marx nach einem nur anfangs aufregenden Spiel.

          Eine Woche vor dem Ligahit beim Meister FC Bayern München beschieden sich die Nordbadener mit einer starken ersten Hälfte gegen eine Mannschaft, die sie nur in Maßen forderte. Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen, ohne dass die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Teams jemals in Frage standen. TSG-Mittelfeldspieler Selim Teber dachte gleich nach dem Abpfiff an die kommende Aufgabe: „Wir haben großen Respekt vor den Bayern“, sagte er. „Aber wir fahren dorthin, um zu gewinnen.“ Eine Absicht, die der Bielefelder Trainer Frontzeck für alles andere als illusorisch hält: „Hoffenheim ist für mich in der aktuellen Verfassung die beste deutsche Mannschaft“, sagte er.

          Gegen die Ostwestfalen reichte es auch mit Ersatz

          Mit ihrer allerbesten Elf hatten die Hoffenheimer diesmal nicht antreten können. Stürmerstar Obasi leidet noch unter einer Innenbanddehnung im Knie, und die Mittelfeldstrategen Luiz Gustavo und Salihovic mussten wegen Sperren aussetzen. Doch für einen Erfolg über die Ostwestfalen, da waren sie beim groß gewordenen Dorfverein ganz sicher, würde es trotzdem reichen.

          Hoffenheims Sturm: Demba Ba (l.), Ibisevic (r.) und Carlos Eduardo
          Hoffenheims Sturm: Demba Ba (l.), Ibisevic (r.) und Carlos Eduardo : Bild: AP

          Schließlich wollte sich die TSG im Vorspiel zum Ligagipfel am kommenden Freitag beim FC Bayern München schon einmal wärmstens empfehlen. Doch Vorsicht schien geboten, da die Arminen vergangene Woche die als Tabellenführer angereisten Leverkusener in der Schüco Arena 2:1 besiegt und dabei einen guten Eindruck hinterlassen hatten. „Das Wort Angst“, sagte Trainer Michael Frotzeck danach, „wird man von mir nicht hören - egal, ob wir gegen Durlach, Bayern oder Hoffenheim spielen.“

          In den ersten Minuten ging die Arminia unter

          Den mitgereisten Bielefelder Anhängern wurde dann aber sehr wohl und sehr schnell angst und bange. Denn zumindest in den ersten Minuten der Partie ging die Arminia im Hoffenheimer Angriffswirbel unter. Nach fünf Minuten war Ibisevic zur Stelle und erzielte nach Tebers punktgenauer Vorlage seinen 17. Saisontreffer. Zum Vergleich: Der DSC Arminia kam an den ersten 14 Spieltagen der Saison auf 14 Tore.

          Sechs Minuten später griff kein Bielefelder den überragenden Mittelfeldspieler Carlos Eduardo an, und der Brasilianer bedankte sich für so viel Freiraum mit einem unhaltbaren Flachschuss zum 2:0. Hätte nicht Torhüter Eilhoff zweimal in Eins-gegen-eins-Situationen pariert und wäre nicht Tebers Kopfball von der Latte geprallt (38.), die Badener hätten zur Halbzeit auch höher führen können. Ihrem Überfallfußball standen die Bielefelder Abstiegskandidaten meist genauso hilflos gegenüber wie so manche andere Bundesliga-Mannschaft. Wer wie Hoffenheim ein so starkes Pressing spielt, derart fließend kombiniert und seine Attacken im höchsten Tempo vorträgt, der kann auch in der Allianz Arena gegen die Bayern bestehen.

          Nach der Pause machte es Bielefeld besser, ergriff selbst die Initiative und hatte auch Torgelegenheiten gegen nachlassende Hoffenheimer. Einen Handelfmeter für die Arminia nach Becks Lapsus (47.) versagte Schiedsrichter Weiner den Bielefeldern. Die Klasse, das Spiel zu wenden, aber hatten die Ostwestfalen nicht. Im Gegenteil: Copado setzte mit einem äußerst fragwürdigen Foulelfmeter nach Lameys Foul an Ba (89.) den Schlusspunkt.

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