https://www.faz.net/-gtm-10mtr

2. Liga : Rostock schickt Koblenz mit 9:0 nach Hause

  • Aktualisiert am

Hansa-Stürmer Kevin Schindler nach dem Rekordsieg: „So was hat man lange nicht geseh'n” Bild: dpa

Da strahlte sogar Frank Pagelsdorf: Hansa Rostock hat den höchsten Sieg in der Geschichte der 2. Liga herausgeschossen. Auch der MSV Duisburg feierte einen Kantersieg. Und die Kellerkinder aus Wehen und Augsburg befreiten sich aus der ärgsten Not.

          2 Min.

          Hansa Rostock hat mit dem höchsten Sieg in der Geschichte der 2. Fußball-Bundesliga den Anschluss an die Aufstiegplätze gewahrt. Der Erstliga-Absteiger feierte gegen die TuS Koblenz einen 9:0 (3:0)-Kantersieg und feierte damit auch seinen bisher höchsten Punktspielsieg im deutschen Profifußball. „Das war sensationell, das habe ich seit der C-Jugend nicht erlebt“, schwärmte der zweifache Hansa-Torschütze Kevin Schindler. Der sonst so brummige Trainer Frank Pagelsdorf reagierte immerhin mit einem strahlenden Gesicht auf „das einmalige Erlebnis.“

          Hansa steigerte dank der Treffer von Orestes (21., 52.), Enrico Kern (33., 76.), Kevin Schindler (28.), Fin Bartels (65.), Benjamin Lense (81.), Robert Lechleitner (90.) sowie einem Eigentor von Andreas Richter (63.) seine Punkteausbeute auf 12 Zähler. Die unglaublich schwachen Gäste, die zuvor in sieben Spielen nur sechs Gegentreffer kassiert hatten, warten weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der völlig konsternierte Koblenzer Trainer Rapolder, dessen Team zuletzt noch Tabellenführer Kaiserslautern 5:0 geschlagen hatte.

          Kleines Schützenfest in Duisburg

          Auch der MSV Duisburg hält weiterhin Anschluss an die Tabellenspitze. Trotz sieben verletzter Spieler setzte sich der zweite Bundesliga-Absteiger gegen den Neuling FC Ingolstadt deutlich mit 6:1 (2:1) durch und bleibt damit vor eigenem Publikum weiterhin ungeschlagen. „Das war unsere bisher beste Saisonleistung“, stellte MSV-Trainer Rudi Bommer nach dem dritten Saison-Heimsieg zufrieden fest.

          Nicht zu stoppen: Rostocks Junior Alves Orestes (r.) nach seinem Tor zum 1:0 gegen Augsburg

          Vor 13.000 Zuschauern brachte Sandro Wagner die Platzherren per Kopfball in der 26. Minute in Führung, das 2:0 gelang dem Kameruner Dorge Kouhemaha in der 44. Minute nach Vorarbeit von Cedric Makiadi. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erzielte Ersin Demit mit seinem sechsten Saisontor das einzige Gäste-Tor. Für die restlichen MSV-Treffer sorgten der Rumäne Mihai Tararache per Foulelfmeter (53.), Ivica Grlic (75.), erneut Wagner (79.) und noch einmal Grlic (90.+1).

          Erster Saisonsieg für Wehen

          Dank Torjäger Ronny König und Benjamin Siegert hat der SV Wehen Wiesbaden den ersten Saisonsieg gefeiert und die direkten Abstiegsränge vorerst verlassen. König und Siegert sorgten mit ihren Treffern in der Schlussphase (86./90+2) für den vielumjubelten 3:1 (1:0)-Erfolg der Wehener im Hessen-Derby gegen Aufsteiger FSV Frankfurt.

          Vor 8310 Zuschauern in Wiesbaden hatte Sanibal Orahovac für den Führungstreffer der Gastgeber (26.) gesorgt. Den Ausgleich erzielte Sead Mesic in der 78. Minute, ehe König und Siegert kurz vor Schluss für den Wehener Sieg sorgten. Der FSV Frankfurt ist nach dieser späten Niederlage auf den letzten Platz abgerutscht.

          Thurk rettet Augsburg

          Michael Thurk hat den FC Augsburg im Abstiegskampf einen wichtigen Last-Minute-Sieg beschert und Trainer Holger Fach aus der Schusslinie genommen. Der frühere Mainzer sicherte den Schwaben mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 3:2 (0:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli.

          Für den Führungstreffer der Gäste sorgte Torjäger Marius Ebbers, der vier Minuten nach Wiederbeginn aus kurzer Distanz erfolgreich war. Zehn Minuten später konnten die Platzherren durch den fünften Saisontreffer von Sandor Torghelle ausgleichen, ehe im Gegenzug Timo Schultz (60.) erneut für St. Pauli traf. Für den Ausgleich sorgte Uwe Möhrle in der 79. Minute, ehe Thurk per Freistoß erfolgreich war.

          Doppelpack von Benny Lauth

          1860 München hat seinen Aufwärtstrend bestätigt und den Vormarsch des fränkischen Rivalen SpVgg Greuther Fürth gestoppt. Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang bezwangen die personell stark geschwächten „Löwen“ am Sonntag die Gäste mit 3:1 (0:1).

          Thorsten Burkhardt hatte Fürth vor 31.000 Zuschauern früh (3. Minute) in Front gebracht. Timo Gebhart (56.) und Benjamin Lauth (61./64.) per Doppelpack drehten die Partie für die Hausherren.

          Weitere Themen

          England und Ronaldo in Torlaune

          EM-Qualifikation : England und Ronaldo in Torlaune

          Im 1000. Länderspiel schießt sich England in einen Torrausch und sichert sich mit einem 7:0 die EM-Quali. Bei Portugal beweist Cristiano Ronaldo zwar ebenfalls seinen Torinstinkt – für das EM-Ticket reicht es aber noch nicht.

          Federer wirft Djokovic raus

          ATP-Finals in London : Federer wirft Djokovic raus

          Erstmals seit 2015 gelingt Roger Federer gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic ein Sieg. Vor ausverkauftem Haus liefern sich die Tennis-Schwergewichte ein packendes Duell bis zum letzten Ballwechsel.

          Topmeldungen

          Notstand ausgerufen : In Venedig wächst die Wut

          Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.

          Altmunition im Meer : Sprengstoff im Fisch

          1,6 Millionen Tonnen Munitions- und Sprengstoffreste werden in der deutschen Nord- und Ostsee vermutet. Sie lösen sich langsam auf – und belasten schon jetzt stellenweise Tiere und Pflanzen.
          Der Stoff, aus dem sich viel mehr als eine leckere Suppe kochen lässt: Hokkaido-Kürbis

          Leckeres aus Kürbis kochen : Hitze tut ihm richtig gut

          Die Kürbissaison ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. Aber was anstellen mit den Riesenbeeren? Köche sagen: in den Ofen schieben. Wir stellen ein Rezept von Johann Lafer vor und eines, das auf Paul Bocuse zurückgeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.