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Zweite Bundesliga : Nächste HSV-Niederlage – Furioses Finale in Bielefeld

  • Aktualisiert am

Rick van Drongelen vom Hamburger SV versteht die Fußballwelt nicht mehr. Bild: dpa

Die Hamburger verlieren im letzten Heimspiel 2019 den Nimbus im eigenen Stadion durch ein spätes Gegentor gegen Heidenheim. Besser macht es Bielefeld, das in turbulenten Schlussminuten noch einen Punkt holt.

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          Der Hamburger SV hat seinen Heimnimbus in der zweiten Fußball-Bundesliga verloren. Die Hanseaten kassierten am Freitagabend im letzten Spiel des Jahres vor eigenem Publikum mit dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim ihre erste Niederlage im Volksparkstadion nach sechs Siegen und einem Unentschieden. Der eingewechselte Jonas Föhrenbach (83.) erzielte den entscheidenden Treffer für die starken Gäste.

          2. Bundesliga

          Durch die Niederlage vergab der HSV vor 42.190 Zuschauern auch die Chance auf die Herbstmeisterschaft. Diese sicherte sich Tabellenführer Arminia Bielefeld durch das 2:2 (0:1) gegen den Karlsruher SC vorzeitig. Vor dem Abschluss der Hinrunde haben die Ostwestfalen mit 33 Punkten nun vier Zähler mehr als der Verfolger aus dem Norden auf dem Konto. Heidenheim (26) kletterte vorübergehend auf Rang drei.

          Die Hamburger waren um Wiedergutmachung für das 1:2 in der Vorwoche beim VfL Osnabrück bemüht. Doch gegen die gut organisierte und dicht gestaffelte Heidenheimer Deckung fand der HSV kaum ein Mittel. Trotz 70 Prozent Ballbesitz kamen die Hanseaten in Hälfte eins kaum zu Torchancen. Die beste verstolperte Martin Harnik (19.), als er freistehend sich selbst anschoss. Die Gäste warteten nur auf Fehler des Gegners und hatten vor der Pause auch die größte Gelegenheit durch einen Postenschuss von Tim Kleindienst (16.).

          Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild: Der HSV drückte, Heidenheim wartete auf Fehler. Immerhin zwang Hamburgs Sonny Kittel (51.) mit einem Schuss aus kurzer Entfernung FCH-Torwart Kevin Müller zu einer starken Fußabwehr. In der Folgezeit fiel den Gastgebern weiterhin nur wenig ein. Die Heidenheimer schienen sich mit dem Punkt durchaus zufrieden zu geben. Doch Föhrenbachs Abstaubertor bescherte ihnen ein unerwartetes Geschenk.

          Arminia Bielefeld sicherte sich auch dank des Hamburger Ausrutschers vorzeitig die Herbstmeisterschaft. Den Ostwestfalen reichte dazu ein 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen den Karlsruher SC. Fabian Klos (81. Minute/Foulelfmeter) und Joan Simun Edmundsson (90.+4) bewahrten die Arminia spät vor einer Niederlage gegen den Aufsteiger Karlsruhe, der durch Marc Lorenz (25.) und Marvin Wanitzek (90.+1) zweimal in Führung gegangen war. Die Bielefelder bauten ihren Vorsprung vor dem Hamburger SV auf vier Punkte aus.

          Von Beginn an bestimmte Bielefeld die Partie, hatte deutlich mehr Ballbesitz und erspielte sich einige gute Chancen. Doch beim Abschluss agierten die Hausherren zu ungenau. Anders die Karlsruher, die der frühere Bielefelder Lorenz bei einem der wenigen Angriffe gleich in Führung brachte. Die Bielefelder erhöhten zwar das Tempo, taten sich zunächst aber noch schwerer in der gut gestaffelten KSC-Abwehr eine Lücke zu finden. Hektisch wurde es in der Schlussphase – zunächst traf Klos vom Elfmeterpunkt, ehe Wanitzek wieder für den KSC traf. Aber den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Edmundsson zum 2:2.

          2. Bundesliga

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