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Zweite Bundesliga : Drama beim HSV – Debakel für St. Pauli

  • Aktualisiert am

Nicht zu fassen: Nach einem 2:0 verlieren die Hamburger noch. Bild: dpa

Kein guter Hamburger Tag in der zweiten Bundesliga: Dem HSV reicht ein 2:0-Vorsprung im Aufstiegsrennen nicht einmal zu einem Punkt. Und St. Pauli geht bei einem Abstiegskandidaten völlig unter.

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          Der Hamburger SV hat gegen Darmstadt 98 eine überraschende 2:3 (2:0)-Heimniederlage hinnehmen müssen und den Sprung an die Tabellenspitze der zweiten Fußball-Bundesliga verpasst. Darmstadt – die auswärtsschwächste Mannschaft der zweiten Liga - holte nach sechs Monaten ausgerechnet beim großen Aufstiegsaspiranten wieder einen Sieg. Bakery Jatta (2. Minute) und Pierre-Michel Lasogga per Foulelfmeter (16.) brachten die Gastgeber in Führung. Marvin Mehlem verkürzte nach Konter auf 1:2 (52.), sorgte mit einem direkt verwandelten Freistoß (82.) für den Ausgleich und traf schließlich in der Nachspielzeit zum Sieg (90.+2).

          2. Bundesliga

          Der HSV gab vor 54.668 Zuschauern im Volksparkstadion so den schon sicher geglaubten fünften Heimsieg in Folge noch aus der Hand. Die Führung der Platzherren hätte in der ersten Spielhälfte deutlicher ausfallen müssen. Doch der HSV ließ im Abschluss die Präzision vermissen. Zudem nahm die Mannschaft nach dem 2:0 Tempo aus dem Spiel und ließ die Hessen besser in die Partie kommen. Nach dem Anschlusstreffer spielte die Mannschaft des neuen Trainers und ehemaligen HSV-Profis Dimitrios Grammozis immer frecher auf und brachte die Gastgeber einige Male in Verlegenheit. Nachdem die Hessen den Ausgleich erzielt hatten, warfen die Hamburger noch einmal alles nach vorn. Doch die Darmstädter nutzen in der Nachspielzeit die Räume und kamen zum unerwarteten Erfolg.

          Der FC St. Pauli kassierte den nächsten herben Rückschlag im Aufstiegsrennen. Sechs Tage nach der 0:4-Heimniederlage im Stadtderby gegen HSV unterlag der Kiezklub dem SV Sandhausen am Samstag mit 0:4 (0:2). St. Pauli liegt weiter auf Rang vier der Tabelle und hat vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, den der 1. FC Union Berlin innehat. Die Hamburger verpassten es, aus der Niederlage der Berliner vom Freitagabend Kapital zu schlagen und näher zu rücken. Für Abstiegskandidat Sandhausen war der Sieg nach dem Erfolg gegen Magdeburg am vergangenen Wochenende der nächste Schritt in die richtige Richtung. Der SVS hat vor den Sonntagsspielen zwei Punkte Vorsprung vor den direkten Abstiegsplätzen.

          Andrew Wooten brachte die Gastgeber in der 34. Minute vor 10.657 Zuschauern mit 1:0 in Führung. Noch vor der Pause legte Philipp Förster den zweiten Treffer nach (43.). Fabian Schleusener sorgte direkt nach dem Seitenwechsel für eine Vorentscheidung (46.). Erneut Förster machte drei Minuten später mit seinem zweiten Tor den Nachmittag für die Gäste aus der Hansestadt dann zu einem richtig bitteren.

          Im dritten Spiel des Tages traten die SG Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg beim Kampf gegen den Abstieg auf der Stelle. Sie trennten sich am Samstag im ausverkauften Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion vor 30.500 Zuschauern mit 1:1 (0:1). Das Tor für die Magdeburger erzielte Björn Rother (43.) mit seinem ersten Saisontreffer. In der 86. Minute traf Lucas Röser zum Ausgleich.

          In der 10. Minute hatten die Gäste die erste Chance. Dresdens Torwart Markus Schubert rutschte vor dem Strafraum aus, Philip Türpitz bediente Marius Bülter, doch der wurde noch gestoppt. Nur zwei Minuten später schoss dann Linus Wahlqvist über das Magdeburger Gehäuse. In der 28. Minute prüfte Aias Aosman den Magdeburger Keeper Giorgi Loria, der den Schuss aufs linke Eck parieren konnte. In der 35. Minute landete ein von Felix Lohkemper geschossener Ball in den Dresdner Maschen. Allerdings stand der Magdeburger im Abseits. In der zweiten Spielhälfte rannten die Dresdner verzweifelt gegen das Tor der Magdeburger an. Das Team aus der Domstadt verteidigte clever, konnte den Gegentreffer letztendlich aber nicht verhindern.

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