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„Lilien“-Serie in zweiter Liga : Darmstädter Jubel in letzter Minute

  • -Aktualisiert am

Später Jubel: Darmstadt gewinnt in letzter Minute gegen Hannover 96. Bild: EPA

Ein Innenverteidiger trifft ganz kurz vor dem Schlusspfiff für Darmstadt 98 in der zweiten Liga – die „Lilien“ jubeln über drei weitere Punkte. Plötzlich scheint ein zuletzt unerreichbares Ziel wieder möglich.

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          Patric Pfeiffer verbrachte diese Zweitligaspielzeit im Darmstädter Innenverteidiger-Ranking bisher auf Rang fünf. Der 1,96 Meter lange Deutsch-Ghanaer wurde zwar fünf Mal eingewechselt – allerdings immer in einem anderen Berufsfeld: Als Kurzzeit-Angreifer, der in den Schlussminuten seinen Längenvorteil vorne gewinnbringend einsetzen sollte. Jeweils ohne Erfolg.

          2. Bundesliga

          Am Sonntag im Heimspiel gegen Hannover 96 spülten Pfeiffer dann Verletzungen und Sperren der Kollegen erstmals in die Startelf – in die angestammte Innenverteidigung. Und schon klappte es mit einem späten offensiven Akzent. Es war Pfeiffers Kopfball in der 90. Minute, den der einstige Darmstädter Franke unglücklich ins eigene Netz abfälschte. Es war der Schlusspunkt eines abwechslungsreichen Spiels, das die „Lilien“ 3:2 für sich entschieden.

          Dabei waren die formstarken Hannoveraner das deutlich bessere, die Südhessen das deutlich effizientere Team. „Wir wollen das Beste aus der Saison herausholen und nichts austrudeln lassen“, sagte Pfeiffer. Mit nunmehr 46 Punkten haben die „Lilien“, die in dieser Saison nur eins von 16 Heimspielen verloren haben, Rang fünf manifestiert. Die sechs Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang bleiben vor den letzten drei Partien aber nur Gegenstand von Träumereien.

          Der Darmstädter Torjäger Serdar Dursun brachte den taktisch ungewohnt variablen SVD mit einem sehenswerten Rechtsschuss aus 17 Metern in Führung (25.). Doch die nach der Pause stark agierenden Niedersachsen drehten die Partie durch Treffer von Prib (47.) und Duksch (58.).

          „Wir sind nach dem 1:2 trotzdem strukturiert und organisiert geblieben und sind belohnt worden“, sagte SVD-Cheftrainer Dimitrios Grammozis. Auch weil „Lilien„-Torwart Marcel Schuhen einen glänzenden Tag erwischte und Fabian Schnellhardt aus dem Nichts der 2:2-Ausgleichstreffer (62.) gelang. Den „Lucky Punch“ (Grammozis) konnten dann die Darmstädter setzen, die seit knapp 30 Jahren kein Pflichtspiel gegen Hannover mehr verloren haben. „Ein megageiles Gefühl“, sagte der Darmstädter Matchwinner Pfeiffer.

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