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Sieg gegen Holstein Kiel : FC St. Pauli verlässt Tabellenkeller

  • Aktualisiert am

Das nötige Quäntchen Glück: Der FC St. Pauli feiert den ersten Saisonsieg. Bild: dpa

Der FC St. Pauli hat den Befreiungsschlag geschafft: Durch den 2:1-Erfolg gegen Holstein Kiel verlassen die Hamburger die Abstiegsränge. Doch die Kiezkicker mussten am Ende zittern.

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          Dank der besten Saisonleistung und eines Traumdebüts des neuen Abwehrchefs James Lawrence ist dem FC St. Pauli der erhoffte Befreiungsschlag in der 2. Fußball-Bundesliga geglückt. Die Kiezkicker kamen am Montagabend durch die Treffer von Neuzugang Lawrence (49.) und Christian Conteh (66.) zu einem 2:1 (0:0) gegen Holstein Kiel und verließen damit die Abstiegsränge. Der Treffer durch Makana Baku (81.) war für die Kieler zum Abschluss des 4. Spieltags in einem packenden Nordduell zu wenig.

          „Wir waren in den letzten Spielen immer nah dran“, sagte Paulis Trainer Jos Luhukay nach der Partie bei „Sky“. „Heute hat es sehr viel Energie gekostet. Nach der Halbzeit war Kiel nah dran, den Ausgleich zu erzielen, aber sie schaffen das nicht.“ Das 2:0 durch den 19-jährigen Conteh sei „sehr wichtig“ gewesen. Sportchef Andreas Bornemann äußerte: „Wir haben auch das Quäntchen Glück gebraucht.“

          Kiels Coach André Schubert, der die Hamburger 2011 selbst für gut ein Jahr trainiert hatte, war enttäuscht. „Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht“, sagte er. „Ich glaube, es hat nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die, die die glücklicheren Momente auf ihrer Seite hatte.“ Nach vier Spieltagen haben beide Clubs nun vier Punkte auf dem Konto.

          2. Bundesliga

          Kiel sucht den Anschluss

          Die Kiezkicker, die mit den beiden Neuen Lawrence und Matt Penney, der in der Nachspielzeit allerdings die Gelb-Rote Karte sah (90.+3), in der Startelf ins Spiel gingen, waren zu Beginn das aktivere Team. Oft angetrieben von Flügelflitzer Ryo Miyaichi suchten die Hausherren vor 2.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion den Weg nach vorn und kamen so auch zu Chancen. Die besten davon vergaben im ersten Durchgang Dimitrios Diamantakos (11.) und Mats Möller Daehli (18.).

          Paulis Waldemar Sobota (r) und Kiels Aleksandar Ignjovski im Zweikampf um den Ball.
          Paulis Waldemar Sobota (r) und Kiels Aleksandar Ignjovski im Zweikampf um den Ball. : Bild: dpa

          Hinten sorgte der vom RSC Anderlecht geholte Waliser Lawrence für Ordnung und Stabilität. Und wenn die Kieler doch einmal durchkamen, blieben sie wie bei den Versuchen von Lion Lauberbach (5.), Jae Sung Lee (22.) und David Atanga (48.) lange zu harmlos.

          Dies änderte sich erst nach der verdienten St.-Pauli-Führung durch Lawrence, der Kiels Keeper Dominik Reimann unglücklich aussehen ließ und per Kopf ins lange Eck traf. Nun wurden die Aktionen der Gäste konsequenter und zielgerichteter, der Ausgleich schien nahe. Doch weder der starke Jae Sung Lee (57.), dessen Kopfball St. Paulis Torhüter Robin Himmelmann glänzend parierte, noch Janni Serra (60.) mit einem Schuss an den Innenpfosten hatten das nötige Abschlussglück.

          Ganz anders die Gastgeber, denen sich immer wieder gute Kontersituationen boten und die eine davon durch Conteh zum 2:0 nutzten. Nach dem Anschlusstreffer durch Baku wurden die letzten zehn Minuten nochmals zur Zitterpartie für die Hamburger, die sie mit Glück überstanden.

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