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Dramatik im Abstiegskampf : Die zweite Bundesliga spielt verrückt

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Kaiserslautern siegt 4:1 in Duisburg, ist Letzter – und hat Hoffnung in der kuriosen zweiten Bundesliga. Bild: dpa

Ingolstadt liegt in der zweiten Bundesliga auf Platz vier. Also hofft der Klub auf den Aufstieg? Mitnichten! Die Furcht vor dem Absturz geht um – bei fast allen. Das liegt an der unglaublich kuriosen Tabelle.

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          Der Kampf um den Klassenverbleib in der zweiten Fußball-Bundesliga wird immer dramatischer. Sechs Spieltage vor Saisonende hat der Tabellenvierte FC Ingolstadt nur sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Kurios: Ingolstadts Abstand auf den Tabellendritten Holstein Kiel ist nach dem 2:1 (0:0)-Sieg beim 1. FC Heidenheim mit fünf Zählern ähnlich. „In dieser Liga sind drei Punkte Gold wert und wir haben 40, was jedoch nichts bedeutet, da es sehr eng zugeht“, sagte FCI-Profi Sonny Kittel. Arminia Bielefelds Innenverteidiger Julian Börner stellte nach dem 1:1 (1:1) gegen Aufsteiger Kiel fest: „Das wird noch eine harte und intensive Saison – aber das ist für alle Fans ja schön, wenn es spannend ist.“

          2. Bundesliga

          Die Gewinner des 28. Spieltags waren der 1. FC Kaiserslautern, Erzgebirge Aue und die SpVgg Greuther Fürth. Aue verließ durch den überraschenden 3:1 (2:0)-Sieg bei Jahn Regensburg die Abstiegsplätze. Der Tabellen-14. Fürth ist durch das 2:1 (1:0) gegen Union Berlin punktgleich mit dem Tabellenelften aus der Hauptstadt. „Der Ernst der Lage ist uns bewusst“, kommentierte Union-Trainer André Hofschneider die vierte nicht gewonnene Partie seiner Mannschaft nacheinander.

          Noch schlechter ist die Serie des MSV Duisburg: Das 1:4 (0:1) gegen den Tabellenletzten Kaiserslautern war die vierte Pleite hintereinander. „Wir müssen jetzt höllisch aufpassen“, warnte MSV-Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp mit Blick auf die Tabelle. Die Pfälzer schöpfen nach dem klaren Auswärtserfolg neue Hoffnung: Sie verkürzten den Abstand auf Rang 16 auf sechs Zähler. „Die Mannschaft hat ihre sehr gute Arbeit der vergangenen Wochen fortgesetzt. Darauf müssen wir aufbauen“, sagte FCK-Coach Michael Frontzeck, der seit seinem Amtsantritt im Februar 16 Punkte aus neun Spielen holte.

          Auch die Bilanz von Robin Dutt als Neu-Trainer des VfL Bochum ist beachtlich: Das 2:0 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig war die fünfte Begegnung nacheinander ohne Niederlage. Trotzdem steht der Revierclub nur drei Punkte vor dem 16. Platz. „Die aktuelle Lage in der Tabelle ist verrückt, es bleibt keine Zeit zum Durchschnaufen“, fasste VfL-Kapitän Stefano Celozzi die Lage in der Liga zusammen.

          Auch der FC St. Pauli als Zehnter und der SV Sandhausen als punktgleicher Siebter müssen nach dem 1:1 (1:0) „damit leben, bis zum Schluss um den Klassenverbleib zu kämpfen“, sagte St. Paulis Trainer Markus Kauczinski. An der Tabellenspitze zieht Fortuna Düsseldorf einsam seine Kreise. Dass der 1. FC Nürnberg nach dem 1:1 (0:1) bei Dynamo Dresden und jetzt fünf Begegnungen ohne Sieg noch immer Rang zwei (47 Punkte) vor Kiel (45) einnimmt, ist ebenfalls kurios.

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