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Zweite Bundesliga : Erste Niederlage für Ingolstadt

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Ungewohntes Gefühl: Ingolstadt und Trainer Ralph Hasenhüttl verlieren wieder ein Spiel Bild: dpa

Am 14. Spieltag kassiert Ingolstadt die erste Saison-Niederlage. Der Tabellenführer verliert in Nürnberg, wo dem neuen Trainer Rene Weiler einen perfekter Einstand gelingt. Jubel gibt es auch in Leipzig und Karlsruhe.

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          Die Rekordjagd des FC Ingolstadt ist beendet - und auch die Tabellenführung wackelt. Der Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga verlor am Sonntag beim 1:2 (0:2) gegen den 1. FC Nürnberg nach 19 ungeschlagenen Auswärtsspielen erstmals wieder auf des Gegners Platz.

          Das erfolgreiche Debüt des neuen „Club“-Trainers René Weiler bedeutete die erste Saison-Niederlage für den FCI, der bei einem Erfolg von Fortuna Düsseldorf am Montag (20.15 Uhr / Live bei Sport1, Sky und im 2. Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) mit zwei Toren Unterschied gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth die Tabellenführung einbüßen würde.

          Den Anschluss an die Spitzenplätze hielt RB Leipzig durch ein 4:1 gegen den Tabellenvorletzten FC St. Pauli. Nach zuletzt zwei Remis konnten die Ingolstädter diesmal die erste Niederlage nach saisonübergreifend 17 unbezwungenen Liga-Partien nicht mehr abwenden. Robert Koch (16. Minute) und Jakub Sylvestr (25.) nach einem langen Abschlag von Torhüter Patrick Rakovsky ließen den neuen Chefcoach Weiler vor der Pause jubeln.

          Im oberbayerisch-fränkischen Derby geriet der Gastgeber nach einer harten Roten Karte für Javier Pinola (63.) in Unterzahl - und Weiler musste fortan bis zum erlösenden Schlusspfiff zittern. Moritz Hartmann (70.) verkürzte vor 32.065 Zuschauern.

          Nürnberg ärgert den Tabellenführer beim 2:1-Sieg über Ingolstadt
          Nürnberg ärgert den Tabellenführer beim 2:1-Sieg über Ingolstadt : Bild: dpa

          Bis auf einen Punkt rückte Leipzig an die Aufstiegsränge heran. Yussuf Poulsen (17.) und Terrence Boyd (30.) legten zeitig den Grundstein für den fünften Heimerfolg der zu Hause unbesiegten Sachsen. Enis Alushi (46.) traf zum Anschluss, aber erneut Boyd (53.) und John Verhoek (73./Eigentor) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Durch einen Handelfmeter von Dimitrij Nazarov (74.) fuhr der Karlsruher SC beim 1:0 gegen Erzgebirge Aue seinen zweiten Heimsieg ein.

          Nach dem fünften Unentschieden in Serie wächst bei Aufstiegskandidat 1. FC Kaiserslautern die Unzufriedenheit. Trainer Kosta Runjaic sprach nach 0:0 gegen Aufsteiger SV Darmstadt 98 am Freitagabend vom „schlechtesten Spiel in dieser Saison“. Dagegen hatten die Gäste auf dem Betzenberg bestanden. „Es war vielleicht nicht unser schönstes Spiel in dieser Saison, aber kämpferisch eines unserer besten“, betonte Torjäger Dominik Stroh-Engel. Darmstadt ist Tabellendritter (24 Punkte), Lautern rangiert zwei Zähler dahinter auf Rang acht.

          Erfolgreicher Einstand beim „Club“: Neu-Trainer Rene Weiler
          Erfolgreicher Einstand beim „Club“: Neu-Trainer Rene Weiler : Bild: dpa

          Erleichtert nahm der VfL Bochum nach dem 4:0 gegen Schlusslicht  Aalen das Ende seines Heimfluchs zur Kenntnis. „Wir brauchten acht Anläufe, um uns zu belohnen“, sagte der glückliche Trainer Peter Neururer. Mit 3:0 schickte Heidenheim den SV Sandhausen heim und hielt Kontakt zur Spitze. Ziel ist weiter der Klassenverbleib. „Es gibt keinen klitzekleinen Grund, mit hervorragenden 23 Punkten etwas zu ändern“, sagte Trainer Frank Schmidt.

          Auf dem Vormarsch befindet sich Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig durch den vierten Sieg nacheinander. Beim 3:0 auswärts gegen den FSV Frankfurt traf der Norweger Havard Nielsen (1. Minute/44.) gleich doppelt - und beim 1:0 nach nur 27 Sekunden so schnell wie kein anderer in dieser Saison. „Ich hoffe, dass ich noch ein paar mehr Tore schieße“, sagte der 21-Jährige.

          Leipzig und Stürmer Terrence Boyd dürfen sich freuen
          Leipzig und Stürmer Terrence Boyd dürfen sich freuen : Bild: dpa

          Rubin Okotie war am Samstag der Wegbereiter beim 4:1 des SV 1860 München bei Union Berlin. Durch seine Saisontore neun und zehn zog der Österreicher an der Spitze der Torschützenliste mit dem am Vortag einmal erfolgreichen Bochumer Simon Terodde gleich. „Ich spüre einfach von allen Seiten das Vertrauen“, begründete der Nationalspieler seinen Lauf. Er alleine hat mehr als die Hälfte aller 1860-Treffer in dieser Saison erzielt (10 von 19).

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